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Wohnungsmieten steigen weiter

Die Mieten inserierter Wohnungen sind im ersten Halbjahr 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutschlandweit um 5,4 Prozent gestiegen – auf durchschnittlich 8,33 Euro je Quadratmeter nettokalt. Das geht aus einer Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hervor.

Mietwohnung in München (Foto: © georgheimer - Fotolia.com) Kommunale WohnraumversorgungQuelle: georgheimer/Fotolia

In den Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern stiegen die Angebotsmieten demnach um 6,7 Prozent auf 11,09 Euro pro Quadratmeter. Berlin (+9,5 Prozent) und München (+7,0 Prozent) verzeichneten den stärksten Anstieg unter den Metropolen. Moderater entwickelten sich die Angebotsmieten dagegen in Köln (+4,5 Prozent) Frankfurt am Main (+4,4 Prozent) und Düsseldorf (+3,4 Prozent).

Im Vergleich aller kreisfreien Großstädte bleibt München der Auswertung zufolge mit Angebotsmieten von durchschnittlich 17,54 Euro pro Quadratmeter die teuerste Großstadt Deutschlands. Es folgen Frankfurt am Main (13,52 Euro), Stuttgart (13,21 Euro), Freiburg im Breisgau (12,05 Euro), Hamburg, (11,73 Euro), Ingolstadt (11,51 Euro), Heidelberg (11,48 Euro) und Mainz (11,08 Euro).

Inzwischen liegt die Angebotsmiete in 37 Städten und Landkreisen im Schnitt bei über zehn Euro pro Quadratmeter. In den Metropolregionen München, Stuttgart und Frankfurt/Rhein-Main sind die Mieten nicht nur in den an die Städte unmittelbar angrenzenden Landkreisen überdurchschnittlich hoch, sondern auch im weiteren Umland. In den Metropolräumen Düsseldorf/Köln/Bonn und Berlin zahlen Mieter dagegen nur in den direkt an die Großstädte angrenzenden Landkreisen mehr als der Durchschnitt.

Auch in vielen ländlichen Kreisen jenseits der Metropolen legten die Mieten inserierter Wohnungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich zu. Dennoch müssen Mieter hier bei einem Wohnungswechsel weitaus weniger zahlen als in den Großstädten und deren Umland: So ließen sich Wohnungen im sächsischen Vogtlandkreis für einen Quadratmeterpreis von durchschnittlich 4,50 Euro mieten, im bayerischen Wunsiedel für 4,54 Euro und im niedersächsischen Lüchow-Dannenberg für 4,57 Euro. Im Schnitt aller ländlichen Kreise betrug die Miete einer inserierten Wohnung im ersten Halbjahr 2018 durchschnittlich 6,25 Euro pro Quadratmeter.

Zur Methode: Die vom BBSR ausgewerteten Angebotsmieten basieren auf Inseraten aus Immobilienplattformen und Internet-Angeboten von Tageszeitungen für Erst- und Wiedervermietungen von Wohnungen. Bei den berechneten Mietwerten handelt es sich um Nettokaltmieten ohne Nebenkosten für nicht-möblierte Wohnungen zwischen 40 und 130 Quadratmetern. Mieten aus bestehenden Mietverträgen werden mit dieser Quelle nicht dargestellt.

Grafik: Entwicklung der Angebotsmieten Entwicklung der Angebotsmieten in den siedlungsstrukturellen KreistypenQuelle: BBSR

Höchste Angebotsmieten in Großstädten im 1. Halbjahr 2018
StadtAngebotsmieten 1. Hj. 2018Entwicklung 1. Hj. 2017 bis 1. Hj. 2018
 in €/m²in %
München17,547,0
Frankfurt am Main13,524,4
Stuttgart13,216,2
Freiburg im Breisgau12,052,0
Hamburg11,736,4
Ingolstadt11,512,8
Heidelberg11,487,5
Mainz11,083,4
Darmstadt10,973,1
Berlin10,899,5
Regensburg10,843,8
Köln10,784,9
Rosenheim10,537,1
Düsseldorf10,443,4
Ulm10,438,1
Münster10,427,2
Wiesbaden10,403,3
Würzburg10,263,9
Offenbach am Main10,145,0
Potsdam9,991,9
Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, IDN ImmoDaten GmbH

Kontakt

Alexander Schürt
Referat II 11 - Wohnungs- und Immobilienmärkte
Tel.: +49 228 99401-2239
alexander.schuert@bbr.bund.de