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Neue Arbeitswelten – Wie wir in Zukunft arbeiten

IzR 6/2019
Hrsg.: BBSR

Inhalt
Dieter Läpple

Neue Arbeitswelten – eine Einführung

Wie lassen sich unsere Arbeitswelten in Zeiten der Digitalisierung so gestalten, dass sie einer kosmopolitischen Stadtgesellschaft Integrations- und Aufstiegsperspektiven bieten und den ökologischen Fußabdruck der Stadt verringern?

Karten: Erwerbstätige, Arbeitsvolumen

Christian Schneemann,
Gerd Zika

Jobkiller und Jobcreator

Welchen Einfluss hat die Digitalisierung auf unseren Arbeitsmarkt und die Wirtschaft?

Harald Trapp

Gig-Raum und Projekt-Raum

Viel ist in letzter Zeit die Rede von den Vor- und Nachteilen der Digitalisierung. Aber was für einen Raum produzieren die neuen Arbeitsformen auf Basis der digitalen Entwicklungen? Wie entwickelt sich beispielsweise das, was herkömmlich noch "Arbeitsplatz" heißt?

Stefan Stuth

Führt Elternschaft in prekäre Beschäftigung?

Was passiert mit Erwerbstätigen, die wegen der Kinderbetreuung nicht im gewünschten Umfang erwerbstätig sein können? Der Autor wirft in diesem Beitrag einen Blick auf die Betreuungslücke für Kleinkinder und ihre Folgen für die Beschäftigungsverhältnisse von Müttern und Vätern. Er zeigt, dass mit steigender Kinderzahl das Risiko der prekären Beschäftigung steigt – vor allem für Mütter in den alten Bundesländern, wo die Ganztagsbetreuung schwach ausgebaut ist.

Karten: Minijobber (ausschließlich geringfügig Beschäftigte), Minijob als Nebenerwerb

Gabriele Volz,
Andreas Wende

Flexibilisierung der Arbeit
Die Büroimmobilie vor dem Aus?

Technologie macht's möglich: Homeoffice, Arbeiten von unterwegs oder aber – ganz klassisch – im Büro. Je nach Bedarf. Der Strukturwandel verändert die Art und Weise des Arbeitens zunehmend. Das Wohlbefinden der Belegschaft ist dabei zum Geschäftsmodell geworden – die Bürofläche vom analogen Kostenblock zum technologisierten Innovationstreiber avanciert. Die Verfügbarkeit flexibler Flächen und attraktiver Standorte ist aber auch ein zentraler Aspekt im War for Talents. Sie hat das Potenzial, über den Erfolg ganzer Volkswirtschaften zu entscheiden. Immerhin bieten Staat und Wirtschaft rund zwei Drittel aller Beschäftigten einen Büroarbeitsplatz. Während sie andere Berufsbilder weniger stark verändert, trifft die Flexibilisierung der Arbeit insbesondere die Bürobeschäftigten.

Im Gespräch mit Stefanie Fischer

"Wir müssen uns verändern"
Die Rolle von Changemanagement bei der Entwicklung von neuen Arbeitswelten

Stephanie Haury für die IzR im Gespräch mit Stefanie Fischer von der strategischen Unternehmensberatung M.O.O.CON

Ulrich Bähr

Kaufmann, Kita, Coworking
Die Zukunft guter Arbeit liegt auf dem Land

Viele Deutsche leben auf dem Land und pendeln von dort täglich zur Arbeit – das kostet Zeit, Benzin und Nerven. Coworking-Spaces auf dem Land könnten die Pendelei eindämmen und viele ländliche Regionen wiederbeleben.

Constanze Zöllter,
Stefanie Rößler,
Robert Knippschild

Mittelstädte als Standorte der Kultur- und Kreativwirtschaft
Erkenntnisse aus einem Experiment zum probeweisen Wohnen und Arbeiten in Görlitz

Erschwinglicher Wohnraum, alternative Schaffensorte, niedrigschwellige Akteursnetzwerke, Nähe und kreative Freiräume scheinen Mittelstädte zu alternativen Standorten für zunehmend überlaufene Großstädte zu machen. Das gilt vor allem für Menschen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft. Das Experiment "Stadt auf Probe – Wohnen und Arbeiten in Görlitz" zeigt, inwiefern Mittelstädte diese Erwartungen erfüllen.

Paola Branduini

Will Urban Agriculture rescue the current cities?

Urban Agriculture gives new work opportunities, selected by citizens frustrated by stressed and indoor jobs. But what exactly is Urban Agriculture that everybody is talking about?

Martin Gornig,
Ramona Voshage

Reurbanisierung der Industrie
Neue Chance für die Stadt?

Mit der Digitalisierung steht die Industrie vor einem großen Umbruch, der auch die räumlichen Standortmuster verändert. Um Hinweise auf die Richtung der Strukturveränderungen zu gewinnen, analysieren die Autoren das industrielle Gründungsgeschehen. Spitzenreiter sind dabei großstädtische Regionen.

Bernd Breuer

Neue Nutzungen an etablierten Produktions- und Arbeitsorten

Nicht jede Produktion ist still und sauber. Wo es lärmt und staubt, haben sich homogene Gewerbegebiete etabliert. Zugleich bieten die konventionellen Produktionsstandorte viele Möglichkeiten für neue Nutzungen.

Christoph Klanten,
Gisela Schmitt

Urbane Produktion im Fokus integrierter Stadtentwicklung

Nachdem Produktionsbetriebe in Deutschland über mehrere Jahrzehnte hinweg überwiegend in suburbane Räume ausgelagert wurden, erscheint gegenwärtig die Reintegration der Produktion in innerstädtische Lagen wieder möglich und wünschenswert. Angesichts neuer Technologien und individualisierter Nachfragepräferenzen gewinnt der städtische Raum als Ort der Produktion und Verteilung von Gütern an Attraktivität.