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Kreise der Wohnungs- und Immobilienmarktbeobachtung

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Für die Wohnungs- und Immobilienmarktbeobachtung wurde die administrative Gliederung der Kreise z.T. modifiziert, um eine aus Sicht der Marktbeobachtung schlüssige Differenzierung zwischen Stadt, Umland und Peripherie zu erhalten.

Die Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte ist eine gängige räumliche Bezugsgröße zur Darstellung bundesweiter Indikatoren der Raum- und Wohnungsmarktentwicklung. Hierfür liegt eine große Anzahl an flächendeckend verfügbaren und zeitreihenfähigen Daten vor. Allerdings weisen einige Stadtregionen für die Marktbeobachtung von Stadt-Umland-Strukturen ungünstige Kreiszuschnitte auf. Die Brandenburgischen Umlandkreise von Berlin haben radial eine besonders große Ausdehnung, die weit über den eigentlichen suburbanen Raum hinausgeht. So sind in diesen Kreisen sehr heterogene Gemeinden zusammengefasst, die sich etwa durch ihre Lage und Beziehung zur Metropole Berlin unterscheiden oder einen eher städtische bzw. ländlichen Charakter aufweisen. Folglich ist die Wohnungsmarktkonstellation in den Umlandkreisen intern sehr verschieden. In Hannover erschwert die Fusion der Stadt Hannover mit dem früheren Umlandkreis Hannover entsprechende intraregional differenzierte Aussagen.

Daher wurde anlässlich des BBR-Berichtes "Wohnungs- und Immobilienmärkte in Deutschland 2006" (siehe "Veröffentlichungen") das Analyseraster der Kreise modifiziert. Die Region Hannover wurde zu Analysezwecken in Anlehnung an den Kreisgebietsstand bis 31.12.2000 wieder in die Landeshauptstadt und den vormaligen Landkreis Hannover aufgeteilt. Die Umlandkreise von Berlin wurden in Anlehnung an die bisherige Gliederung der Landesplanung von Brandenburg jeweils in einen engeren Verflechtungsraum und einen äußeren Entwicklungsraum unterteilt.

Der Vergleich dieses modifizierten Kreisrasters ("WIM-Kreise") mit der "klassischen" Kreiszuordnung zeigt am Beispiel der Bautätigkeit in Brandenburg sehr offensichtlich die unterschiedlichen Ausprägungen der verwendeten analytischen Zuordnung. Die Bautätigkeit konzentriert sich vor allem auf das nähere Umland von Berlin (siehe rechte Karte). Sie erreicht dort ein so hohes Niveau, dass selbst im Aggregat einer kreisweiten Darstellung große Teile Brandenburgs überzeichnet wirken (siehe linke Karte). Diese Darstellungsform vermittelt den Eindruck einer großflächig ausgeprägten Bautätigkeit. Die Gemeinden des engeren Verflechtungsraumes wurden der siedlungsstrukturellen Kreiskategorie Umlandkreise, die des äußeren Entwicklungsraumes weiterhin den ländlichen Kreisen zugeordnet.

Die beiden Kartenausschnitte verdeutlichen den Unterschied zwischen einer klassischen Kreiszuordnung und des modifizierten Kreisrasters beispielhaft an der Bautätigkeit 2003 bis 2005 in Brandenburg.

Zusatzinformationen

Kontakt

Alexander Schürt
Referat II 11 - Wohnungs- und Immobilienmärkte
Tel.: +49 228 99401-2239
Matthias Waltersbacher
Referat II 11 - Wohnungs- und Immobilienmärkte
Tel.: +49 228 99401-2610