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Studierendenwettbewerb 2014

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Zukunftsbilder einer grünen Stadt -
Wettbewerb mit Ideenwerkstatt für Studierende und Absolventen

Grüner wird’s nicht – oder doch?

"Mehr Grün in der Stadt!" So mehrheitsfähig diese Forderung auch ist, die Anforderungen gehen im Detail doch auseinander: Ob Naturschutz-Aktivist, Hobbygärtner, Klimaforscher, Anwohner, Kommunalpolitiker, Immobilieninvestor, Großfamilie oder Seniorenpaar, jeder hat wohl ganz andere Erwartungen. Wofür genau brauchen wir das Grün in der Stadt denn überhaupt? Und wie soll es aussehen? Und überhaupt: Ist eine grüne Stadt im digitalen Zeitalter nicht irgendwie "von gestern"? Welche Zukunftsbilder einer grünen Stadt haben die Fachleute von morgen, die Studierenden und jungen Absolventen?

Weil die Ansprüche und Funktionen an das städtische Grün so vielfältig sind, waren Zugänge von den unterschiedlichsten Seiten möglich (ökologisch, landwirtschaftlich, technisch, gestalterisch, sozial,...). Es war gewünscht, mehrere Zugänge miteinander zu kombinieren und interdisziplinär zu arbeiten. Der Wettbewerb setzte ausdrücklich auf integrierte raumbezogene Visionen für eine nachhaltige Stadt.

Die "Zukunftsbilder einer grünen Stadt" sollten vermitteln, wie die grüne Stadt der Zukunft aussehen und funktionieren kann und wer an ihrer Entstehung beteiligt ist. Neben utopischen Visionen sollten die Wettbewerbsbeiträge auch aktuelle Herausforderungen und Fragestellungen der Grünentwicklung berücksichtigen und einbeziehen. Als Ausgangspunkt dienten die folgenden Themenfelder:

  • Grünplanung und "Grün am Bau" :
  • Biodiversität, Stadtnatur und Klima
  • Gesundheit und Sport
  • Umweltgerechtigkeit, Teilhabe und Integration
  • "Grün selber machen" / Urban Gardening
  • Finanzierung und Pflege
  • Wachstumsbedingungen
  • Schrumpfungsbedingungen

Wettbewerbsablauf

Am 11.12.2014 wurde vom BBSR der Nachwuchswettbewerb "Zukunftsbilder einer grünen Stadt" für Studierende und Absolventen ausgelobt. Ende Januar 2015 wurden 51 Studierende und Absolventen, deren Abschluss max. zwei Jahre zurück liegt, für eine Teilnahme am Wettbewerb ausgewählt. Sie vertraten unterschiedliche Fachrichtungen, die einen besonderen Bezug zur Grün- und Freiraumentwicklung haben. Bis Ende Februar erarbeiteten sie erste Ideenskizzen. Kern des Wettbewerbs war eine Ideenwerkstatt am 27. und 28. Februar 2015 in Berlin. Die mitgebrachten Ideen der Teilnehmenden wurden dort gemeinschaftlich diskutiert und durch die Beratung von Experten weiter qualifiziert. Im Anschluss hatten die Teilnehmenden bis zum 15. März 2015 Zeit zur weiteren Überarbeitung und Gestaltung ihrer Beiträge.

Ergebnis

Die Wettbewerbsjury tagte am 25. März 2015 und zeichnete Beiträge mit einem Preisgeld von insgesamt 2.400 Euro aus.
Jurymitglieder waren:

  • DirProf. Harald Herrmann, Direktor und Professor des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (Juryvorsitz)
  • Dr. Ingo Braune, Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
  • Prof. Dr. Hagen Eyink, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
  • Prof. Gabriele Kiefer, TU Braunschweig, Büro Kiefer Landschaftsarchitektur Berlin
  • Florian Mayer, Bundesamt für Naturschutz
  • Stefanie Mösch, Julius Kühn-Institut
  • Prof. Klaus Overmeyer, Bergische Universität Wuppertal, Studio UC

Die 28 eingegangenen Arbeiten enthielten viele gute Ideen, wie Kommunen, Unternehmen und die Zivilgesellschaft mit Grün in der Stadt umgehen sollte. Herauskristallisiert hat sich darin die Rolle der Bürgerschaft, die zukünftig eine immer wichtigere Position bei der Gestaltung und Pflege von Flächen haben wird. Die dargestellten Szenarien der Studierenden bewegten sich in einem großen Spektrum: vom innerstädtischen "Schrumpfstadtdschungel", über die "Stadt der grünen Wege" bis hin zum Bild "Wir Farmer vom Bahnhof Zoo" generierten die Wettbewerbsteilnehmer Visionen, die in direktem inhaltlichen Zusammenhang mit den im Grünbuch aufgeführten Herausforderungen stehen.

Die Preisträger wurden zu einer Preisverleihung im Rahmen des Kongresses "Grün in der Stadt" am 10. und 11. Juni 2015 nach Berlin eingeladen.

Preisverleihung auf dem Kongress Preisverleihung auf dem KongressQuelle: BMEL/Ingo Heine

Zusatzinformationen

  • Logo der Initiative Grün in der Stadt

Kontakt

Stephanie Haury
Referat I 2 - Stadtentwicklung
Tel.: +49 228 99401-2308

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