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Sprechen wir über Risiko?!

IzR 4/2019
Hrsg.: BBSR

Inhalt

Download der Einzelbeiträge:
Peter Jakubowski,
Thomas Pütz

Wie gehen wir mit Risiken um?
Einführung

Welchen Risiken ist unsere Gesellschaft ausgesetzt? Wie sorgt der Staat vor? Und welche Rolle spielt die Raumordnung?

Alexander Esser,
Oliver Schmitt

Die Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz BUND

Das Dürrejahr 2018 brachte Ernteausfälle, Waldbrände und niedrige Pegelstände der Flüsse und Talsperren mit sich. Lokal gab es sogar Einschränkungen der Trinkwasserversorgung. Die vorausschauende und systematische Betrachtung von schadenbringenden Ereignissen und ihren potenziellen Auswirkungen ist eine wichtige Grundlage für Vorsorgeplanungen.

Peter Jakubowski,
Thomas Pütz,
Bernd Buthe

Verkehrliche Effekte innerhalb der Risikoanalyse BUND

Die Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz soll helfen, potenzielle Auswirkungen von Schadensereignissen auf die Bevölkerung und die Gesellschaft umfassend und systematisch zu betrachten. Auf dieser Grundlage können gezielt Vorsorgeplanungen getroffen werden.

Gerhard Brüggemann,
Matthias Hamann,
Rainer Ueth

Berechnung des Mindestbedarfs für den Katastrophenschutzdienst in Schleswig-Holstein

Die unteren Katastrophenschutzbehörden untersuchen, welche Katastrophen in ihrem Bezirk drohen können. Doch wie lassen sich die Risiken einheitlich erfassen und welche Schlüsse lassen sich daraus für den Ressourcenbedarf ziehen? Eine neue Berechnungsmethode soll helfen, vorhandene Ressourcen für den Katastrophenschutz besser zu erfassen, Defizite schneller zu erkennen sowie Einsatzmittel und Personal sinnvoll zu steuern.

Was heißt hier eigentlich kritisch?
Auszüge aus einem Interview mit Nick Wenger

Wie geht die Schweiz mit dem Thema kritische Infrastrukturen um? Und welche Rolle spielen dabei das dortige Bundesamt für Bevölkerungsschutz und seine SKI-Strategie?

Hanna Christine Schmitt

Systemisches Kaskadenpotenzial von KRITIS-Teilsektoren

Kritische Infrastrukturen (KRITIS) sind die Hauptschlagadern moderner Gesellschaften. Sie liefern Strom und Wasser, ermöglichen den Transport von Gütern und Informationen und sorgen in ihrem Zusammenwirken für ein funktionierendes Gemeinwesen. Dieser Beitrag stellt einen ersten Ansatz vor, wie sich die Komplexität des Gesamtsystems greifbar machen lässt, nämlich durch die Operationalisierung des "systemischen Kaskadenpotenzials".

Stefan Greiving

Analyse- und Bewertungskonzepte für Risiken im Vergleich

Wie kann eine Evidenzgrundlage für Planungsentscheidungen getroffen werden, wenn die Entwicklungen noch ungewiss sind? Dieser Beitrag vergleicht verschiedene Bewertungskonzepte.

Sascha Saad,
Andrea Maria Hartz

Risikokommunikation in der Raumplanung
Ein Handlungsfeld zwischen bewährtem Alltagshandeln und notwendiger Professionalisierung

Risikokommunikation in der räumlichen Planung ist Alltagshandeln. Dennoch: Je komplexer und präsenter Risiken und ihre Bewältigung sind, desto weniger lässt sie sich einfach nebenher erledigen. Risikokommunikation braucht Profis, auch in der räumlichen Planung.

Holger Sauter,
Jörn Birkmann,
Julia Schiller,
Silvia Weidenbacher

Risikoanalysen und Risikovorsorge im regionalen Kontext
Das Beispiel der Region Stuttgart

Welche Blickwinkel braucht die räumliche Risikovorsorge im Kontext von Natur- und Technikgefahren auf regionaler Ebene?

Madeleine Kirstein,
Christina Gollmann,
Stefan Greiving

Vom klassischen Hochwasserschutz zum Hochwasserrisikomanagement
Ein langer Weg

Der vorliegende Beitrag zeigt am Beispiel der Hochwasservorsorge, wie wichtig ein integrierter Ansatz zur Risikovorsorge ist. Dabei wird die Rolle der Raumplanung im Themenfeld des Risikomanagements beleuchtet und die Regionalplanung als zentrales Element für den Umgang mit Risiken identifiziert.

Susanne Mayer,
Michael Korn,
Andreas Leupold

Klimainduzierte Risiken für die Straßenverkehrsinfrastruktur
Analyse und Bewertung

Die RIVA-Methodik, ihre exemplarische Anwendung und die Entwicklung einer GIS-basierten Anwenderlösung

Alexander Fekete et al.

Kooperation im Krisen- und Risikomanagement
Aspekte der Resilienz und Mindestversorgung

Naturereignisse, Cyber-Angriffe, technisches oder menschliches Versagen können zu Ausfällen einer oder mehrerer Kritischer Infrastrukturen führen. Welche Folgen hat das für die Gesellschaft und wie kann die Bevölkerung vor möglichen Ausfällen geschützt werden? Diese Frage treibt Städte und Gemeinden um. Gemeinsam entwickeln unterschiedliche Akteure aus Forschung und Praxis Strategien, damit aus einem Notfall keine Katastrophe wird.

Benni Thiebes,
Jaqueline Hemmers

Steigerung der gesellschaftlichen Resilienz
Beiträge des Deutschen Komitees Katastrophenvorsorge

Mit dem Sendai-Rahmenwerk für Katastrophenvorsorg 2015–2030 etablierte sich das Resilienzkonzept als Leitmotiv nationaler und internationaler Anstrengungen zur Katastrophenvorsorge. Daneben ist Resilienz auch essenzieller Bestandteil anderer internationaler Rahmenwerke. Inwiefern sich die darin formulierten Ziele erreichen lassen, hängt maßgeblich von einer gemeinsamen und kohärenten Umsetzung der einzelnen Rahmenwerke ab. Das Deutsche Komitee Katastrophenvorsorge (DKKV) ist als breit aufgestellte Plattform und als Bindeglied zwischen Akteuren aus Wissenschaft, Praxis und Administration in der nationalen und internationalen Katastrophenvorsorge bereits seit 1990 aktiv. Mit seinen Aktivitäten zielt es auf eine Steigerung der gesellschaftlichen Resilienz ab.