Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Forschungsprojekt: Attraktive Stadtquartiere für das Leben im Alter

Projektsteckbrief

  • Status Abgeschlossen
  • Laufzeit September 2005 – Dezember 2006
  • Programm ExWoSt

Was leisten Stadtquartiere für ein gutes Leben im Alter? Die Studie zeigt anhand von Nachuntersuchungen in 21 ehemaligen Modellvorhaben des Experimentellen Wohnungs- und Städtebaus (ExWoSt) und der Auswertung weiterer Städtebauprojekte auf, wie quartiersbezogene Ansätze die Lebensqualität im Alter sichern.
Projektlaufzeit: September 2005 - Dezember 2006

Ausgangslage und Anlass

Angesichts der demografischen Entwicklung stellt sich die Frage nach den Bedingungen für eine selbstständige Lebensführung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben im Alter dringender denn je. Gefragt sind Konzepte, mit denen Kommunen, Wohnungswirtschaft, soziale Dienste, bürgerschaftliche Einrichtungen und nicht zuletzt die älteren Menschen selbst den anstehenden Herausforderungen begegnen und Chancen und Potenziale künftiger Entwicklungen aufgreifen können. Dabei muss berücksichtigt werden, dass die Älteren keine homogene Gruppe darstellen: Es gibt die jungen Alten sowie die betagteren, die häufiger mit gesundheitlichen Einschränkungen leben müssen oder auch pflegebedürftig sind. Auch innerhalb der Altersgruppen unterscheiden sich die Lebensweisen deutlich voneinander. Neben den einheimischen Älteren wächst die Gruppe der Älteren mit Migrationshintergrund.

Welche Möglichkeiten es gibt, den Alltag zu gestalten, ist maßgeblich von der städtebaulichen Struktur des Wohnquartiers geprägt. Die Gestaltung von Gebäuden und Freiräumen und ihre Einbindung in das Quartier ist dabei ebenso von Belang wie die Art und Vielzahl vorhandener Nutzungen und Angebote. Bereits von 1989 bis 1995 wurden in den 21 Modellvorhaben des Forschungsfelds "Ältere Menschen und ihr Wohnquartier" im Experimentellen Wohnungs- und Städtebau quartiersbezogene Konzepte entwickelt, um die Lebensqualität für Ältere an ihrem Wohnort zu sichern und zu verbessern.

Erkenntnisinteresse

Die damalige Verbindung wohnungs- und städtebaulicher mit sozialplanerischen Strategien erscheint auch heute noch als eine Erfolg versprechende Vorgehensweise. Wichtige Fragen sind nun, welche Erfahrungen man bei der Umsetzung und im alltäglichen Gebrauch mit den damals entwickelten Konzepten gewonnen hat, wie sich veränderte gesellschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen auswirken und welche neuen Ansätze es mittlerweile gibt, um den besonderen Anforderungen älterer Menschen zu entsprechen.

Die Studie hat den Verlauf und die heutige Situation in den früheren Modellvorhaben untersucht und neuere Projekte hinzu gezogen. Daraus wurden Schlussfolgerungen gezogen, welche Anforderungen sich heute und in Zukunft in Bezug auf die Lebensqualität im Alter ergeben, welche Strategien geeignet sind, diesen Anforderungen zu entsprechen, und welche Akteure dabei gefordert sind.

Bei der Durchführung des Projektes wurde das BBR unterstützt von Weeber+Partner, Institut für Stadtplanung und Sozialforschung.

Kontakt

  • Bernd Breuer
    Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
    Referat RS 2 „Stadtentwicklung“
    Telefon: +49 228 99401-2268
    E-Mail: bernd.breuer@bbr.bund.de

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