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Szenarien und Visionen zur Stadtentwicklung

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Der Wandel städtischer Lebensverhältnisse und Wirtschaftsformen wird sich fortsetzen und weiterhin intensivieren. Zukünfte werden angesichts globaler Veränderungen und technologischer Fortschritte immer unkalkulierbarer. Szenarien entwerfen Bilder möglicher Zukünfte.
Projekt: 2009

Der Wandel der Lebensverhältnisse in den Städten und Stadtregionen ist heute noch rasanter als früher. Künftige Entwicklungen werden immer unberechenbarer. Das Bild von der mittelalterlichen Stadt mit festen Mauern zum umgebenden Land wurde bereits durch eine sich in die Landschaft auflösende Stadt im suburbanen Umland abgelöst. So wie das Erscheinungsbild der Stadt in Auflösung begriffen ist, so sind auch die Funktionen und Nutzungen städtischer Räume und Strukturen starkem Veränderungsdruck ausgesetzt.

Im Nachhinein lassen sich radikale Brüche in der Stadtentwicklung an wenigen Ereignissen oder Erfindungen festmachen, wie die Erfindung der Dampfmaschine und des Automobils, des Telefons und des Fernsehens. Noch vor einer Generation konnte man sich noch nicht die Auswirkungen neuer Telekommunikationstechnologien ausmalen. Gleichartige Szenarien wären als Utopien abgetan worden. Aber Internet, Email und Mobiltelefon sind für uns inzwischen selbstverständlich. Ihre Auswirkungen auf Produktionsprozesse, Handel, Verkehr, Wohnen und Freizeitverhalten sind unübersehbar.

Traditionelle Standortfaktoren sind unbedeutsam geworden, Unternehmensentscheidungen werden im globalen Kontext getroffen und auch das Konsum- und Freizeitverhalten orientiert sich nicht länger an regionalen Angeboten. Die bisherigen Brüche durch technologische Sprünge und durch allmählichen Wandel der Lebensweisen führt zu Unsicherheiten in der Beurteilung möglicher Zukünfte städtischer Entwicklungslinien.

Szenarien nehmen mögliche Zukünfte vorweg. Szenarien sind keine Prognosen, auch sie hängen von Annahmen ab. Der Blick zurück aus der Zukunft in die heutige Gegenwart ist stets spekulativ. Die Qualität liegt aber darin, dass frühzeitig auf Fehlentwicklungen hingewiesen werden kann. Zum einen orientieren sich Szenarien an der Fortschreibung vorhandener Trends. Zum anderen müssen auch bisher unbekannte Entwicklungspfade und –sprünge unterstellt werden.

Die Auswirkungen von angenommenen Entwicklungen auf den Lebensalltag in den Städten lassen sich wirkungsvoll auch in "Geschichten" als konkrete "Utopien" inszenieren. Beispiele hierfür liefert das Forschungsfeld „Städte der Zukunft“.

Ein Beispiel für eine in Szene gesetzte nachhaltige Stadtentwicklung stellt die "Chronik einer Stadtverschlankung" (2000-2020) dar. Die Beispiele für "Szenen aus der Zukunft" illustrieren am Alltagsgeschehen mögliche Zukünfte der Stadt.