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Integrierte Stadtentwicklung in Stadtregionen

Projektabschlussbericht (mit Anlagenband)

Hrsg.:

BMVBS, BBSRBBSR-Online-Publikation37/2009Dezember 2009

Ansätze Integrierter Stadtentwicklung gewinnen nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen anderen EU-Mitgliedstaaten an Bedeutung. Die Vorliegende Veröffentlichung ist eine Darstellung der Untersuchungsergebnisse zu den Fragen, was in deutschen Kommunen unter "integrierter" Entwicklung generell verstanden wird, welchen Verbreitungsgrad kommunale Ansätze einer integrierten Entwicklung in Stadtregionen haben und inwieweit in diesen Konzepten regionale Aspekte berücksichtigt werden. Im Zentrum der Untersuchung stand eine schriftliche Befragung aller Kommunen mit mehr als 20.000 Einwohner/innen sowie auch kleinerer Gemeinden, in denen die integrativ angelegten Bund-Länder-Programme Soziale Stadt bzw. Stadtumbau Ost oder West umgesetzt werden.

Die Ergebnisse der Untersuchung bestätigen, dass heutige Ansätze - im Gegensatz zu Integrierter Stadtentwicklungsplanung (STEP) der 1960er und 1970er Jahre - oftmals wesentlich projekt- bzw. umsetzungsorientierter sind. Außerdem haben heutige Ansätze je nach Anlass oder Ziel eine gesamtstädtische und/oder teilräumliche Ausrichtung und verfolgen eher sektorale Ziele in einem integrativen Umfeld und zeigen eine Vielfalt unterschiedlicher "Governance"-Formen auf. Es besteht Einigkeit darüber, dass eine Ressort- und Ämterübergreifende Zusammenarbeit wesentliches Element einer integrierten Stadtentwicklung ist.

Als genereller Trend zeigt sich, dass vor allem integrierte Stadtentwicklungskonzepte und Leitbilder auf der gesamtstädtischen Ebene sowie Integrierte Entwicklungskonzepte der Sozialen Stadt und des Stadtumbaus West oder Ost auf teilräumlicher bzw. Quartiersebene dominieren. Bei den Anlässen für die Erstellung von integrierten Konzepten und Planungen können zwei Bereiche unterschieden werden: Endogene Anlässe, die sich aus der Problemstellung vor Ort ergeben, und denen man mit Hilfe eines integrierten Handlungsansatzes begegnen will, sowie exogene Anlässe in Form von Förderprogrammen bzw. -richtlinien. Wie die Untersuchung zeigt, tragen Förderprogramme entscheidend dazu bei, dass überhaupt integriert gehandelt wird und Aspekte wie ressortübergreifende Kooperation oder auch Beteiligung von Akteuren außerhalb von Politik und Verwaltung ("Urban Governance") berücksichtigt werden.

Diese Online-Publikation besteht aus zwei Bänden: der eigentlichen Studie sowie dem Anlagenband. In der Anlage wird der methodische Ansatz der Untersuchung dargestellt.

Bearbeitung:
Deutsches Institut für Urbanistik (Difu)
Thomas Franke, Franciska Frölich-von Bodelschwingh, Wolf-Christian Strauss, Lars Wagenknecht, Ulrich Dilger

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)
Dr. Brigitte Adam brigitte.adam@bbr.bund.de

  • ISSN1868-0097
  • urn:nbn:de:0093-ON3709R123


Anlagenband
urn:nbn:de:0093-ON37A09R123


Inhalt

Kurzfassung / Summary

  1. Zum ExWoSt-Forschungsvorhaben "Integrierte Stadtentwicklung in Stadtregionen" und zum vorliegenden Untersuchungsbericht
  2. Integrierte Stadtentwicklung gestern und heute
    2.1 Ende der 1960er sowie 1970er Jahre: Beginn und erste Hochphase der (integrierten) Stadtentwicklung
    2.2 Mitte der 1970er bis 1980er Jahre: das - vorläufige - Ende (integrierter) Stadtentwicklung
    2.3 1990er Jahre bis heute: Renaissance Integrierter Konzepte
  3. Zentrale Fragestellungen, Untersuchungsansatz und eingesetzte Methoden
    3.1 Schriftliche Umfrage
    3.2 Qualitative Konzeptanalyse
    3.3 Vertiefende Untersuchungen in Fallbeispielregionen
  4. Elemente und Ausprägungen integrierter Stadtentwicklung
    4.1 Bedeutung der Elemente "des" Integrierten in der Praxis
    4.2 Ein "flexibler" Definitionsansatz für integrierte Stadtentwicklung
  5. Zum Stand der Umsetzung integrierter Stadtentwicklung in deutschen Kommunen
    5.1 Vielfalt integrierter Konzepte und Planungen
    5.2 Berücksichtigung unterschiedlicher thematischer Handlungsfelder
    5.3 Einbeziehung verschiedener Verwaltungsbereiche
    5.4 Beteiligung von Akteuren außerhalb von Politik und Verwaltung
    5.5 Steuerung und Mittelbündelung
    5.6 Räumliche Bezugsebenen und Berücksichtigung regionaler Aspekte
  6. Bedeutung der LEIPZIG CHARTA für integriertes Handeln in deutschen Kommunen
  7. Ein Blick in europäische Nachbarländer: Integriertes kommunales Handeln und die Bedeutung regionaler Zusammenhänge in Dänemark, den Niederlanden und der Schweiz
    7.1 Dänemark
    7.2 Niederlande
    7.3 Schweiz
  8. Zusammenfassung/Schlussfolgerungen
  9. Handlungsempfehlungen

Literatur
Liste der Workshopteilnehmer/innen und Interviewpartner/innen


Die Veröffentlichung ist ein Ergebnis der ExWoSt-Studie "Integrierte Stadtentwicklung in Stadtregionen".
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