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Barrierefrei und inklusiv planen

IzR 5/2019
Hrsg.: BBSR

Inhalt
Rachel Barthel

Sinnvoll und kostensparend barrierefrei bauen

Barrierefreies Bauen wird oft als lästiges – und überflüssiges – Extra bewertet. Behindertentoiletten werden denn auch häufig als Abstellkammern und Putzräume zweckentfremdet. Die Autorin wirft in diesem Beitrag einen kritischen Blick auf die Diskrepanz zwischen rechtlichen Vorgaben (Diskriminierungsverbot), gesellschaftlichem Konsens (Recht auf Teilhabe), demografischer Notwendigkeit einerseits – und baulicher Zurückhaltung andererseits.

Im Gespräch mit Jürgen Dusel

Perspektivwechsel: Antworten auf Fragen zum inklusiven Planen

Jürgen Dusel erläutert im Gespräch mit der IzR-Redaktion, warum barrierefreies Bauen gut für alle ist, wie sich inklusives Planen fördern lässt und welche Rolle Partizipation dabei spielt.

Im Gespräch mit Maria Lüttringhaus

Perspektivwechsel: Planen aus der Sozialraumorientierung

Im Interview mit der IzR-Redaktion erklärt Maria Lüttringhaus, warum sich barrierefreie Planung von Gebäude, Quartier und Stadt am Sozialraum orientieren sollte.

Caroline Günther

Emotionale Räume

Es genügt nicht, Gebäude und Räume lediglich unter Berücksichtigung der architektonischen Qualitäten zu planen. Eine weitere entscheidende Dimension prägt das individuelle Raumverständnis auf eine bisher noch nicht berücksichtigte Weise. Dieser Beitrag zeigt eine andere Lesart von Raum auf und schlägt eine neue Herangehensweise im Entwurfsprozess vor. Dem zugrunde liegt ein Entwurfskonzept, das den Menschen mit allen Bedürfnissen ins Zentrum stellt.

Beth Tauke

The Evolution of Universal Design

In the past most Universal Design definitions have largely focused their attention on those with physical disabilities. However, in the last decade, Universal Design has evolved into an approach that focuses on social justice, equality of opportunity, and personal empowerment.

Signe Stein

Barrierefreier öffentlicher Raum – Park und Grünanlagen

Öffentliche Park- und Grünanlagen erfüllen eine wichtige Funktion als Orte der Erholung. Bei der Gestaltung sind die Interessen und Anforderungen der einzelnen Nutzergruppen zu berücksichtigen. Das erfordert eine genaue Analyse von Umgebung, Bevölkerungsstruktur und Entwicklung.

Simone Bosch-Lewandowski,
Rotraut Weeber

Soziale Mischung im Neubau – barrierefrei und inklusiv

Soziale Mischung muss in baulicher Vielfalt angelegt werden. Zur Vielfalt trägt bei, in Neubauquartiere auch Wohnformen für Menschen mit Assistenz- und Pflegebedarf und andere Formen gemeinschaftlichen Wohnens zu integrieren. Dies ist für die Interessenten eine willkommene Alternative und wird immer selbstverständlicher.

Meinhard Zistel

Ziel 2022: Vollständige Barrierefreiheit im ÖPNV
Umsetzung, Finanzierung und Grenzen

Bis der ÖPNV vollständig barrierefrei ist, muss noch viel passieren. Erst wenn bauliche und betriebliche Komponenten zusammenwirken, entsteht ein barrierefreies Gesamtsystem. Da sich nicht immer alle Anforderungen an die Barriere freiheit erfüllen lassen, sind in den kommunalen Nahverkehrsplänen die realisierbaren Maßnahmen zu vereinbaren. Nur so kommen wir dem Ziel einer „vollständigen“ Barrierefreiheit bis zum Jahr 2022 möglichst nahe. Hierfür braucht es insbesondere zusätzliche finanzielle Mittel und Förderprogramme auf Landesebene.

Klaus Friedrich, Florian Ringel

Wohnverhältnisse und residentielle Mobilität im Alter

Der Beitrag geht auf charakteristische Grundzüge der Wohnverhältnisse älterer Menschen und die raumzeitlichen Ausprägungen ihrer Binnenwanderungsmuster ein. Inwieweit beeinflussen Beeinträchtigungen und Belastungen in der Wohnung und im Wohnumfeld das Standortverhalten der älteren Generation?

Erika Mühlthaler

Ready für die Praxis
Anmerkungen zur Flexibilisierung der Planungsgrundlagen für den barrierefreien Wohnungsbau

Bauforschung von Architekten für Architekten ist weniger theoretisch als problemorientiert und zukunftsoffen. Sie vertraut auf das kreative Innovationspotenzial von Ermessensspielräumen.