Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Forschungsprojekt: Baukultur konkret

Konzept

Gegenstand des Vorhabens

Das Forschungsvorhaben Baukultur konkret hat sich mit Baukulturinitiativen auseinandergesetzt, die in ihren Gemeinden sowie kleineren und mittleren Städten bereits eine Basis an interessanten baukulturellen Ansätzen schaffen konnten. Um im Sinne einer ganzheitlichen Ortsentwicklung strukturelle Verbesserungen umsetzen zu können, waren diese jedoch auf Beratung und Austausch sowie praktische Hilfe angewiesen. Konkret wurden gesucht:

  • Initiativen, die punktuell hochwertige Projekte umgesetzt haben und diese Ansätze in eine kommunale Baukulturstrategie weiterentwickeln wollten,
  • Einzelinitiativen, die bislang keine ausreichende öffentliche Wahrnehmung und Unterstützung auf kommunaler Ebene erfahren haben,
  • Initiativen, die gezielt die eigene baukulturelle Weiterentwicklung suchten und neuen Impulsen und Kooperationen, auch in regionalen Initiativen, aufgeschlossen gegenüber standen.

Vorgehen

Durch einen qualitativ angelegten Forschungsansatz identifizierte das Forschungsteam zunächst deutschlandweit baukulturelle Initiativen und Projekte und analysierte ihre Stärken und Schwächen. Anschließend unterstützte es diese auf geeignete Weise modellhaft. Die leitenden Fragen dabei waren: Wie kommt man von der Idee zum bestmöglichen Projekt? Wie wird aus einem Projekt eine langfristige Strategie?

1. Pilotphase mit drei Pilotprojekten

2014 wurden in einer ersten Phase aus einem vom Forschungsteam recherchierten Pool drei Pilotprojekte in Baiersbronn (Baden-Württemberg), Bischofswerda (Sachsen) und Hamminkeln-Dingden (Nordrhein-Westfalen) ausgewählt, in denen gemeinsam mit den lokalen Akteuren die laufenden Prozesse der jeweiligen Baukulturinitiativen untersucht, Hemmnisse identifiziert und Formate zur Unterstützung getestet wurden. Ihnen war gemeinsam, dass sie trotz Schwierigkeiten versuchten, die Herausforderungen und Potenziale vor Ort aufzugreifen und aus der Logik des Ortes heraus zukunftsfähige Konzepte und Strategien für ihre Arbeit zu entwickeln. Die Ergebnisse und Erkenntnisse der Pilotphase wurden im November 2014 in einer öffentlichen Werkstatt in Baiersbronn vorgestellt.

2. Erprobung in Modellprojekten

Das Forschungsteam entwickelte die in den Pilotprojekten getesteten Formate und Strategien schließlich in neun weiteren Modellprojekten weiter. Die zweite Phase lief von Januar 2015 bis April 2016.

Zur Auswahl der Modellprojekte war ein Projektaufruf gestartet worden, in dessen Rahmen sich interessierte Initiativen, die sich mit dem Thema Baukultur in seiner eingangs benannten Bandbreite befassen, für die Teilnahme am ExWoSt-Forschungsvorhaben "Baukultur konkret" bewerben konnten.
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Für die Auswahl war es wichtig, dass die Projekte in Klein- und Mittelstädten oder im ländlichen Raum verortet waren und die Arbeit mit den Modellprojekten innerhalb der angegebenen Laufzeit konkrete Ergebnisse im Hinblick auf das Forschungsziel erwarten ließ.

3. Erfahrungsaustausch und Vernetzung in öffentlichen Werkstätten

Um im Rahmen von Baukultur konkret einen übergreifenden Austausch der Baukulturinitiativen untereinander sowie eine Vernetzung mit Baukulturakteuren bundesweit zu ermöglichen, führte das Forschungsteam während der Projektlaufzeit drei öffentliche Werkstätten sowie ein Abschlusssymposium als eigene Baukulturvermittlungs- und -kommunikationsformate durchgeführt.
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