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Werkstattgespräche Kunst am Bau 2009

Ziel des Forschungsprojektes war es, die Positionierung von Kunst am Bau als wichtigen Bestandteil der Bauherrenaufgabe des Bundes fortzusetzen. Kunst am Bau ist Teil der Baukultur in Deutschland. Durch ihren engen Bezug zu Raum und Ort kann sie Inhalt und Funktion eines Baus unterstreichen oder auf ihn reagieren. Als öffentlicher Bauherr möchte der Bund baukulturelles Engagement fördern und Kunst am Bau stärken.
Projektlaufzeit: Januar 2009 - Juni 2010

Ausgangslage

Der Bund bekennt sich immer wieder nachdrücklich zur Kunst am Bau als integralen Bestandteil der Bauherrenaufgabe des Bundes. Seit 1950 ist aufgrund eines Bundestagsbeschlusses bei allen Bauaufträgen des Bundes grundsätzlich ein bestimmter Betrag der Bausumme für Werke der Bildenden Kunst zu veranschlagen. Daraus entstand eine der bedeutendsten und zugleich meistunterschätzten Kunstsammlungen der öffentlichen Hand. Heute regeln die Richtlinien für die Durchführung der Bauaufgaben des Bundes (RBBau), hier insbesondere der Abschnitt K 7 sowie ergänzend für BMVg und BMI der Abschnitt L1 bzw. L2, die Beteiligung bildender Künstler bei Baumaßnahmen des Bundes. Im Oktober 2003 beschloss der Bundestag, die Kunst am Bau bei Bundesbauten zu stärken.

Von diesem Beschluss ausgehend hat das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS, damals noch BMVBW) 2005 einen Leitfaden Kunst am Bau herausgegeben, der die Richtlinien konkretisiert und als Orientierungshilfe zur optimalen Umsetzung dient. Das ebenfalls 2005 erschienene Datenblatt Kunst am Bau vereinheitlicht die Dokumentation von Kunst am Bau-Projekten und fördert damit ihre kunsthistorische Einordnung, Pflege, Bewahrung und Vermittlung. Seit 2007 dient eine Reihe von Werkstattgesprächen der Diskussion und Vertiefung einzelner Aspekte der Kunst am Bau.

Ziel

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) fördert Kunst am Bau als Beitrag zur Baukultur und als soziokulturellen Aspekt des nachhaltigen Bauens. Angesichts des flächendeckenden Engagements des Bundes für Kunst am Bau sollte im Rahmen des Projekts durch den öffentlichen Diskurs zentraler Fragen die Wahrnehmung und Akzeptanz von Kunst am Bau verbessert werden. Weitere Ziele sind die Steigerung der Qualität der Kunst am Bau sowie die Optimierung der Verfahren bei ihrer Beauftragung. Kunst am Bau ist die öffentlichste aller künstlerischen Disziplinen: Die Anzahl ihrer bewussten und unbewussten Rezipienten ist weit höher als in Ateliers, Galerien oder auch in Museen. Kunst am Bau leistet darüber hinaus wesentliche und offensichtliche Beiträge zur Präsentation einer Kulturnation im In- und Ausland. Die Reflexion dieser Leistungen und die Debatte damit verbundener Einzelfragestellungen war Gegenstand der Werkstattgespräche Kunst am Bau sowie ihrer wissenschaftlichen Begleitung und Dokumentation.

Auftragnehmer des Forschungsprojekts war Urbanizers Büro für städtische Konzepte.

Zusatzinformationen

Logo des Innovationsprogramms Zukunft Bau
[Quelle:: BMI/BBSR]

Kontakt

Eva Schweitzer
Referat I 5 - Digitale Stadt, Risikovorsorge und Verkehr
Tel.: +49 228 99401-1654