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Laufende Raumbeobachtung - Raumabgrenzungen

Raumordnungsregionen

Raumordnungsregionen (ROR) sind keine Programmregionen des Bundes, sondern stellen das Beobachtungs- und Analyseraster der Bundesraumordnung dar.

Raumordnungsregionen 2017

Sie bilden den räumlichen Bezugsrahmen für

  • großräumige Analysen der raumstrukturellen Ausgangslage,
  • großräumige Analysen der raumwirksamen Bundesmittel,
  • Prognosen der großräumigen Entwicklungstendenzen,
  • Aussagen über großräumige Disparitäten im Bereich der Infrastruktur und der Erwerbsstruktur.

Die Raumordnungsregionen decken sich weitgehend mit den Oberbereichen der Länder und sind daher auch fast deckungsgleich mit den Planungsregionen der Länder. Allerdings entsprechen die von den Ländern festgelegten Planungsregionen deren Sichtweisen und Erfordernissen und sind keineswegs bundesweit vergleichbar abgegrenzt.

Grundlage sind die Planungsregionen der Länder bzw. in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen entsprechende regionale Gliederungen auf Basis von Stadt- und Landkreisen. Auf Grundlage kreisscharfer Pendlerverflechtungen der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten wurde untersucht, inwieweit diese Landesvorgaben bzw. die bestehenden Raumordnungsregionen dem Konzept landesscharfer Funktionalräume (noch) entsprechen. Schwellenwert für eine von den Planungsregionen abweichende Zuordnung der Kreise zu den Raumordnungsregionen ist ein Anteil von Pendlern aus der Region von 15% der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten.

Als Ergebnis der empirischen Analysen und der Abstimmung mit den Ländern wurde 1996 ein System von 97 Raumordnungsregionen vorgelegt, das dem Erfordernis bundesweiter Vergleichbarkeit weitgehend entspricht, die Belange der Landesplanung aufgreift und die aus diesen Vorgaben folgenden notwendigen Änderungen auf ein Minimum beschränkt. Räumliche Basiseinheiten dieser Regionen sind kreisfreie Städte und Landkreise, um den Bezug auf die entsprechende Regionalstatistik zu sichern. Nach Berücksichtigung der Kreisreformen in Sachsen (2008) und Sachsen-Anhalt (2007) verringerte sich die Zahl auf nun 96 Raumordnungsregionen. Die Kreisreform in Mecklenburg-Vorpommern 2011 hat sich nicht auf die Zahl der Raumordnungsregionen ausgewirkt.
>> Weitere Informationen zu den Kreisgebietsreformen