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Energieeffizienter Neubau von Nichtwohngebäuden kommunaler und sozialer Einrichtungen

Begleitforschung und Evaluation von Modellvorhaben

Die anspruchsvollen Klimaschutzziele der Bundesregierung fordern effiziente und zugleich kostengünstige Lösungen für eine verbesserte CO2-Bilanz. Mit Modellvorhaben zum energieeffizienten Neubau kommunaler und sozialer Einrichtungen hat die Bundesregierung innovative Lösungsansätze und übertragbare Konzepte gefördert. Im Rahmen des Forschungsprojekts wurden ausgewählte Modellvorhaben wissenschaftlich begleitet und evaluiert.

Projektlaufzeit: Oktober 2010 - März 2015

Ausgangslage

Mit Modellvorhaben zum energieeffizienten Neubau kommunaler und sozialer Einrichtungen hat die Bundesregierung innovative Lösungsansätze und übertragbare Konzepte gefördert - mit Blick auf die Umsetzung des ab 2019 für alle öffentlichen Gebäude in Europa nach der neuen EU-Gebäuderichtlinie geltenden Niedrigstenergiegebäude-Standards. Bei der KfW Bankengruppe standen für die Modellvorhaben durch Bundesmittel zinsverbilligte Sonderkredite über zwei Modell-Förderstufen zur Verfügung: KfW-Effizienzhaus 40 und KfW-Effizienzhaus 55. Modelle sind wichtig, da man aus ihren Stärken und Schwächen lernen kann und sie Impulse und Entscheidungshilfen für andere geben. 

Ziel

Das Forschungsprojekt ist mit den im Jahr 2011 ausgewählten Modellvorhaben Bestandteil des Energiekonzeptes der Bundesregierung. Angestrebt ist, bis 2020 die landesweiten CO2-Emissionen um 40 Prozent und bis 2050 um mindestens 80 Prozent zu reduzieren (jeweils gegenüber dem Basisjahr 1990). Der primäre Energieverbrauch aller Sektoren zusammen soll bis 2020 um 20 Prozent und bis 2050 um 50 Prozent gegenüber 2008 sinken. Das Energiekonzept setzt dabei auf die Reduzierung des Energieverbrauchs, die Steigerung der Energieeffizienz und einen weitgehenden Ersatz der fossilen Energieträger durch erneuerbare Energien. Dem Gebäudebereich mit einem Anteil von rund 40 Prozent am Gesamtenergieverbrauch kommt dabei eine bedeutende Rolle zu. Hier liegt der Schwerpunkt der Aktivitäten auf der Sanierung des Gebäudebestands. Neubauten kommt vor allem eine zukunftsweisende Vorbildfunktion zu. Gebäude werden für einen langen Lebenszyklus mit einer Nutzung über viele Jahrzehnte hinweg geplant. Aspekte wie Energieversorgungssicherheit und langfristige Bezahlbarkeit von Energie spielen hier eine wichtige Rolle. 

Auch auf kommunaler Ebene wird neben der Sanierung bestehender Infrastruktureinrichtungen ein zunehmender Bedarf an (Ersatz-)Neubauten gesehen. Neubauten kommunaler und sozialer Infrastruktur entstehen zum Beispiel in Konversionsgebieten oder aufgrund neuartiger Konzepte wie Bibliotheks-, Medien- und Veranstaltungszentren. Bedingt durch den demographischen Wandel wird es vor allem in Regionen mit abnehmenden Bevölkerungszahlen, aber auch in prosperierenden Städten und ihren Randgebieten zu Bedarfsänderungen kommen. Je nach Region werden einerseits die Bündelung und andererseits der Ausbau von öffentlichen Gebäudeinfrastrukturen erforderlich werden. Auch wird der Bedarf an Ersatz für bestehende Infrastrukturen, für die eine Sanierung auf hohem Energieeffizienzniveau aus wirtschaftlichen oder technischen Gründen nicht in Frage kommt, in den kommenden Jahren steigen. 

Aufgabe der Begleitforschung war es, den Projektaufruf für die Modellvorhaben zu organisieren, geeignete Projekte auszuwählen, zu begleiten, zu vernetzen, Ergebnisse auszuwerten und Erfahrungen zu kommunizieren. 

Auftragnehmer des Forschungsprojekts war: Weeber+Partner Institut für Stadtplanung und Sozialforschung, Stuttgart/Berlin G.A.S. planen bauen forschen, Stuttgart

Zusatzinformationen

Kontakt

Ute Birk
Referat II 13 - Wohnungs- und Immobilienwirtschaft
Tel.: +49 228 99401-1242