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Energieeffizienter Neubau von Nichtwohngebäuden kommunaler und sozialer Einrichtungen

Konzept

Bereits im Vorfeld auf – zum Auswahlzeitpunkt der Projekte künftige – Anforderungen der EnEV 2014 und die Umsetzung der EU-Gebäuderichtlinie soll die öffentliche Hand eine Vorbildfunktion übernehmen. Um vorbildhafte Lösungsansätze und übertragbare Konzepte für energetisch anspruchsvolle Neubauten zu unterstützen, wurden bundesweit 16 Projekte (14 Modellvorhaben, 2 Anwärter) im Bereich der Nichtwohngebäude kommunaler und sozialer Einrichtungen ausgewählt, die die EnEV 2009 um 60 Prozent, mindestens jedoch um 45 Prozent unterschreiten (bezogen auf den Primärenergiebedarf). Darunter auch zwei Klinikbauten, die auf Grund der besonderen Komplexität der hier zu beachtenden Anforderungen verschiedenster Art eine Sonderkategorie bilden. Die Modellvorhaben wurden bis Ende 2014 wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Betrachtet wurden hierbei die Planung, die Umsetzung und die Nutzungsphase. 

Zu analysieren war, inwieweit die Prozesse und die Lösungen der Modellvorhaben zu den vier großen Zielen beitragen: 

  • Energieeinsparung und Reduktion von Treibhausgasen
  • Wirtschaftlichkeit der Gebäude
  • eine hohe Nutzungsqualität
  • Stärkung der Akzeptanz energieeffizienten Bauens in der Öffentlichkeit. 

Es wurden Erkenntnisse aus der Praxis zur Eignung und Wirtschaftlichkeit von Maßnahmen und unterschiedlichen Energieeffizienzstandards für unterschiedliche Gebäudetypologien von kommunalen und sozialen Einrichtungen gewonnen. Dazu gehören die realisierbaren Einsparungen von Treibhausgasen, die Energieverbräuche während der Nutzungsphase, der Umgang der Nutzer mit neuen Technologien sowie Erkenntnisse zur Weiterentwicklung von gesetzlichen Rahmenbedingungen und zur Anpassung der Förderung. 

Die Modellvorhaben wurden auf zwei Ebenen evaluiert: Untersucht wurden der Prozess (formativ) und das Ergebnis (summativ). 

Prozessevaluation 

Zum Evaluationskonzept gehört zum einen die Betrachtung der Prozesse:

  • Welche Rahmenbedingungen, Vorgehensweisen und Aktivitäten begünstigen für die Erreichung der Ziele positive Abläufe?
  • Wo gibt es Schwierigkeiten, Widerstände, Hindernisse? Wie wird versucht, sie zu überwinden? Welche Faktoren erschweren oder verhindern für die Zielerreichung positive Abläufe?
  • Wird gebaut wie geplant? Was wird verändert und warum? Welche Anpassungen werden vorgenommen? Gibt es Änderungen in den Abläufen, in der Zeitplanung? 

Die Planungsprozesse wurden für die Prozessevaluation in vier Abschnitte zusammengefasst: Vorbereitungsphase, (Detail-)Planungsphase, Bauphase und Inbetriebnahme und Nachsorge. Dabei konzentrieren sich die Betrachtungen auf die spezifischen Aspekte, die in Zusammenhang mit dem geplanten Niedrigstenergiegebäude-Standard stehen. 

Ergebnisevaluation 

Im Rahmen der summativen Evaluation wurde festgestellt, 

  • inwieweit die Ziele erreicht werden
  • welche Lösungen sich bewähren
  • und welche Lösungen die Erwartungen nicht erfüllen. 

Vor allem konnten Lösungen und Herangehensweisen aufgedeckt werden, die einen positiven Beitrag zu einer erfolgreichen Umsetzung liefern. 

Die Forschungsthemen und die ihnen zugeordneten Leitfragen wurden in sechs Bereiche gegliedert: 1. Planung, 2. Nutzungen und Gebäudetypologien, 3. Wirtschaftlichkeit, 4. Öffentlichkeitswirksamkeit, 5. Nutzungsqualität und Nutzerverhalten, 6. gesetzlichen Rahmenbedingungen und Förderung.

Arbeits- und Zeitplan

Modellvorhaben-Aufruf:2. Quartal 2011
Auswahl der Modellvorhaben:Herbst 2011
Start der Modellvorhaben:4. Quartal 2011
Begleitung der Modellvorhaben und Berichterstattung:2012 bis 2014
Workshop mit den Akteuren der Modellvorhaben und externen Experten:Oktober 2012
Werkstattgespräch mit den Akteuren der Modellvorhaben und externen Experten:Mai 2014
Abschluss der Modellvorhaben:Ende 2014
AbschlussveranstaltungMai 2015

Zusatzinformationen

Kontakt

Ute Birk
Referat II 13 - Wohnungs- und Immobilienwirtschaft
Tel.: +49 228 99401-1242