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Kostengünstiges Bauen durch Vereinheitlichung und Deregulierung des Bauordnungsrechts

Hrsg.:

BBSRBBSR-Online-Publikation27/2017Dezember 2017

Nach Prognosen des BBSR wird für Deutschland bis 2020 mit einem Bedarf von jährlich 350.000 neu geschaffenen Wohnungen gerechnet. Erklärtes Ziel des BMUB ist es angesichts dieser Herausforderung, Maßnahmen für eine bedarfsgerechte Deckung der Wohnungsnachfrage zu entwickeln und umzusetzen.

Besonderes Gewicht haben in diesem Zusammenhang Maßnahmen zur Eindämmung bzw. Senkung der Planungs- und Baukosten, die nicht zuletzt auch durch das Bauordnungsrecht und damit durch die Landesbauordnungen und die auf ihrer Grundlage erlassenen Vorschriften determiniert werden. Zwar orientieren sich die Bauordnungen der Bundesländer an der von der Bauministerkonferenz der Länder beschlossenen Musterbauordnung; sie weisen im Einzelnen gleichwohl Besonderheiten und Abweichungen von dem gemeinsamen Regelungsmuster auf, und zwar sowohl bei den materiell-rechtlichen Anforderungen als auch im Verfahrensrecht hinsichtlich der Art und Ausgestaltung behördlicher Verfahren und des Umgangs mit bautechnischen Nachweisen.

Vor diesem Hintergrund wurden im Rahmen eines Forschungsprojekts Potenziale zur Förderung kostengünstigen Bauens untersucht, die sich durch eine Vereinheitlichung und Deregulierung des Bauordnungsrechts erreichen lassen. Dabei wurden die kostenrelevanten Regelungen der 16 Landesbauordnungen untereinander und gegenüber der Musterbauordnung verglichen und Empfehlungen für ländereinheitliche Regelungsstandards erarbeitet. Ferner wurde der Frage nachgegangen, ob und ggf. wie die Verwendung seriell oder modular gefertigter Bauten/Bauelemente im Verfahrensrecht erleichtert oder unterstützt werden kann.


Wissenschaftliche Begleitung
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)
Referat B I 4 – Gebäudebezogenes Baurecht, Bauordnungsrecht,
Recht der Energieeinsparung in Gebäuden, Lärmschutz im Gebäudebereich
Dr. Jürgen Stock

Auftragnehmer
TU Berlin, Fachgebiet Bauwirtschaft und Baubetrieb
Prof. Dr.-Ing. Matthias Sundermeier, Andreas Hartmann, Philipp Beidersandwisch

  • ISSN1868-0097
  • urn:nbn:de:101:1-2018010510440


Inhalt

Kurzfassung

  1. Ausgangssituation und Aufgabenstellung
    1.1 Ausgangssituation
    1.2 Aufgabenstellung
  2. Methodisches Vorgehen
    2.1 Arbeitsschritte
    2.2 Aufbau der Einzelbetrachtungen
    2.3 Untersuchte Bereiche
    2.4 Verwendung von Referenzdaten
  3. Potenzialanalyse bauordnungsrechtlicher Regelungskreise
    3.1 Abstandsflächen und Abstände
    3.2 Brandschutz
    3.3 Stellplatzpflicht
    3.4 Raumhöhe
    3.5 Barrierefreies Bauen
    3.6 Serielles und Modulares Bauen
    3.7 Ausbau von Dachgeschossen
    3.8 Aufstockungen
  4. Verfahrensrechtliche Regelungsbereiche
    4.1 Kenntnisgabe-/Bauanzeigeverfahren/ Genehmigungsfreistellung
    4.2 Vereinfachtes Baugenehmigungsverfahren
    4.3 Bautechnische Nachweise
  5. Kernempfehlungen – Fazit
    5.1 Abstandsregelungen
    5.2 Brandschutz
    5.3 Stellplatzpflicht
    5.4 Raumhöhen
    5.5 Barrierefreies Bauen
    5.6 Serielles und Modulares Bauen
    5.7 Ausbau von Dachgeschossen
    5.8 Aufstockungen
    5.9 Verfahrensrechtliche Empfehlungen
  6. Quellen



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