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Modellvorhaben "Aktive Mobilität in städtischen Quartieren" gestartet

Aachen, Kiel, Köln und Leipzig sind als Modellvorhaben im Forschungsfeld "Aktive Mobilität in städtischen Quartieren" ausgewählt worden. Bis Mitte 2019 erproben sie, wie der Fuß- und Radverkehr gefördert und der Straßenraum als attraktives Wohnumfeld zurückgewonnen werden kann.

Läufer auf einem Fußweg, der durch den Park führt. RunningQuelle: unsplash/pixabay.com (CC0 1.0)

Insgesamt stehen dafür rund 1 Million Euro zur Verfügung. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) begleitet im Auftrag des Bundesumwelt- und Bauministeriums die Modellvorhaben und berät sie bei der Umsetzung ihrer Konzepte. Ziel ist es, die aktive Mobilität mittels einer Neuordnung des öffentlichen Raums und flankierender Maßnahmen zu fördern und deren Wirkungen zu untersuchen. Die Konzepte werden gemeinsam mit den Anwohnerinnen und Anwohnern erarbeitet und umgesetzt. Neue gemeinschaftliche Mobilitätsangebote, etwa Car-Sharing oder Pedelec-Verleihsysteme, sind ebenfalls Gegenstand der Arbeiten.

  • Im Suermondt-Viertel der Stadt Aachen ergänzen verschiedene Maßnahmen eine Premiumroute für den Fußverkehr sowie eine Radvorrangroute.
  • Die Landeshauptstadt Kiel stellt im Stadtteil Ellerbek Kinder und Jugendliche in den Fokus der Arbeiten und legt Wert auf kinderfreundliche Straßenräume.
  • Die Stadt Köln widmet in der Altstadt Süd ehemalige Parkplätze zu Multifunktionsflächen um, die den Fußgängern für Aufenthalt, Spiel und Begegnung zur Verfügung stehen.
  • Die Stadt Leipzig knüpft im Stadtteil Stötteritz an den intensiven Partizipationsprozess der Bürgerinnen und Bürger aus der Lärmaktionsplanung an.

Der Ansatz, Straßenräume zu Gunsten aktiver Mobilitätsformen – also insbesondere den Fuß- und Radverkehr – neu aufzuteilen, soll erforscht und ausprobiert werden. Das Umweltbundesamt widmet sich dem Thema "Aktive Mobilität" parallel in zwei Studien und bezieht die Modellvorhaben in ihre Analysen ein. Das Projekt ist Teil des Experimentellen Wohnungs- und Städtebaus (ExWoSt). Mit dem Programm unterstützt das Bundesbauministerium innovative Konzepte und Instrumente einer nachhaltigen und integrierten Entwicklung von Stadt- und Wohnquartieren.

Kontakt

Thomas Wehmeier
Referat I 5 - Digitale Stadt, Risikovorsorge und Verkehr
Tel.: +49 22899 401-1235
thomas.wehmeier@bbr.bund.de