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Kommunale Wohnungsbestände aus verschiedenen Perspektiven

IzR 12.2011, Hrsg.: BBSR im BBR

Wolfgang Jaedicke, Jürgen Veser
Strategien der Kommunen im Umgang mit ihren kommunalen Wohnungsbeständen

Kommunale Wohnungsbestände haben in Deutschland eine lange Tradition. Der Beitrag befasst sich mit Umfang und Struktur dieser Bestände, ihrer Funktion für die Kommunen sowie mit den Strategien, die die Kommunen mit ihren Wohnungsunternehmen und Wohnungen verfolgen. Grundlagen sind eine schriftliche Befragung von 1 400 Städten, Gemeinden und Landkreisen sowie Fallstudien in zehn Kommunen.

Ende 2009 existieren in Deutschland ca. 2,8 Mio. kommunale Wohnungen, von denen 2,66 Mio. auf Wohnungsunternehmen mit kommunaler Beteiligung und 0,14 Mio. auf Wohnungen in unmittelbarem Eigentum der Kommunen entfallen. Die große Mehrzahl der Kommunen, die über Wohnungsbestände in relevanter Größenordnung verfügen, misst diesen eine große Bedeutung für die Verfolgung der kommunalen Ziele und die Erfüllung der kommunalen Aufgaben bei. Im Zentrum stehen hierbei Aufgaben der sozialen Wohnungsversorgung. Der Verkauf von Wohnungsbeständen und Beteiligungen an Wohnungsunternehmen, der auch in der Vergangenheit nur eine Minderheit von Kommunen betraf, hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung verloren.