Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Forschungsprojekt Jugend.Stadt.Labor

Projektsteckbrief

  • Status Abgeschlossen
  • Laufzeit November 2013–Oktober 2016
  • Programm ExWoSt

Junge Menschen haben eigene, starke Vorstellungen zur Gestaltung ihres Lebensumfeldes. Wenn sie über selbstbestimmte Strukturen und Räume verfügen, setzen sie diese Ideen auch überzeugend um und tragen kreativ und engagiert zu einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung bei. Dies haben zahlreiche Projekte in den vorangegangenen Forschungsfeldern "Young Energies" und "Jugend belebt Leerstand" gezeigt. Das Forschungsfeld "Jugend.Stadt.Labor" knüpfte an diese Erfahrungen an und ging noch einen Schritt weiter.

Projektlaufzeit: November 2013 - Oktober 2016

In den Modellvorhaben des Forschungsfeldes, den "Jugend.Stadt.Laboren" ging es nicht allein um die Förderung einzelner Jugendprojekte, sondern um den Aufbau längerfristiger Beteiligungsstrukturen für junge Menschen, die in selbstorganisierten Räumen über ihre Städte diskutieren und diese aktiv mitgestalten möchten. Ziel war die Entwicklung innovativer Ideen zu den Themen Stadtraum, Wirtschaft, Grüne Zukunft, Wohnen und Bildung. Die neuen Ideen sollten zu verschiedenen Impulsprojekten weiterentwickelt und mit Partnern zusammen umgesetzt werden.

Die Bildung von Netzwerken und Kooperationen und die Erforschung neuer Beteiligungsmodelle zwischen jungen Stadtmachern, der Kommune, Gebäudeeigentümern und Unternehmen standen im Zentrum des Forschungsvorhabens. Durch den strukturellen Gesamtansatz und den Bezug zu aktuellen Themen der Stadtentwicklung sollten die "Jugend.Stadt.Labore" Einfluss auf die lokale Stadtentwicklungspolitik entfalten können. Die Kommunen waren aufgerufen, strategische Schnittstellen zu dieser jungen Generation von Stadtmachern aufzubauen.

Was ist ein "Jugend.Stadt.Labor"?

Jedes Jugend.Stadt.Labor war ein selbstorganisierter Möglichkeitsraum für jungen Menschen, die über ihre Städte diskutieren und diese aktiv mitgestalten wollen.

Im Zentrum stand eine Kerngruppe, die eine Basisstation aufbaute, einen Diskussionsprozess zu wichtigen Zukunftsthemen wie Stadtraum, Wirtschaft, Grüne Zukunft, Wohnen und Bildung entfachte und daraus konkrete Projekte entwickelte. Hierzu vernetzte sie sich mit anderen Jugendszenen und sammelte Partner, um ihre Ideen in Bezug auf Stadt und Quartier zu verbreiten. Dabei entstanden Kooperationen mit verschiedenen städtischen Akteuren, die die Umsetzung von Impulsprojekten als Satelliten in der Stadt ermöglichten.

Die Umsetzung der Jugend.Stadt.Labore konnte zu ganz unterschiedlichen Strukturen und thematischen Ausrichtungen führen. Die am Ort vorhandenen (Jugend-) Szenen, die lokale Einbindung, die aktuellen Themen in der Stadt sowie die Offenheit und Kooperationsbereitschaft der Kommune waren ausschlaggebend dafür, wie sich ein Labor entwickelte. Diese Faktoren haben auch beeinflusst, welche Impulsprojekte umgesetzt werden konnten und welche Auswirkungen die Labore auf die lokale Stadtentwicklung hatten.

Labor-Ebenen

  • Kerngruppe und Netzwerke
    Die Kerngruppe war das Zentrum der Jugend.Stadt.Labore. Hier kamen junge Menschen zusammen, die sich für eine aktive Beteiligung in ihrer Stadt, die Diskussion von Zukunftsthemen und die Initiierung von Impulsprojekten einsetzten. Um dies umsetzen zu können baute die Kerngruppe eine Basisstation, ein breites Netzwerk und tragfähige Kooperationen auf.
  • Think-Tank und Projektschmiede
    Die Basisstation verstand sich als Think-Tank und Projektschmiede. Ziel war die Entwicklung innovativer Ideen zu stadtrelevanten Themen wie zum Beispiel Stadtraum, Wirtschaft, Grüne Zukunft, Wohnen und Bildung. Durch den Bezug zu aktuellen und politisch brennenden Themen und durch den Aufbau von Netzwerken sollten die Jugend.Stadt.Labore Einfluss auf die lokale Stadtentwicklungspolitik entfalten.
  • Impulsprojekte
    In den Impulsprojekten wurden die wichtigen Themen des jeweiligen Jugend.Stadt.Labors umgesetzt und ausgetestet. Die Projekte wurden durch die Kerngruppe oder durch andere junge Menschen, Jugendvereine oder Initiativen umgesetzt. Wichtig waren dabei die konzeptionelle Einbindung ins Quartier und den städtischen Kontext.

Alle Labor-Ebenen standen in einem wechselseitigen Verhältnis zueinander. Die Diskussion der Leitthemen floss über die Kerngruppe unmittelbar in die Entwicklung und Umsetzung der Impulsprojekte mit ein. Umgekehrt wurden die Praxiserfahrungen aus den Impulsprojekten zurück in die inhaltliche Ebene geführt.

Auftragnehmer des Forschungsprojektes war:
Urban Catalyst Studio, Berlin

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