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Zwischenevaluierung des Städtebauförderungsprogramms "Kleinere Städte und Gemeinden"

Das BMUB und die Länder haben 2010 das Städtebauförderungsprogramm "Kleinere Städte und Gemeinden - überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke" gestartet. Eingebettet war das Programm in die übergeordnete "Initiative Ländliche Infrastruktur" des BMUB. Ziel war die Sicherung der Daseinsvorsorge in ländlichen Regionen, die von Bevölkerungsrückgang, Überalterung und stagnierender bis rückläufiger Wirtschaftsentwicklung geprägt sind. Nach acht Jahren Programmlaufzeit wurde nun die Zwischenevaluierung abgeschlossen.

Projektlaufzeit: Juni 2016 – Dezember 2018

Ausgangslage

Gerade in ländlichen, dünn besiedelten Räumen kommt kleineren Städten eine besondere Aufgabe zu: Sie sind die Zentren des wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Lebens. Sie erfüllen wesentliche zentralörtliche Versorgungsfunktionen, indem sie ein entsprechendes infrastrukturelles Angebot bereithalten. Die Folgen des demografischen und strukturellen Wandels gefährden allerdings die öffentliche Daseinsvorsorge zum Teil bereits heute. Hier setzt das Programm "Kleinere Städte und Gemeinden - überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke" unmittelbar an. Übergeordnetes Ziel des Programms ist es, die Städte als Ankerpunkte der Daseinsvorsorge für die Zukunft handlungsfähig zu machen und ihre zentralörtliche Versorgungsfunktion dauerhaft, bedarfsgerecht und auf hohem Niveau für die Bevölkerung der Region zu sichern bzw. zu stärken. Dies soll durch drei Leitziele umgesetzt werden:

  • Kräfte bündeln, überörtlich kooperieren,
  • Infrastruktur anpassen - Daseinsvorsorge langfristig sichern,
  • Integriert handeln, finanzieren und fördern.

Neben einer verbesserten Daseinsvorsorge will das Programm die überörtliche Zusammenarbeit auf Ebene von Ortsteilen oder selbständigen Gemeinden intensivieren. Es richtete sich nicht nur an Verwaltung und Politik, vielmehr sollen sich die Bürgerinnen und Bürger in die Gestaltung ihrer Zukunftsperspektiven einbringen und bei der Konzeption und Umsetzung der Maßnahmen mitwirken. Wesentliche Basis sind hierbei die integrierten Entwicklungskonzepte.

Ziel

Ziel der Zwischenevaluierung war es, auf Basis der Programmstrategie sowie der erzielten Erfolge und Wirkungen in den Programmkommunen die Programmumsetzung zu bewerten und den Grad der Zielerreichung einzuschätzen. Die Implementierung des Programms vor Ort, die Begleitung durch die Länder und die Prozessgestaltung in den Kommunen waren dabei von besonderer Bedeutung.

Auftragnehmer waren das IfS Institut für Stadtforschung und Strukturpolitik GmbH, Berlin und Ernst Basler und Partner GmbH, Potsdam.

Zusatzinformationen

Kontakt

Dr. Steffen Maretzke
Referat I 1 - Raumentwicklung
Tel.: +49 228 99401-2326