Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Forschungsprojekt: Öffentliche Fahrradverleihsysteme - innovative Mobilität in Städten

Modellprojekte

Die Modellprojekte aus Nürnberg, Mainz, der Metropolregion Ruhr, Stuttgart, der Insel Usedom und aus Kassel werden im Folgenden kurz beschrieben und die ersten Evaluationsergebnisse vorgestellt.

In der Evaluationsphase 2010/2011 lag der Schwerpunkt auf der Prozessevaluation. Zur Wirkungsevaluation lagen nur erste Befunde vor, da die untersuchten Systeme gerade erst gestartet waren. Dabei wurde in Stuttgart die Nutzung des bestehenden Call a Bike-Systems vor der Einführung der Pedelec-Leihräder evaluiert.

Das Modellprojekt Mainz befand sich in der Testphase, das Konrad in Kassel wurde erst im Jahr 2012 in Betrieb genommen. Bereits im zweiten Betriebsjahr befand sich zum Zeitpunkt der Evaluation das metropolradruhr. Die Systeme in Nürnberg und auf Usedom gingen nahezu vollständig im Frühjahr 2011 in Betrieb.

Nürnberg

Beschreibung des Fahrradverleihsystems
Das stationsbasierte Fahrradverleihsystem NorisBike soll zur verstärkten Präsenz von Fahrrädern im Stadtbild sowie zur Imageverbesserung des Radfahrens beitragen. Ziel ist es, den Radverkehrsanteil in Nürnberg mittelfristig auf 20 Prozent zu erhöhen. Das Fahrradverleihsystem ist Bestandteil der Radverkehrskampagne "Nürnberg steigt auf", mit der die Stadt Nürnberg seit Dezember 2009 zahlreiche Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs initiiert hat.

In einem Stadtratsbeschluss wurde der Einführung des Fahrradverleihsystems über alle Parteigrenzen hinweg einstimmig zugestimmt. Seit dem 6. Mai 2011 ergänzt das Fahrradverleihsystem das ÖPNV-Angebot der Stadt Nürnberg. Eine Besonderheit ist dabei, dass nicht nur die Innenstadt und der Volkspark Dutzendteich, sondern gezielt auch zwei am Stadtrand liegende Gewerbegebiete angebunden sind.

Nutzer müssen sich vor der ersten Nutzung registrieren lassen – am Verleih-Terminal, per Internet oder per Telefon. An fünf Stationen wurden Anfang 2012 erweiterte Multimedia-Terminals eingerichtet, an denen sich Gelegenheitsnutzer leichter registrieren und sofort losradeln können. Ausleihe und Rückgabe der Räder erfolgen über ein Terminal mittels Kundenkarte oder Handynummer und PIN, durch einen Anruf, eine SMS oder per Internet; Smartphone-Nutzer profitieren von Standorterkennung und Umgebungskarten.

Tabelle 1: Das Fahrradverleihsystem in Nürnberg im Überblick

NameNorisBike
Betreibermodellnextbike GmbH im Auftrag der Stadt Nürnberg
AufgabenträgerStadt Nürnberg
Starttermin06. Mai 2011
Anzahl Fahrräder700 Fahrräder, geplant sind 750 Fahrräder
Anzahl Stationen63 Stationen, geplant sind 65 Stationen
Fahrzeugnextbike mit Werbefläche
Merkmale/TypZiel ist eine ÖPNV-Ergänzung mit niedrigen Zugangshürden
BedienungsgebietNürnberger Innenstadt, welche den inneren Ring mit rund 230.000 Einwohnern und 160.000 Arbeitsplätzen umfasst, sowie Erschließung von zwei Gewerbeparks
Medienkampagneja; siehe auch "Nürnberg steigt auf"
ZielgruppeBerufspendler, ÖV-Nutzer, Touristen
TarifeTarif normal: 1 Euro pro halbe Stunde
Tarif mit NorisBike-Kundenkarte: Euro 0,50 pro halbe Stunde
Tarif für VAG-Jahres-Abokunden/Firmen-Abo-Kunden mit NorisBike-Kundenkarte: erste halbe Stunde pro Tag kostenlos
Tarif 24 Stunden normal: maximal 8 Euro
Tarif 24 Stunden mit NorisBike-Kundenkarte: maximal 5 Euro
KundenkartenNorisBike-Kundenkarte pro Jahr Euro 8,–
NorisBike Kundenkarte für VAG-Jahres-Abokunden/Firmen-Abo-Kunden kostenlos
RegistrierungIm Internet, im Callcenter oder per Smartphone/mobiles Internet möglich


Evaluation der Startphase
Bei der Planung und Umsetzung von NorisBike war besonders förderlich, dass Politik und Verwaltung mit großer Geschlossenheit hinter dem Projekt standen. Obwohl der vorgesehene Pretest des Fahrradverleihsystems aufgrund von Verzögerungen in der Anlaufphase entfallen musste, funktioniert das Fahrradverleihsystem seit Beginn relativ problemlos.

Das Genehmigungsverfahren für die Stationen erwies sich, insbesondere aufgrund der Vielzahl der einzubeziehenden Dienststellen und der abschließenden Spartenprüfung, wesentlich aufwändiger als erwartet. Als Erfolgsfaktor bei der Implementation des Systems konnten die eigens für das Fahrradverleihsystem geschaffenen 1,5 Vollzeitstellen im Stadtplanungsamt gewertet werden, die aus Projektmitteln finanziert wurden.

Die Einführung von NorisBike wurde durch ein sehr positives Medienecho begleitet, unter anderem auch infolge der feierlichen Eröffnung durch Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer und Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly.

Die positive Entwicklung des Systems führte bald zur verstärkten Nachfrage nach neuen Stationen – insbesondere bei noch nicht versorgten bzw. unterversorgten Stadtteilen. In den Monaten Juli und August 2011 wurden zwischen 100 und 260 Ausleihvorgänge pro Tag verzeichnet; bei Regenwetter mit durchschnittlichen Tagestemperaturen unter 15°C und an extrem heißen Tagen mit über 25°C wurden geringere Nachfragewerte (zwischen 50 und 100 Ausleihvorgänge pro Tag) registriert. Insgesamt haben sich die Ausleihzahlen von rund 2.400 Ausleihen im April 2011 auf etwa 5.500 im August 2011 mehr als verdoppelt.

Folgende Elemente dienen zur Integration des NorisBike in den Öffentlichen Verkehr (ÖV): Ein wesentlicher Bestandteil ist die Anordnung von zahlreichen Verleihstationen an ÖV-Haltestellen (S-Bahn, U-Bahn, Straßenbahn, Bus). Wichtig ist zudem die kostenlose tägliche Nutzung der ersten 30 Minuten für die registrierten Jahresabo- und Firmenabokunden der Verkehrs-Aktiengesellschaft (VAG), allerdings nicht für die Besitzer von Jahreskarten anderer Verkehrsunternehmen im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg. Bei der informationellen ÖV-Integration lag außerdem ein Schwerpunkt darin, die 43.000 VAG-Jahresabokunden postalisch zu kontaktieren und auf die Vorteile des Fahrradverleihsystems hinzuweisen.

Mainz

Beschreibung des Fahrradverleihsystems
Das Fahrradverleihsystem MVGmeinRad in Mainz soll zum einen dazu beitragen, den von Studenten stark frequentierten ÖPNV zu entlasten, zum anderen gleichzeitig ÖPNV-Netzlücken, beispielsweise in Gewerbegebieten, zu schließen. Eine Besonderheit liegt darin, dass die Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) das Fahrradverleihsystem betreibt. Sie ist unter den Modellprojekten das einzige öffentliche Verkehrsunternehmen, das selbst Betreiber eines solchen Systems ist.

Fahrradverleihstation mit Fahrrädern des Fahrradverleihsystems MVGmeinRad Fahrräder des MVGmeinRad

Detailaufnahme der Sicherungssysteme für die Fahrräder von MVGmeinRad Sicherungssystem für die Fahrräder

Die Testphase von MVGmeinRad lief in der zweiten Jahreshälfte 2011. Im Frühjahr 2012 ging es in den regulären Betrieb. Verleihstationen existieren im Verkehrsgebiet der MVG sowie in drei zu Wiesbaden gehörenden Vororten.

Die ursprünglich als flexibel und mobil geplanten Verleihstationen mussten aufgrund von statischen Anforderungen doch auf Fundamenten befestigt werden. Flexible Stationen werden als kurzfristige Lösung, zur Prüfung der Nachfrage an ausgewählten Orten, aufgestellt. Das Fahrradverleihsystem zeichnet sich zudem durch eigens konstruierte Fahrräder mit stufenloser Gangschaltung aus.

Nutzen kann das System seit Projektstart jeder, der sich bei der MVG registriert. Studenten zahlen eine Pauschale. Die tarifliche Kooperation mit der Hochschule stellt eine weitere Besonderheit des Mainzer Fahrradverleihsystems dar. Zeitkartenkunden können sich über das eTicket des ÖPNV registrieren, was die Integration aller Zeitkarteninhaber ermöglicht. Zu einer vollständigen systemischen Integration des Systems in den ÖV – als dritte Säule neben Straßenbahn und Bus – wird neben der tariflichen Integration über das eTicket auch die Einbindung in das Fahrgastinformationssystem und in das Kommunikationskonzept der MVG beitragen. Ab März 2012 wurde das Verleihsystem in einer umfassenden Medienkampagne in Mainz präsentiert.


Tabelle 2: Das Fahrradverleihsystem in Mainz im Überblick

NameMVGmeinRad
BetreibermodellBetreiber ist das kommunale öffentliche Verkehrsunternehmen MVG
AufgabenträgerKonsortium aus Landeshauptstadt Mainz und Mainzer Verkehrsgesellschaft mbH (MVG) als Tochtergesellschaft der Stadtwerke Mainz AG
StartterminFrühjahr 2012, seit 31. August 2011öffentlicher Testbetrieb mit 220 ausgewählten Nutzern
Anzahl Fahrräder75 Fahrräder (31. Oktober 2011), geplant sind 960 Räder bis Februar 2012
Anzahl Stationen15 Stationen (31. Oktober 2011), geplant sind 120 Stationen bis April 2012
FahrzeugFahrrad der Firma Simpel
Merkmale/TypZiel ist die Entlastung und Ergänzung des ÖPNV
BedienungsgebietDas überwiegend innerstädtische Verkehrsgebiet der Mainzer Verkehrsgesellschaft mit den drei zu Wiesbaden gehörenden Vororten Amöneburg, Kastel, Kostheim
MedienkampagneAb März 2012
ZielgruppeStudenten, ÖV-Nutzer
TarifeStudenten zahlen ab 2013, integriert in das Semesterticket, eine Pauschale von 5 Euro je Semester. Das Tarifmodell sieht eine 30-min-Taktung als Zeiteinheit vor.
KundenkartenZeitkartenkunden registrieren sich langfristig über das eTicket des ÖPN
RegistrierungPer Kartenterminal und Touch Screen, per eTicket


Evaluation der Startphase
Aufgrund zahlreicher technischer wie organisatorischer Schwierigkeiten konnte das System erst verspätet starten. Die Testphase mit rund 220 Testnutzern, die für Sommer 2011 geplant war, wurde aufgrund von Softwareproblemen auf Ende August 2011 verschoben. Danach lief die Technik bei bis zu 70 Fahrten pro Tag mit weniger Ausfällen zufriedenstellend.

Beta-Tester übernahmen als Multiplikatoren eine wichtige Rolle. Eine große Mehrheit von rund 80 Prozent der Tester bewertete das Fahrradverleihsystem positiv. Die Tester nutzten die Möglichkeit, detaillierte Bewertungen der Nutzerfreundlichkeit aller Systemkomponenten abzugeben. Nachbesserungen hat es etwa in den Bereichen der Menüführung am Terminal sowie der Verhinderung unautorisierter Entnahmemöglichkeit geben. Beta-Tester begrüßten die unterschiedlichen Gepäckträgermodelle wie z.B. Transportgefäße auf dem Gepäckträger oder Koffer.

Stationen, die mit Solarstrom betrieben werden, haben sich – auch an ungünstigen Standorten – als voller Erfolg erwiesen. Auch die Leihräder mit stufenloser Gangschaltung gelten als Erfolg.

Obwohl es politisch ein klares Votum für die Einführung des Verleihsystems gab, war der Planungs- und Umsetzungsprozess beim Zusammenwirken von MVG als Betreiber und der Stadt Mainz als Konsortialpartner nicht immer einfach; so stellte sich die Standortsuche – in Abstimmung mit den zuständigen Ämtern – als größtes Problem der Umsetzungsphase dar. Ein externes Planungsbüro ist zur weiteren Koordination der Standortsuche eingebunden.

Die Reaktion der Medien auf das Verleihsystem war in der Tendenz positiv. In der öffentlichen Wahrnehmung wurden insbesondere der Innovationscharakter des Vorhabens und die Integration in den ÖPNV befürwortet. Allerdings wurden auch Zweifel wie etwa im Hinblick auf die Nutzungspotenziale der Zielgruppen oder die Finanzierung des Systems nach Ende der Förderung (und dadurch möglicherweise bedingte Tariferhöhungen im ÖPNV) laut. Grundsätzlich wurde die in Teilen als mangelhaft bewertete Radwegeinfrastruktur – bei ansonsten eher günstiger Topographie – als Hemmnisfaktor gesehen.

Metropolregion Ruhr

Beschreibung des Fahrradverleihsystems
Das Fahrradverleihsystem metropolradruhr wird vom Regionalverband Ruhr gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und zehn Kommunen der Metropole Ruhr getragen. Ziel ist es, im Rahmen eines regionalen Ansatzes den ÖPNV zu ergänzen, zur signifikanten Erhöhung der Fahrradnutzung in den beteiligten Städten beizutragen und die Innenstädte zu entlasten.

Das Projektgebiet umfasst die zehn Städte Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hamm, Herne, Mülheim a.d.R. sowie Oberhausen und ist rund 1.520 km² groß. Es ist damit das System mit der größten Flächenausdehnung unter den Modellprojekten.

Das Fahrradverleihsystem wurde im Rahmen der Kulturhauptstadt RUHR.2010 am 18. Juni 2010 in Dortmund feierlich eröffnet und sukzessive weiter ausgebaut. Bis November 2011 waren 1.200 Leihfahrräder und 150 Stationen in Betrieb. Der weitere Systemausbau war bis zum Saisonstart im Sommer 2012 geplant. Das Verleihsystem soll insgesamt 3.000 Fahrräder an 300 Stationen umfassen.

An den Stationen stehen Fahrräder des Betreibers nextbike GmbH zur Ausleihe bereit, die in der ersten Phase per Mobiltelefon gebucht werden konnten. Die Ausstattung der Stationen mit Buchungsterminals für eTickets des VRR war in Vorbereitung und sollte bis zum Saisonstart 2012 umgesetzt werden.

Die metropolradruhr-Stationen wurden in den VRR-Linienplan Schnellverkehr sowie in die elektronische Fahrplanauskunft (EFA) des VRR integriert. Zudem erfolgte eine Integration des Systems im VRR-Internetauftritt und im Radroutenplaner NRW (www.radroutenplaner.nrw.de). Für 2012 war eine Verstärkung der Öffentlichkeitsarbeit geplant.

Die eingesetzte Technik des Fahrradverleihsystems funktioniert weitgehend reibungslos. Allerdings führten administrative Schwierigkeiten sowie Lieferverzögerungen bei Stationen und Fahrrädern zu einer verzögerten Umsetzung. Dazu kamen rechtliche Auseinandersetzungen mit der Metro AG, die aufgrund des ursprünglich gewählten Namens metroradruhr mit einer Klage drohte.


Tabelle 3: Das Fahrradverleihsystem der Metropolregion Ruhr im Überblick

Namemetropolradruhr
Betreibermodellnextbike GmbH im Auftrag der Metropolregion Ruhr
AufgabenträgerRegionalverband Ruhr
Starttermin18.06.2010 in Dortmund
Anzahl Fahrräder1.200 Fahrräder, geplant sind 3.000 Leihräder
Anzahl Stationen150 Stationen (September 2011), geplant sind 300 Stationen
Fahrzeugnextbike mit Werbefläche
Merkmale/TypZiel ist eine ÖPNV-Ergänzung und – Entlastung sowie die Vernetzung der Städte
BedienungsgebietDie Städte Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Essen Gelsenkirchen, Hamm, Herne, Mülheim a.d.R. und Oberhausen; das Bedienungsgebiet umfasst ca. 1.520 km²
MedienkampagneBisher nicht; Integration des Systems im VRR-Internetauftritt und im Radroutenplaner.NRW
ZielgruppeÖV-Nutzer, Touristen
Tarife

Standard-Tarif:

  • Pro laufende Stunde: 1 Euro
  • Ab der 5. Stunde: 8 Euro für 24 Stunden
  • Bus- und Bahnkunden des VRR fahren jeden Tag bis zu einer halben Stunde kostenlos (gültig für nur eine Fahrt am Tag)

Die Fahrräder können an allen metropolradruhr-Stationen zurückgegeben werden. Diese können auf der Standortkarte nachgelesen werden.

Weitere Servicegebühren fallen laut AGB wie folgt an:

  • Falsche, unverständliche oder ungenaue Standortangabe: 10 Euro
  • Rad wurde nicht am angegebenen Standort gefunden: 10 Euro
  • Rückgabe nicht an Stationen: 1 Euro pro km, mindestens 10 Euro
  • Eigenbeteiligung bei selbstverschuldetem Diebstahl: 75 Euro
KundenkartenNicht erforderlich
RegistrierungPer Internet, per Telefon/Mobiltelefon, in einer Tourist-Information 


Evaluation der Startphase
Hilfreich für die Realisierung des Systems war, dass die zehn beteiligten Städte Mitglied des Regionalverbands Ruhr sind, über jahrelange Erfahrung und Disziplin in der interkommunalen Kooperation verfügen und somit das Zusammenspiel sämtlicher Akteure trotz komplexer Strukturen – teils mit hohem persönlichen Einsatz – gewährleistet wurde.

Die Implementation des Systems trotz der politisch-administrativen und logistisch komplizierten Strukturen zeigte, dass im Verkehr komplexe Verbundprojekte möglich sind. Die Innovation – neben technischen Komponenten – lag vor allem in der Organisation und Interaktion der verschiedenen Einzelakteure mit unterschiedlichen Zuständigkeiten und Tätigkeiten sowie in der Koordination der Einzelinteressen.

Die Nutzung des metropolradruhr entwickelte sich in der ersten Saison 2010 zögerlich – monatlich wurden jeweils weniger als 1.000 Räder ausgeliehen. Gründe dafür könnten in der anfangs geringen Stationszahl, den begrenzten Marketingaktivitäten sowie den noch nicht mit Terminals ausgestatteten Stationen liegen. Im Jahr 2011 steigerte sich die Nutzung deutlich – auf bis zu etwa 2.500 Ausleihen im August 2011. Besonders oft wurde das System am Wochenende genutzt – hier gibt es rund 50 Prozent mehr Ausleihen als an Werktagen. Nach Angaben der Nutzer wurde das System häufig für Wege von oder zur Wohnung sowie in der Freizeit genutzt. Die interkommunale Option mit One- Way-Fahrten wurde kaum genutzt.

Bei Stationsbefragungen von zufällig ausgesuchten Passanten zeigte sich, dass die Kenntnis von Zweck und Nutzung des Fahrradverleihsystems noch gering ausgeprägt ist. Erforderlich erschien ein zielgruppenspezifisches Marketingkonzept, um das System auch für den Alltagsverkehr zu etablieren. Auch die verstärkte Einbindung aller lokalen und regionalen Medien sollte erfolgen, um das Fahrradverleihsystem weiter bekannt zu machen. In der Vergangenheit wurde beispielweise in einem Zeitraum von acht Monaten nur vier Mal in der Presse über metropolradruhr berichtet.

Die Integration des Systems in den ÖV erfolgte tariflich (Freiminuten für ÖV-Kunden), räumlich (Lage an ÖV-Stationen) und informell (in den Auskunftssystemen). Wenn in der letzten Ausbaustufe weitere Räder sowie Kartenterminals an den Stationen hinzukommen, wird sich zeigen, ob dies zu einem Anstieg der Nutzungszahlen führt – und ob die Anzahl der Räder und Stationen für einen Systemverbund ausreichend ist.

Stuttgart

Beschreibung des Fahrradverleihsystems
Im Fahrradverleihsystem e-Call a Bike in Stuttgart werden seit 28. Oktober 2011 elektrounterstützte Fahrräder, sogenannte Pedelecs, angeboten. Diese ergänzen das seit 2007 im Auftrag der Landeshauptstadt Stuttgart durch die Deutsche Bahn betriebene System Call a Bike. Durch die Erweiterung des Systems um Pedelecs sollen zum einen Gebiete in topographisch anspruchsvoller Lage und zum anderen neue Nutzergruppen wie Berufspendler sowie ältere Bürger erschlossen werden.

Das Bedienungsgebiet umfasst 35 Stationen im Stuttgarter Talkessel in den inneren Stadtbezirken Stuttgarts (Mitte, West, Süd, Ost) und jenseits des Neckars in Bad Cannstatt sowie zehn Standorte in den Stadtbezirken.

An den Terminals können sich Kunden registrieren, die Räder ausleihen und zurückgeben. Die Terminals sind mit einer Batterieladefunktion für die Pedelecs und für weitere elektrische Fahrzeuge ausgestattet, so dass auch Elektroroller an den Stationen geladen werden können. Die Neukunden des Stuttgarter Systems benötigen zum Entleihen der Räder eine einmalige Registrierung. Ein Eröffnungsevent bewarb die Erneuerung des Systems.


Tabelle 4: Das Fahrradverleihsystem in Stuttgart im Überblick

Namee-Call a Bike
BetreibermodellDB-Rent GmbH im Auftrag der Stadt Stuttgart
AufgabenträgerStadt Stuttgart
Starttermin28. Oktober 2011
Anzahl Fahrräder60 Pedelecs – Fahrräder mit Elektrounterstützung (November 2011), geplant sind 100 Pedelecs
Anzahl Stationen44 Stationen, davon 10 in Halbhöhenlage; geplant sind 45 Stationen
Merkmale/TypZiel ist die Integration von Pedelecs zur Erschließung neuer Kundengruppen
BedienungsgebietStuttgarter Stadtgebiet mit Halbhöhenlagen sowie Bad Cannstadt
MedienkampagneEröffnungsevent im November 2011
ZielgruppeÖV-Nutzer, Geschäftsreisende, Touristen
Tarife

Call a Bike Normal-Tarif:*
0,08 Euro pro Minute, 15 Euro pro Tag, 60 Euro pro Woche

Call a Bike BahnCard-Tarif:*
0,08 Euro pro Minute, 9 Euro pro Tag, 45 Euro pro Woche

*Die ersten 30 Minuten mit jedem CallBike sind kostenlos, danach fallen die Zeitpreise an (Minute, Tag, Woche).

e-Call a Bike (Pedelecs) Normal-Tarif:
0,12 Euro pro Minute, 22,50 Euro pro Tag, 90 Euro pro Woche

e-Call a Bike (Pedelecs) BahnCard-Tarif:
0,12 Euro pro Minute, 13,50 Euro pro Tag, 67,50 Euro pro Woche

KundenkartenBahn-Card oder VVS-Jahresabonnement
RegistrierungPer Internet, per Telefon/ Mobiltelefon


Evaluation der Startphase
Zur technischen Umsetzung der Pedelecs lagen zum Redaktionsschluss der Evaluation keine Ergebnisse vor, da im Rahmen eines Pilotbetriebes vom September 2011 bis zur Eröffnung am 28. Oktober 2011 nur 20 Pedelecs von Testnutzern auf Alltagstauglichkeit getestet werden konnten.

Das System wurde in dieser Zeit fortlaufend technisch nachgebessert. Im Vorfeld gab es zahlreiche technische Schwierigkeiten. Es mussten insbesondere geeignete Hard- und Softwarelösungen gefunden werden, was im Folgenden zu Lieferverzögerungen führte. Auch im Hinblick auf die Standortplanung gab es Optimierungsbedarf: Vor der Installation des neuen Systems wurden ca. 20 "alte", unwirtschaftliche Stationen zurückgebaut und eine Neugliederung der vorhandenen Stationen vorgenommen.

Entgegen den ursprünglichen Planungen wurden aufgrund der Nutzungskonflikte im Innenstadtbereich und aufwändigen Installationen 836 Stellplätze an 45 Ladestationen eingerichtet, an denen 100 Pedelecs neben den herkömmlichen Call a Bikes stationiert sind.

Obwohl die beteiligten politischen Akteure der Einführung des neuen Systems zustimmten, folgte bei der Einführung und der Weiterentwicklung des Systems ein langwieriger Abstimmungs- und Planungsprozess – insbesondere mit den Bezirksbeiräten. Auch die Zusammenarbeit der Kooperationspartner Stadt Stuttgart, DB Rent GmbH und (die später aufgenommene) EnBW gestaltete sich schwierig und führte zu Verzögerungen im Planungsprozess.

Die in einigen Teilen von Stuttgart fehlende Radwegeinfrastruktur wurde vielfach als Hemmnisfaktor gesehen. Die Instrumente zur Integration des Systems in den ÖV sind zum einen das Tarifkonzept, das ÖV-Nutzern bei entsprechender Registrierung Freiminuten einräumt, und zum anderen die Einbindung in die Informationsportale des Betreibers und des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart (VVS).

Die Auswertung der Nutzung des bestehenden Call-a-Bike-Systems ergab, dass das seit vier Jahren bestehende System mit durchschnittlich rund 7.000 Ausleihen pro Monat angenommen wird. Die langjährige Beobachtung zeigt, dass die Nutzung stark vom Wetter abhängt – im Juli werden etwa fünf Mal so viele Räder ausgeliehen wie im Januar. 50 Prozent der Ausleihvorgänge dauern maximal 11 Minuten, 92 Prozent der Ausleihvorgänge liegen unter 30 Minuten. Sehr häufig (89 Prozent) wurden die Räder für One-Way-Fahrten von einer Station zu einer anderen genutzt. Diese Art der Nutzung könnte auf das relativ dichte Stationsnetz und das recht lange Bestehen des Systems zurückzuführen sein.

Insel Usedom

Beschreibung des Fahrradverleihsystems
Eine besondere Rahmenbedingung des Fahrradverleihsystems auf der Insel Usedom ist, dass bereits mehr als 10.000 Fahrräder im privaten, touristischen Verleih angeboten werden. Das öffentliche Fahrradverleihsystem UsedomRad vernetzt einige der existierenden Privatverleiher unter einer Dachmarke, ermöglicht Einwegfahrten und soll die Usedomer Bäderbahn (UBB) entlasten sowie die Nachfrage im Busverkehr der Osteebus GmbH – insbesondere im Achterland – stärken.

Fahrradverleihstation mit Fahrrädern des Fahrradverleihsystems UsedomRad Fahrräder des UsedomRad

Fahrradverleihstation mit Fahrrädern des Fahrradverleihsystems UsedomRad

Weitere Verkehrsverlagerungseffekte werden angestrebt: Der Modal Split der Gäste auf der Insel liegt bei einem Radverkehrsanteil von 35 Prozent, allerdings reisen 90 Prozent der Gäste mit dem eigenen Pkw – oftmals mit Fahrrad auf dem Dach – an. Mittel- und langfristig soll das Fahrradverleihsystem im Verbund mit dem öffentlichen Verkehr auch für die Anreise eine Alternative bieten.

Das Verleihsystem UsedomRad startete nach einer erfolgreichen Pilotphase 2010 zu Ostern 2011 mit 15 Stationen. Im Herbst 2011 waren 60 Stationen mit 500 Leihfahrrädern in Betrieb. Die Leihfahrräder tragen mit einer auffälligen farblichen Gestaltung zur Wiedererkennbarkeit des Systems bei.

Die Stationen befinden sich auf der gesamten Insel Usedom sowie in der angrenzenden Festlandregion auf deutscher Seite. Sie liegen vor allem an (Fern-) Radwegen, Stationen der UBB, ÖPNV- und Straßentrassen sowie an großen Hotels. Um eine sofortige Freigabe zu erhalten, erfolgt die Anmeldung an den 26 automatisierten Stationen – per Mobiltelefon und Kreditkarte.

Darüber hinaus existieren 34 Stationen mit Personal. Im Jahr 2011 existierten nur Tagestarife in Höhe von 6 Euro bis 9 Euro je nach Fahrzeugart, Verleihdauer und Zubehör; das Kombiticket Fahrrad und ÖV kostet pro Tag 16 Euro. Ab 2012 sollen Kurzzeittarife angeboten werden. Das System wird mit einer großen Zahl von Faltblättern, einem Internetauftritt und einem einheitlichen Corporate Design beworben.


Tabelle 5: Das Fahrradverleihsystem UsedomRad im Überblick

NameUsedomRad
BetreibermodellLandkreis Vorpommern-Greifswald (Aufgabenträger), UsedomRad GmbH (Betreibergesellschaft)
AufgabenträgerLandkreis Vorpommern-Greifswald
StartterminPilotphase: August – Oktober 2010,
Projektstart: 22. April 2011
Anzahl Fahrräder500 Fahrräder (davon 100 Usebikes, 340 Tourenräder, 60 Kinderräder)
Anzahl Stationen60 Stationen (davon 26 unbemannte Stationen und 34 bemannte Stationen, sogenannte UsedomRad-Plus-Stationen)
FahrzeugTourenräder und UseBikes (Typ: Comfort-F) der Firma nextbike
Merkmale/TypZiele sind Verkehrsverlagerungseffekte, Entlastung der Usedomer Bäderbahn und Stärkung der Nachfrage im Busverkehr
BedienungsgebietTourismusregion Insel Usedom sowie angrenzende Festlandregion auf deutscher Seite
MedienkampagneJa, im Internet unter UsedomRad
ZielgruppeTouristen, Pendler
TarifeIm Jahr 2011 existierten nur Tagestarife in Höhe von 6 Euro bis 9 Euro je nach Fahrzeugart, Verleihdauer und Zubehör; das Kombiticket Fahrrad und ÖV kostet pro Tag 16 Euro.
KundenkartenNicht erforderlich
RegistrierungVor Ort, per Internet, per Telefon/ Mobiltelefon


Evaluation der Startphase
Als Erfolgsfaktor von UsedomRad gilt der Zusammenschluss von zehn lokalen Fahrradverleihern zur Usedomer Fahrradgesellschaft mbH, die die Mehrheitsbeteiligung an der Betreibergesellschaft UsedomRad GmbH hält.

Das System funktionierte technisch reibungslos; aufgrund der hohen Flexibilität bei der Ausgestaltung der Stationen – ohne genehmigungspflichtigen Tiefbau – und der Neuordnung nach Kapazitätsgesichtspunkten konnten die ursprünglich 41 geplanten Stationen auf 60 Stationen ausgeweitet werden.

Die lokalen Medien berichteten positiv über das System. Die politische Unterstützung war sehr deutlich und mündete in einen Kooperationsvertrag der beteiligten Gemeinden und Unternehmen (Verkehrsunternehmen, Fahrradverleiher und Tourismuswirtschaft).

Insgesamt gab es in der Zeit von Ende April 2011 bis Mitte September 2011 rund 5.600 Verleihvorgänge. Die Nutzungszahlen sind dabei kontinuierlich gestiegen: Wurden im Mai 2011 erst rund 550 Räder ausgeliehen, waren es im September bereits über 1.600.

Die Räder wurden ganz überwiegend für Ausflüge von Touristen genutzt, die die Nutzung relativ langfristig – bereits am Morgen oder früher – geplant hatten. Je nach Nutzungszweck und Tarifstruktur mit Tagestarifen betrug die Leihdauer im Durchschnitt über einen Tag.

Während die UBB-Bahnhöfe weitgehend mit UsedomRad-Stationen ausgestattet sind, blieben Absatz und Nutzung des Kombitickets hinter den Erwartungen zurück. Die Evaluation hat gezeigt, dass die beworbene Möglichkeit zu Einwegfahrten nicht oft genutzt wurde – und bei vielen Befragten auch wenig bekannt war. Hier wurden Defizite im Marketing und Vertrieb deutlich.

Kassel

Das Modellprojekt in Kassel konnte aufgrund technischer Schwierigkeiten nicht mehr im Jahr 2011 starten, die bereits umgesetzten Maßnahmen wurden aber evaluiert.

Der interne Testbetrieb des Fahrradverleihsystems Konrad wurde im Februar und März 2012 erfolgreich durchgeführt. Am 29. März 2012 startete das Fahrradverleihsystem in der Öffentlichkeit mit 500 Rädern an 50 Stationen.

Beschreibung des Fahrradverleihsystems
Das Fahrradverleihsystem Konrad der Stadt Kassel dient der Förderung der Nahmobilität sowie der Verknüpfung von Radnutzung und Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV).

Für die Verzahnung mit dem ÖPNV sorgt die Lage der Fahrradverleihstationen, die sich überwiegend in der Nähe von ÖV-Haltestellen befinden, sowie die Gestaltung der Stationen, die derjenigen der ÖV-Haltestellen entspricht. Eine Besonderheit ist auch das dichte Stationsnetz.

Als Betreiber des Verleihsystems kooperieren die Stadt Kassel und die Deutsche Bahn-Tochter DB Rent GmbH; an den Stationen stehen Fahrräder der Firma Simpel zur Verfügung. Das Bedienungsgebiet umfasst in der Startphase das Kasseler Stadtgebiet.

Die Anmeldung zur Nutzung vor Ort erfolgt per Telefon (Handy zum Ortstarif), über das ein registrierter Kunde den Öffnungscode für das Zahlenschloss erhält.

Ein Element für die Integration in den ÖPNV ist das Tarifmodell für Einzelkartenbesitzer und Zeitkarteninhaber. Auf Einzelfahrscheinen werden Codes für ein jeweils 30-minütiges Fahrtguthaben aufgedruckt, die im Internet eingelöst werden können.

Unter den Modellprojekten ist dies das einzige System, das auch die Inhaber von Einzelfahrscheinen tariflich einbezieht. Zeitkarteninhaber erhalten je nach Abo zwischen zehn und 20 Stunden freie Fahrt pro Monat. Die Tarife belaufen sich ansonsten auf 50 Cent pro halbe Stunde bis zu maximal 10 Euro pro Tag.

Das System trägt den Namen Konrad, ein Wortspiel aus "K" für Kassel und "rad" für Fahrrad sowie der Präposition "mit" (kon = con).

Der Systemstart wird durch eine umfangreiche Werbekampagne, die aus einem Internetauftritt, einer Vielzahl von Faltblättern, Plakaten und Radiospots besteht, angekündigt.

Aufgrund von administrativen Schwierigkeiten, Verzögerungen bei der Fertigung der Fahrräder und vielfältiger technischer Probleme insbesondere im Nahfunkbereich ist Konrad mit 500 Fahrrädern an 50 Stationen erst im Frühjahr 2012 gestartet.


Tabelle 6: Das Fahrradverleihsystem in Kassel im Überblick

NameKonrad
BetreibermodellKooperation der Stadt Kassel und der Deutsche Bahn-Tochter DB Rent GmbH
AufgabenträgerStadt Kassel
StartterminFrühjahr 2012
Anzahl Fahrräder500 Fahrräder (Frühjahr 2012)
Anzahl Stationen50 Stationen (Frühjahr 2012)
FahrzeugFahrrad der Firma Simpel
Merkmale/TypZiel ist die Integration in den ÖPNV als Teil von multimodalen Wegeketten
BedienungsgebietKasseler Stadtgebiet, eine Ausweitung auf das Umland im Tarifbereich KasselPlus ist optional möglich
MedienkampagneJa, im Internet unter Konrad-kassel.de
ZielgruppeÖV-Nutzer
Tarife

Je angefangene 30 Minuten: 0,50 Euro
Nachttarif (22:00 – 7:00 Uhr): 0,50 Euro
Je 24 Stunden: 10 Euro
Je Woche: 50 Euro

Pauschalen und Zeitgutschriften:

  • Mit dem Erwerb von ÖPNV-Fahrscheinen beim Fahrpersonal von Bussen, im Vorverkauf oder an Fahrscheinautomaten (ausgenommen Auslaufmodelle, die demnächst durch neue Automaten ersetzt werden) erhalten Kunden auf jedem Fahrschein einen Guthabencode, welcher auf der Rückseite des Fahrscheins aufgedruckt ist. Nach Angabe der Nummer im Internet oder im Callcenter wird ein Zeitguthaben von 30 Minuten auf ihr Konto gebucht. Die aufgedruckten Gutscheincodes behalten ihre Gültigkeit bis zum Ende eines Kalendermonats.
  • Kunden von Monats- oder Jahresabos der KVG erhalten pro Monat ein Guthaben von 10 Stunden. Kunden mit einem All-inclusive-Abo (Jahresabo mit Vergünstigungen für Carsharing) erhalten ein Guthaben von 20 Stunden. Diese haben eine Gültigkeit von einem Monat.
  • Mit dem AStA der Universität Kassel konnte eine pauschale Nutzung des Fahrradvermietsystems vereinbart werden. Durch die Zahlung einer Jahresgebühr kann jeder im System registrierte Student die ersten 45 Minuten einer Fahrt kostenfrei fahren.
  • Darüber hinaus sind weitere Pauschaltarife für geschlossene Gruppen (Firmen, Reisegruppen etc.) geplant.
  • Neben den hier aufgeführten Mietpreisen wird es Gebühren bei vertragswidrigem Verhalten etc. geben (beispielsweise Beschädigungen des Fahrrads durch unsachgemäßes Verhalten, falsches Abstellen außerhalb der Stationen etc.).
KundenkartenSiehe Tarife
RegistrierungPer Internet, per Telefon/Mobiltelefon


Startphase
Der interne Testbetrieb des Fahrradverleihsystems Konrad wurde im Februar und März 2012 erfolgreich durchgeführt. Am 29. März 2012 startete das Fahrradverleihsystem in der Öffentlichkeit mit 500 Rädern an 50 Stationen.

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