Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Baukultur und Tourismus – Kooperation in der Region

MV Uckermark-Barnim (Brandenburg)
"Regionaltypisches Bauen und Tourismus im UNESCO Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin"

Profil
Die Region des Modellvorhabens wird aus den Landkreisen Barnim und Uckermark gebildet, die nordöstlich an die Metropole Berlin anschließen. Landkreisübergreifend und im Kerngebiet der Region befindet sich das UNESCO- Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Ferner gehören zwei Naturparke und der Nationalpark Unteres Odertal dazu. Diese nationalen Naturlandschaften sind wichtige Naherholungsräume und Ausflugs- bzw. Urlaubsziele vieler Berliner Bürger. Der Landkreis Barnim weist über 170.000 Einwohner auf, die Einwohnerzahl des LK Uckermark beträgt über 120.000. Dem Tourismus kommt mit insgesamt 1,7 Millionen Übernachtungen eine hohe Bedeutung zu.

Vorhaben
Dass die Verknüpfung der Themen Baukultur und Tourismus gerade in einem Biosphärenreservat ein wichtiges Element zum Erhalt der Kulturlandschaft ist, will das Modellvorhaben Schorfheide-Chorin in der Uckermark unter Beweis stellen. Innerhalb der Projektlaufzeit sollen neue Wege entwickelt und erprobt werden, um die Lebensqualität im ländlichen Raum zu steigern. Dazu beitragen sollen Maßnahmen zum Erhalt von wertvoller Bausubstanz sowie zur Sensibilisierung für das regionaltypische zeitgenössische Bauen. Außerdem ist ein Ziel, dass die touristische Vermarktung des Themas Baukultur vermehrt zur Wertschöpfung beiträgt. Dies soll vor allem durch eine gemeinsame Leitbildentwicklung sowie mittels einer Baukultur- und Tourismusstrategie gelingen, die von einer forcierten Kommunikation und Netzwerkarbeit begleitet wird.

Potenzial und Ziele
Eindrucksvolle Zeugen einer wechselvollen, interessanten Bau- und Siedlungsgeschichte charakterisieren die Region im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und liefern die Grundlage für eine steigende Zahl von Gästen, die ein naturnahes, authentisches und harmonisches Erholungs- bzw. Urlaubserlebnis suchen. Baukultur prägt also maßgeblich die Identität der Landschaft und somit kommt ihr für einen nachhaltigen, natur- und kulturerlebnisorientierten Tourismus in der strukturschwachen Region eine essenzielle Bedeutung zu. Durch Verfall oder unsachgemäßen Umbau historischer Bausubstanz besteht allerdings die Gefahr, dass die Authentizität der Region nach und nach verloren geht. Neben baurechtlichen Instrumenten, wie z.B. Satzungen, erscheint das Wissen um eine regionale Baukultur, deren Stilelemente und eine zeitgemäße Architektursprache bei Bauwilligen, Beratern und Anbietern erweiterungsfähig. Kostengünstige Möglichkeiten der fachgerechten Sanierung sind nicht ausreichend kommuniziert. Hier setzt Modellvorhaben an und will eine positive Entwicklung initiieren. Bereits seit Mitte der 1990er Jahre arbeitet das Biosphärenreservat mit verschiedenen regionalen Akteuren zusammen, seit 2015 gibt es einen Austausch zwischen Touristikern und Architekten. Im Rahmen des Modellvorhabens ist nun die Vertiefung dieses Projektansatzes geplant.

Im Modellvorhaben werden insbesondere zwei Ziele verfolgt. Zum einen soll ein Leitbild zum Zusammenwirken von Baukultur und Tourismus als Grundlage für die weitere Regionalentwicklung erarbeitet werden und zum anderen soll daraus eine Baukultur- und Tourismusstrategie erstellt werden. So soll der gemeinsame, intensive Austausch zwischen Baukulturakteuren und Touristikern in der Region vorangebracht werden, Lebensqualität zu erhalten, weitere Gäste zu gewinnen und somit durch Baukultur eine höhere Wertschöpfung aus dem Tourismus zu erzielen.

Ansprechpartner/in:
Petra Buchholz
Landkreis Uckermark
SB Tourismus- und Beschäftigungsförderung
petra.buchholz@uckermark.de
03984 / 701580

Kurzsteckbrief

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Forschungsprojekte

Baukultur und Tourismus – Kooperation in der Region Dokumenttyp: Forschungsprojekt

Baukultur und Tourismus werden bisher viel zu selten gemeinsam und vernetzt bearbeitet. Vor allem in ländlichen Regionen Deutschlands wird qualitätsvolles Planen und Bauen als touristisches Potenzial häufig nicht wahrgenommen. Viele gute Gründe sprechen dafür, dies zu ändern. Denn ein lebendiger Tourismus kann die Lebensqualität und regionale Identität ländlicher Räume steigern und die wirtschaftliche Wertschöpfung in den Regionen bewahren. Im ExWoSt-Forschungsfeld "Baukultur und Tourismus – Kooperation in der Region" haben sieben Modellvorhaben erprobt, wie die Kooperation von Baukultur und Tourismus im ländlichen Raum gestärkt werden kann und welche Werkzeuge dafür gewinnbringend sind. Projektlaufzeit: Juli 2016 – November 2019

Status: Abgeschlossen Laufzeit: Juli 2016–November 2019

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