Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Forschungsprojekt: Aktivierung von Innenentwicklungspotenzialen in wachsenden Kommunen – Erhebung und Erprobung von Bausteinen eines aktiven Managements

Projektsteckbrief

  • Status Abgeschlossen
  • Laufzeit Januar 2017 – Dezember 2020
  • Programm ExWoSt

Insbesondere in wachsenden Kommunen ist es notwendig, Wohnungsneubau auch durch Innenentwicklung voranzutreiben. Hierbei ergeben sich jedoch vielfältige Abstimmungs- und Aushandlungsbedarfe. Ziel der Modellvorhaben innerhalb des Forschungsfeldes war es, alltagstaugliche Lösungen zu finden, wie ein primär auf Information und Kooperation setzendes planerisches Handeln durch den Einsatz eines Innenentwicklungsmanagements zu mehr Wohnungsbau in der Innenentwicklung beitragen kann.

Ausgangslage

Der Vorrang der Innenentwicklung vor der Außenentwicklung repräsentiert einen zentralen Leitgedanken der nachhaltigen Stadtentwicklung. Er soll gewährleisten, dass die Flächennachfrage für Siedlungs- und Verkehrszwecke befriedigt werden kann und zugleich möglichst wenig auf naturnahe Flächen und Landschaftsräume zurückgegriffen wird.

Eine besondere Bedeutung hat in diesem Zusammenhang die Bereitstellung von Wohnbauland in der Innenentwicklung. Immer mehr Städte verzeichnen eine steigende Wohnungsnachfrage, sodass die Notwendigkeit zu einem forcierten Wohnungsneubau besteht. Wenn die benötigten Wohnungsbaugrundstücke primär im Wege der Innenentwicklung mobilisiert werden können, ist einerseits die Grundlage für einen bedarfsgerechten Wohnungsneubau geschaffen und andererseits sinkt die Notwendigkeit einer weiteren Außenentwicklung. Für die wachsenden Städte ist die Wohnbaulandaktivierung in der Innenentwicklung somit der zentrale Ansatzpunkt, um eine ressourcenschonende Stadtentwicklung mit den Anforderungen einer wachsenden Wohnungsnachfrage in Einklang zu bringen.

Die kommunale Praxis zeigt jedoch, dass trotz vielfältiger Aktivitäten ein Teil der Innenentwicklungspotenziale nicht aktiviert werden kann. Dabei mangelt es teilweise an erforderlichen Grundlageninformationen über die tatsächliche Verfügbarkeit von Baulücken und anderen Potenzialen sowie bestehenden Hemmnissen zur wohnbaulichen Nutzung derselben. Es kann aber auch ein ausreichend aktives Flächenmanagement fehlen, das sich zum Beispiel der gezielten Ansprache von Eigentümern der Flächen und von möglichen Investoren widmet.

Ziel

Vor diesem Hintergrund wurden im ExWoSt-Forschungsfeld ausgewählte Modellkommunen unterstützt – begleitend zur Wohnungsbauoffensive des Bundes im Rahmen des Bündnisses für bezahlbares Wohnen und Bauen. Sie sollten Lösungen erproben und beispielhaft umsetzen, die zu einer beschleunigten und insgesamt umfassenderen Umsetzung von Innenentwicklungspotenzialen für den Wohnungsbau führen. Damit verband sich auch das Ziel, das Aufgabenspektrum und die Arbeitsweisen eines mit Wohnungsbauaufgaben befassten „Innenentwicklungsmanagements“ praxisorientiert zu beschreiben.

Auftragnehmer des Forschungsprojekts war Quaestio Forschung & Beratung, Bonn.

Veröffentlichungen

Aktivierung von Innenentwicklungs­potenzialen in wachsenden Kommunen

Erhebung und Erprobung von Bausteinen eines aktiven Managements

Einzelpublikation

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Kontakt

  • Ernst Degener
    Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
    Referat WB 12 „Wohnen und Gesellschaft“
    Telefon: +49 228 99401-1243
    E-Mail: ernst.degener@bbr.bund.de

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