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Kommunale Wohnungsbestände aus verschiedenen Perspektiven

IzR 12.2011, Hrsg.: BBSR im BBR

Andrej Holm
Wohnungsprivatisierung in Europa. Strategien, Verfahren und Auswirkungen in Großbritannien, Polen und den Niederlanden

Ausgehend von der umfangreichen Privatisierung öffentlicher Wohnungsbestände seit Ende der 1990er Jahre wurde in Stadtverwaltungen, der Wohnungswirtschaft und in der Wissenschaft engagiert über die möglichen Folgen für die soziale Wohnungsversorgung und die sozialräumlichen Strukturen gestritten. Ein internationaler Vergleich verdeutlicht dabei eine Sonderstellung der in Deutschland dominierenden Privatisierung im Rahmen von En-bloc-Verkäufen an institutionelle Anleger. Trotz aller Unterschiede lohnt sich ein Blick auf die Erfahrungen in anderen Ländern. Mit Beispielen zu London, Warschau und Amsterdam diskutiert dieser Beitrag drei sehr verschiedene Privatisierungspraktiken und will zu einem tieferen Verständnis von Privatisierungslogiken im Wohnungssektor beitragen. Im Vordergrund steht dabei weniger die Suche nach einer besseren Privatisierungsstrategie als vielmehr das Ausleuchten von den sehr verschiedenen Problemlagen unterschiedlicher Privatisierungsformen. Die drei Fallstudien zeigen sehr verschiedene Verfahren und Verlaufsformen und verweisen auf unterschiedliche Effekte für die Wohnungsversorgung und die Stadtentwicklung. Die Beispiele zeigen darüber hinaus: Wohnungsprivatisierung ist nicht nur das Ergebnis von stadtpolitischen Veränderungen, sondern bringt vor allem neue Herausforderungen für die Stadtpolitik hervor.