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Sensitivitätsstudie zum Kreislaufwirtschaftspotenzial im Hochbau

Kernanliegen des Vorhabens war es, einen Überblick darüber zu gewinnen, wie sich Bauabfälle des Hochbaus einer stofflichen Verwertung zuleiten lassen und dabei möglichst in gleicher oder anderer Funktionalität wieder in Bauprodukte zurückgeführt werden können, bevor sie in eine anderweitige bzw. thermische Verwertung gelangen.
Projektlaufzeit: November 2012 - August 2014

Ausgangslage

Mit dem Beschluss der Bundesregierung "Nachhaltiges Deutschland" wurde als einer der Leitindikatoren die Ressourceneffizienz bestimmt. Darin wird gefordert, die Ressourceneffizienz vom Niveau 1990 bis 2020 um 50% zu steigern. Da der Indikator aus dem Quotient von BIP und Materialumsatz in Tonnen gemessen wird, hat das Bauwesen mit den eingesetzten Massenbaustoffen einen hohen Anteil (ca. 50%). Somit hat ein Nachfragerückgang nach Primärmaterialien im Bauwesen durch z.B. neue Bautechnologien oder Einsatz von Sekundärmaterial einen direkten Einfluss auf die Ressourceneffizienz. Für die Politik ist vor einem steuernden Eingreifen von Interesse, welche Potenziale sich überhaupt bei kreislaufwirtschaftlich vorteilhaften Rahmenbedingungen einschließen ließen. Hierauf wollte das Projekt eine Antwort geben.

Ziel

Das Projekt hat Potenziale eines hochwertigen Recyclings bei Bauschutt und Baustellenabfällen im Hochbau entlang von Sensitivitätsstudien mit einem Ausblick bis 2050 untersucht. Hierfür wurden die derzeitigen Stoffströme der Massenbaustoffe Beton, Ziegel, Kalksandstein, Porenbeton, Gips, Holz, Mineralwolle und Hartschaumdammstoffe, Glas und Kunststoffe analysiert.

Ein Teilziel war die Recherche zu Herkunft, Zusammensetzung und Verwertungswegen der genannten Materialfraktionen und eine konsensuale Vereinbarung mit Experten des Bauwesens und Verbandsvertretern zu "optimistischen" RC-Quoten für ausgewählte Bauproduktgruppen. Ein weiteres Teilziel war, ein Stoffstrommodell bottom-up und ein quantitatives Bild der zukünftigen Bautätigkeit mit einem Ausblick bis 2050 zu entwickeln. Das Projekt basiert auf einem Masseansatz – ökobilanzielle Betrachtungen bleiben ausgeklammert.

Auftragnehmer des Forschungsprojektes war das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e.V., Dresden, in Zusammenarbeit mit INTECUS GmbH, Dresden.

Zusatzinformationen

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Kontakt

Claus Asam
Referat II 6 - Bauen und Umwelt
Tel.: +49 30 18401-3412
Fax: +49 30 18401-2769

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