Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Forschungsprojekt Flächenbedarfe und kulturlandschaftliche Auswirkungen regenerativer Energien am Beispiel der Region Uckermark-Barnim

Projektsteckbrief

  • Status Abgeschlossen
  • Laufzeit August 2005–März 2006
  • Programm Aufbau Ost

Das im Rahmen des Forschungsprogramms Aufbau Ost durchgeführte Vorhaben hatte zum Ziel, eine methodische Konzeption zur Ableitung von Flächenbedarfen erneuerbarer Energien vor dem Hintergrund der Schutz- und Gestaltungsansprüche der Kulturlandschaft zu entwickeln. Beispielraum war die Region Uckermark-Barnim im Nordosten Brandenburgs.
Projektlaufzeit: August 2005 - März 2006

Seit einigen Jahren kommt dem Ausbau erneuerbarer Energien eine besondere Rolle zu. Dies zeigt sich zum einen an den Zielwerten auf internationaler und nationaler Ebene und zum anderen an der aktuellen Entwicklung. Mit dem Anbau von Biomasse und der Errichtung von Anlagen zur Nutzung von Solarenergie, Windkraft, Geothermie oder Wasserkraft sind allerdings auch Flächenanforderungen verbunden, die teilweise in Konkurrenz zu den gegenwärtigen Nutzungsformen der Kulturlandschaft treten und über deren Flächen- und Raumansprüche es derzeit noch keine Erhebungen und Prognosen gibt. Es wird deutlich, dass auch die regenerativen Energieträger unerwünschte Umweltauswirkungen aufweisen und zu Akzeptanzkonflikten in der Bevölkerung führen können. Dies wurde in Deutschland besonders deutlich beim forcierten Ausbau der Windenergienutzung.

Die enormen Chancen eines regenerativen Energiesystems dürfen allerdings nicht isoliert betrachtet werden; gleichzeitig ergeben sich Risiken für historisch gewachsene Kulturlandschaften und Auswirkungen auf konkurrierende Raumnutzungen. Viele regionaltypische kulturhistorische Landschaftselemente sind durch eine Globalisierung der Bau- und Wirtschaftsformen hochgradig gefährdet und gefährden die Entwicklung der Kulturlandschaft. Auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene finden sich bereits Ansätze für dieses neue Verständnis der Kulturlandschaftsentwicklung. 

Die Anforderungen an einen pro-aktiven, alle Akteure einbeziehenden Prozess der Kulturlandschaftsentwicklung ergeben sich unter anderem aus dem Europäischen Raumordnungskonzept (EUREK 1999) ebenso wie aus dem novellierten Raumordnungsgesetz des Bundes (ROG 1997). Entsprechend dem Paradigmenwechsel einer aktivierenden Raumordnung kommt auf die Regionalplanung hierbei die neue Aufgabe zu, den Prozess der Leitbilddiskussion als Moderator zu begleiten und die unterschiedlichen Raumansprüche zu koordinieren.

Bei der Durchführung des Projektes wurde das BBR unterstützt von Bosch & Partner GmbH, Hannover, der Fachhochschule Eberswalde, dem Institut für Energetik und Umwelt gGmbH, Leipzig, sowie RA Bohl & Coll., Würzburg.

Endbericht

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