Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Forschungsprojekt: Kostengünstiger qualitätsbewusster Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern in prosperierenden Regionen

Konzept

Forschungsansatz

In den Modellvorhaben standen Strategien im Vordergrund der Betrachtung, die für die Bewältigung der spezifischen Herausforderungen in Kernstädten und der zukünftigen Veränderungen des Wohnungsmarktes von besonderer Relevanz sind. Insbesondere vor dem Hintergrund der Diskussionen zur Reduzierung der Inanspruchnahme neuer Bauflächen war es Ziel im Rahmen dieses Forschungsfeldes, ansprechende und nachgefragte Wohnformen im Segment von Ein- und Zweifamilienhäusern im Rahmen von Innenentwicklung, Arrondierung, Baulückenschlüssen und Nachverdichtung kostengünstig und qualitätsbewusst zu planen bzw. zu realisieren.

Das Forschungsfeld möchte mit folgenden Ansätzen einen Beitrag zur nachhaltigen Wohnraumversorgung und zu zukunftsfähigen Stadt- und Raumstrukturen leisten:

  • Steigerung der Attraktivität der Kernstädte für die Eigentumsbildung im Bereich von Ein- und Zweifamilienhäusern
  • Integration kleinteiliger Wohnprojekte in vorhandene städtebauliche Strukturen
  • Anpassung der Bau- und Wohnformen an zukünftige Bedürfnisstrukturen von Bauherren und Nutzern

Mit der Zielrichtung, die Kernstädte zu stärken und der Stadt-Umland-Wanderung entgegenzuwirken, wurden in den Modellvorhaben Bau- und Wohnformen im Ein- und Zweifamilienhausbereich erprobt und wissenschaftlich ausgewertet. Dabei standen nachfolgende Fragestellungen im Mittelpunkt: Welche verdichteten Bau- und Wohnformen werden akzeptiert? Welche funktionalen und gestalterischen Qualitäten werden von der Nachfrageseite gewünscht? Wie fügen sich diese Eigenheime in vorhandene städtebauliche Strukturen ein? Wie werden städtebauliche Qualitäten und Objektqualitäten wahrgenommen und vermittelt? Als Akteure waren insbesondere Kommunen, Planer bzw. Projektentwickler und Bauinteressenten im Blick. Auf allen Ebenen wurde die Kostenseite mitbetrachtet.

Forschungsleitfragen

Zu Beginn des Forschungsfeldes wurde der Gesamtrahmen durch Forschungsleitfragen abgesteckt, auf die im Verlauf der Bearbeitung Antworten gewonnen werden sollten. Dabei sollten sich die in den Modellvorhaben gewonnenen Erkenntnisse und weitere Recherchen zu Antworten auf die Forschungsleitfragen zusammensetzen. Angesichts der zahlreichen Untersuchungen und Forschungsvorhaben, die bereits allgemein zum Thema "kostengünstiges Bauen" durchgeführt wurden, galt es, den Fokus auf die in dem Projekt zu untersuchenden innovativen Ansätze zu legen.

Die generelle Systematik der Forschungsleitfragen beruhte daher auf einem zweistufigen Gliederungsprinzip mit

  • Leitfragen zur allgemeinen Einordnung des Bauens mit innovativen Ansätzen in den gesellschaftlichen Kontext,
  • Individuelle, auf die Modellvorhaben bezogene, spezifische Forschungsfragen.

Vor diesem Hintergrund wurden die nachfolgenden Fragenblöcke ausdifferenziert:

Fragenblock 1 - Politik, Gesellschaft, Recht und gewandelte Rahmenbedingungen des neuen Bauens in prosperierenden Regionen
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Fragenblock 2 - Spezifische Qualitätsmerkmale in den Modellvorhaben
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Fragenblock 3 - Spezifische Kostenmerkmale in den Modellvorhaben
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Fragenblock 4 - Information, Kommunikation und Kooperation im Planungs- und Bauprozess
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Die Forschungsleitfragen wurden vor der Ausschreibung der Modellvorhaben formuliert. Aufgrund der Ausrichtung und der Entwicklung im Verlauf der Modellvorhaben wurden die Erkenntnisse aus dem Forschungsfeld vier zentralen Handlungsfeldern zugeordnet:

Grundstücksverfügbarkeit:

  • Grundstücksbereitstellung
  • Zugriffsmöglichkeiten auf Bauflächen
  • Konditionen der Bereitstellung

Standort und städtebauliche Ebene:

  • Standortqualitäten
  • Städtebauliche Integration neuer Wohnprojekte
  • Formen städtebaulicher Dichte
  • Kommunikation von städtebaulichen Aspekten mit Käufern und Bauherren
  • Instrumente zur Sicherung städtebaulicher Qualitäten

Objektebene:

  • Nutzungsqualität/Nutzungsflexibilität/Lebenszyklus
  • Gestaltungsprinzipien und Individualität
  • Werthaltigkeit
  • Modularität/Typisierung/Serienfertigung

Akteurskonstellationen/Trägerstrukturen:

  • Organisationsstrukturen
  • Akteurslogiken

Auf allen Ebenen wurde die Kommunikation von Qualitäten und der Einfluss auf die Kostenstruktur mitbetrachtet.

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