Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Berlin

"Innenentwicklungsmanagement Berlin"

Eckdaten
OrtBerlin
BundeslandBerlin
ProjektträgerSenatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen,
Abt. IV "Wohnungswesen, Wohnungsneubau, Stadterneuerung, Soziale Stadt"
ProjektbeteiligteSenatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen,
Abt. I "Stadt- und Freiraumplanung"
Räumlicher BezugInnenentwicklungsflächen im Einzugsbereich schienengebundener ÖPNV-Standorte (Baulücken, Brachflächen, Nachverdichtungspotenziale im Bestand)

Ausgangssituation

In der stark wachsenden Metropole Berlin erfordert der hohe Wohnraumbedarf die Mobilisierung von Innenentwicklungspotenzialen. Hierfür existieren bereits Strukturen, Ressourcen, Instrumente und Erfahrungen in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen. Hervorzuheben ist insbesondere die im Jahr 2013 eingerichtete Wohnungsbauleistelle, die zentrale Anlaufstelle für die Bezirke, für Investoren und alle anderen Akteure des Berliner Wohnungsmarktes ist und die bereits heute zentrale Aktivitäten des Innenentwicklungsmanagements übernimmt. Im Rahmen des Modellvorhabens sollen die bestehenden Handlungsroutinen innerhalb der Verwaltung untersucht und weiterentwickelt werden. Hierfür werden Instrumente auf einer kleineren Maßstabsebene in ausgewählten Handlungsräumen entwickelt und erprobt, um sie anschließend in gesamtstädtische Strategien zu überführen.

Konzept

Im Rahmen des Modellvorhabens soll der Innenentwicklungsmanager insbesondere durch die aufsuchende Beratung der Eigentümer den Wohnungsneubau befördern. Zudem soll auch der Aspekt der Akzeptanzschaffung von Wohnungsneubau in der Nachbarschaft das bisherige Angebot der Wohnungsbauleitstelle stärken und damit eine gezielte Erweiterung des bisherigen Spektrums stattfinden. Konkret setzt sich das Vorhaben aus folgenden Handlungsbausteinen zusammen:

Baustein 1: Erfassung und Grobbewertung von Potenzialen
Zu Beginn erfolgt eine empirische Analyse von Flächenpotenzialen im Umkreis von S- und U-Bahnstationen vorrangig außerhalb des Berliner S-Bahnrings. Anschließend werden die untersuchten Flächen typisiert, hinsichtlich der Realisierbarkeit für Wohnungsbau bewertet und in das bestehende Wohnbauflächen-Informationssystem eingepflegt. Mögliche Kriterien sind dabei z. B. Verfügbarkeit, Eigentumsverhältnisse, stadträumliche Einbindung, siedlungsstrukturelle Lage, städtebauliche Einbindung und verkehrliche Bewertung.

Baustein 2: Potenzialanalyse / Machbarkeitsstudie für prioritäre Standorte
Anschließend werden für ausgewählte Standorte Potenzialanalysen bzw. Machbarkeitsstudien erstellt, um die Flächen zeitnah für den Wohnungsbau zu aktivieren. Hierzu sind Testentwürfe für alle relevanten Potenzialflächen des jeweiligen Standorts angedacht. Die Rahmenbedingungen, der städtebaulichen und ggf. wohnungspolitischen Ziele sowie der damit verbundenen Handlungserfordernisse sollen aufgezeigt werden.

Baustein 3: Modellentwicklung für die aufsuchende Beratung
Es werden verschiedene Modelle zur Ansprache von Eigentümern und potenzielle Bauherren entwickelt, um die Mitwirkungsbereitschaft zu erhöhen und ausgewählte Innenentwicklungspotenziale zu mobilisieren. Im Rahmen des Modellvorhabens soll die Erstellung und Erprobung eines Handlungsleitfadens für eine aktive aufsuchende Beratung der Eigentümer erfolgen.

Baustein 4: Modellentwicklung zur Kommunikation mit der Nachbarschaft
Es werden modellhafte Lösungsansätze für die Einbeziehung der Nachbarschaft sowie die standortbezogene Einbeziehung von weiteren Akteuren (u.a. Bezirke, städtische Wohnungsbaugesellschaften, Genossenschaften, soziale Träger) erarbeitet, um die Akzeptanz für Wohnungsneubau zu erhöhen. Erfolgreiche Ansätze sollen in das Verwaltungshandeln überführt werden.


Ansprechpartner

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen
Wohnungsbauleitstelle
Markus Richter
Tel.: 030 / 90139-4024
E-Mail: markus.richter@sensw.berlin.de

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