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Bericht veranschaulicht Entwicklung grenznaher Räume

In welchen Bereichen wachsen die grenznahen Räume in Deutschland und seinen Nachbarstaaten zusammen und wo gibt es unterschiedliche Entwicklungen und Strukturen? Im Rahmen eines Modellvorhabens der Raumordnung (MORO) wurde ein Ansatz für ein grenzübergreifendes regionalstatistisches Monitoring erarbeitet, das diese Fragen beantworten soll.

Bild zeigt die Stadt Görlitz Stadt GörlitzStadt Görlitz/Zgorzelec Quelle: © pure-life-pictures/fotolia.com

Ein Bericht fasst nun die Ergebnisse des Projekts zusammen. Seine Kapitel veranschaulichen räumliche Strukturen und Trends in einer grenzüberschreitenden Perspektive, darunter die Schlüsselthemen regionaler Entwicklung wie Demografie, Wirtschaft und Arbeitsmarkt. Die Analyse bezieht sich auf die Bundesrepublik und die angrenzenden Regionen in den Nachbarstaaten. An sieben Modellregionen werden ausgewählte Themen vertieft betrachtet und grafisch aufbereitet. Dazu zählt unter anderem der grenzüberschreitende Arbeitsmarkt entlang der deutsch-niederländischen Grenze, der Wohnungsmarkt im Dreiländereck (D, NL, B) und der Tourismus in der Vierländerregion Bodensee.

Der Bericht stützt sich überwiegend auf Daten der amtlichen Statistik. In den Modellregionen hat sich gezeigt, dass bisher nur wenige Statistiken Aussagen über die Verflechtung der Räume dies- und jenseits der Grenze erlauben – etwa in den Feldern Arbeitsmarkt, Handel sowie Daseinsvorsorge.

In den Modellregionen wurde auch deutlich, dass ein dauerhaftes Monitoring wichtig ist, um gemeinsame Strategien für die Entwicklung dieser Räume umzusetzen und um regionalökonomische Potenziale besser zu erschließen. Zugleich können Maßnahmen der europäischen Regional- und Strukturpolitik durch aussagekräftige grenzübergreifende Indikatoren besser evaluiert und gemeinsame Entwicklungspotenziale gezielter herausgearbeitet werden.

Der grenzübergreifenden Perspektive des Projektes folgend ist die Kurzfassung der Publikation in Deutsch, Niederländisch, Französisch, Polnisch, Tschechisch und Dänisch erhältlich. Interessierte können den Bericht kostenfrei per E-Mail im BBSR anfordern (beatrix.thul@bbr.bund.de ).

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Kontakt

Volker Schmidt-Seiwert
Referat I 3 - Europäische Raum- und Stadtentwicklung
Tel.: +49 228 99401-2246
volker.schmidt-seiwert@bbr.bund.de