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Städtisches Grün entwickeln

Grün hinbringen, wo keines ist, oder vorhandenes Grün so gestalten, dass es heutigen Nutzungs- und Funktionsansprüchen entspricht – die zwölf Modellvorhaben des Forschungsprojekts "Green Urban Labs" erproben innovative Ansätze und Konzepte zur innerstädtischen Begrünung. Ein erster "Infobrief" aus den Modellvorhaben stellt nun deren Ideen und Konzepte vor.

Bild zeig eine bemalte Steinwand mit gelben Blumen davor. HalleQuelle: Urbanizers

Die Modellvorhaben knüpfen neue Partnerschaften und testen neue Formen der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren. Sie widmen sich übergeordneten Verfahren der Planung oder sind direkt im Stadtteil angesiedelt. Sie stellen sich Herausforderungen wie der Finanzierung. Und sie nehmen neue Nutzungen und Funktionen des Stadtgrüns sowie die Bedürfnisse der Stadtbewohnerinnen und -bewohner in den Blick. Thematisch sind die Modellvorhaben breit angelegt.

Ein von Leerstand gekennzeichnetes Kleingartengebiet in Bremen, unzugängliche Brachflächen in Halle, mangelnde Pflege auf durch Stadtumbau entstandenen Frei- und Grünflächen in Cottbus, ein Gemeinschaftsgarten in Berlin oder ein ungenutztes Fußballfeld in Bochum: In all diesen Fällen ist Grün zwar vorhanden, wird aber seinem sozialen, ökologischen sowie ökonomischen Potenzial nicht gerecht. Ziel ist in diesen Vorhaben, die betreffenden Grünflächen zu qualifizieren.

Auch auf gesamtstädtischer Ebene sollen Grünräume weiterentwickelt werden, um sie langfristig zu erhalten: Die Städte Rostock, Leipzig und Jena arbeiten an Konzepten, um Grünflächen unterschiedlicher Art in Konkurrenz zur Wohnraumentwicklung zu sichern. Einen anderen Ansatz wählt die Stadt Weinstadt: Zusammen mit Bürgerinnen und Bürgern gestaltet die Stadtverwaltung einen gemeinschaftlich genutzten Park.

In dicht bebauten Zentren, versiegelten Industriegebieten und stark wachsenden Städten mangelt es oft an Stadtgrün. Mit innovativen Konzepten lässt sich Grün kleinteilig an Fassaden, auf Dächern oder im Straßenraum etablieren. So entwickelt Hamburg eine gesamtstädtische Strategie zur Fassadenbegrünung. In der Würzburger Innenstadt weisen "Wanderbäume" in Pflanztrögen auf fehlendes Grün hin. In einem Ludwigsburger Industriegebiet entstehen neue Grünräume zwischen Fabrikhallen.

Bis zum Jahr 2020 wagen die Modellvorhaben als grüne Stadtlabore Experimente. "Green Urban Labs" ist ein Forschungsfeld des Experimentellen Wohnungs- und Städtebaus (ExWoSt).

Infobrief:

>> Weitere Informationen zu den Green Urban Labs

Kontakt

Stephanie Haury
Referat I 2 - Stadtentwicklung
Tel.: +49 228 99401-2308
stephanie.haury@bbr.bund.de