Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Forschungsprojekt: Vom Stadtumbau zur städtischen Transformationsstrategie

Projektsteckbrief

  • Status Abgeschlossen
  • Laufzeit November 2017 – November 2019
  • Programm ExWoSt

Welche neuen Konzepte können angesichts gesellschaftlicher Veränderungen zu einer nachhaltigen Transformation beitragen und wie lassen sich diese in politische Stadtumbau-Programme und Stadtentwicklungsmaßnahmen übersetzen? Ziel des Projekts war es, Antworten auf diese Frage zu finden und Empfehlungen in einer "städtischen Transformationsstrategie" zu bündeln.

Projektlaufzeit: November 2017 – November 2019

Ausgangslage

Angesichts der "glokalen" Herausforderungen wie Klimawandel, demografischer Wandel, Digitalisierung und wirtschaftlicher Globalisierung wurden die Notwendigkeiten, Möglichkeiten und Grenzen einer nachhaltigen Transformation diskutiert. Wie aber kann aus diesem abstrakten Transformationsdiskurs etwas Konkretes werden? Können Stadtumbaukonzepte und –programme neu ausgerichtet werden, um auf Stadt- oder Quartiersebene hochskalierbare Lösungen für größere Transformationen zu erproben? Und welche Konzepte werden dafür benötigt? Diese Fragen bildeten den Ausgangspunkt für das Forschungsprojekt.

"Glokale" Veränderungen und knappe öffentliche Mittel zwingen Städte, ihre sozio-technischen Systeme zu transformieren. Betroffen sind beispielsweise die Energie- und Wasserversorgung, bauliche und technologische Infrastrukturen sowie die Verkehrssysteme. Derart einschneidende Prozesse bergen technische, soziale, fiskalische und ökologische Unsicherheiten. Der gesellschaftliche Wandel muss deshalb politisch aktiv und partizipativ gestaltet werden. Das erfordert neben technischem Know-how vor allem Wissen darüber, wie Transformationsprozesse analysiert und gestaltet werden können. Außerdem war zu eruieren, wie politische Entscheidungsmechanismen neu ausgerichtet und wie sie als sich entwickelnde Prozesse in Pilotprojekten oder Reallaboren erprobt werden können. Der Weg dahin kann über ko-evolutionäre Suchprozesse und Netzwerkbildung führen. Diese Ansätze dienen dazu, die Transformation mit den Menschen vor Ort gemeinsam zu gestalten und die gesellschaftliche Akzeptanz zu fördern.

Daraus ergeben sich folgende übergeordnete Forschungsfragen:

  • Welche verschiedenen Verständnisse von Transformation bestimmen die aktuelle wissenschaftliche und politische Debatte?
  • Inwiefern können Transformationselemente wie die Notwendigkeit der doppelten Entkopplung, Ressourceneffizienz ("reduce, reuse, recycle"), Suffizienz und Post-Wachstum im Stadtumbau zum Tragen kommen (beispielsweise in Gestalt eines ressourceneffizienten und sozial gerechten Stadtumbaus, der sich durch eine Aufwertung ohne Verdrängung, geringere Flächenverbräuche, Formen der ökologischen Nachnutzung etc. auszeichnet?
  • Welche Bereiche von Transformation sind durch eine Stadtentwicklungspolitik von Bund, Ländern und gemeindlicher Ebene überhaupt strategiefähig?
  • Was sind wesentliche inhaltliche und strategische Elemente einer Transformationsstrategie im Stadtumbau?
  • Welche Aspekte des Stadtumbauprogramms sind weiterzuentwickeln und zu ergänzen, wenn Stadtumbau auf einer umfassenden Transformationsstrategie basieren soll?

Ziel

Ziel des Projektes „Vom Stadtumbau zur städtischen Transformationsstrategie“ war es, theoretische Transformationskonzepte aufzuarbeiten, um daraus Erkenntnisse und konkrete Maßnahmen abzuleiten, die sich für eine Übersetzung in bestehende Stadtumbau- und Stadtentwicklungsansätze eignen.

Auftragnehmer des Forschungsprojekts waren: Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH und Öko-Institut in Berlin.

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