Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Forschungsprojekt Die digitale Stadt gestalten: Eine Handreichung für Kommunen

Projektsteckbrief

  • Status Laufend
  • Start Januar 2019
  • Programm ExWoSt

Smart City: digital-technologisches Allheilmittel oder Manifestation einer orwellschen Dystopie? In diesem Spannungsfeld stehen Kommunen vor der Herausforderung, einerseits die Möglichkeiten der Digitalisierung im Sinne ihrer Bürger nutzbar zu machen, und andererseits den Ansprüchen an Datensicherheit, Privatsphäre, Technologiesouveränität und demokratischer Legitimation gerecht zu werden. Wie können Kommunen die digitalen Möglichkeiten für sich nutzen und gleichzeitig die möglichen Risiken im Blick behalten?

Projektstart: Januar 2019

Ausgangslage

Die Smart City Charta der Bundesregierung ist eine wichtige Orientierung für Bund, Länder und Kommunen zum Umgang mit der digitalen Transformation der Städte. Einige Kommunen haben bereits Digitalkonzepte und Projekte erarbeitet und setzen diese um.

Vielfach besteht jedoch Unsicherheit, wie die Prozesse der digitalen Transformation in städtisches Handeln integriert und umgesetzt werden können. Die Smart City Charta empfiehlt die Durchführung von Bedarfs-, Risiko- und Wirkungsanalysen. Diese Empfehlung wird mit dem folgenden Projekt aufgegriffen.

Folgende Forschungsfragen werden im Projektverlauf untersucht:

  • Wie können die Leitlinien und Empfehlungen der Smart City Charta auf kommunaler Ebene umgesetzt werden?
  • Wie können Strategien und Umsetzungsschritte in den Kommunen zielgerichtet entwickelt, priorisiert und auf den Weg gebracht werden?
  • Wie können Wirkungen und Risiken der Digitalisierung für die Stadtentwicklung erfasst und abgeschätzt werden?
  • Wie kann die Digitalisierung konzeptionell in die integrierte Stadtentwicklungsplanung aufgenommen werden?
  • Ergeben sich Hemmnisse, die der Bund (und die Länder) beseitigen können? Welche sind das?

Ziel

In den Leitlinien der Smart City Charta finden Kommunen Hinweise zum Umgang mit digitalen Transformationsprozessen. Aufgrund der komplexen Verflechtung technischer, sozialer und räumlicher Aspekte haben die Kommunen weiteren Informations- und Beratungsbedarf, wenn es um die Planung und Umsetzung von Smart City-Ansätzen geht.

Das Forschungsprojekt wird auf Basis der Leitlinien und Empfehlungen der Smart City Charta Leitfäden und Checklisten erarbeiten. Mit Hilfe dieser praxisnahen Handreichungen können die Kommunen ihre spezifischen Entwicklungs- und Digitalisierungsbedarfe erkennen, passende Projekte entwickeln sowie Chancen und Risiken einschätzen.

Die Kommunen werden hierdurch in die Lage versetzt, im Umgang mit den komplexen Anforderungen der Smart City eine informierte, aktive und selbstbestimmte Rolle einzunehmen.

Auftragnehmer

Kontakt

  • Dr. Andrea Jonas
    Referat I 5 - Digitale Stadt, Risikovorsorge und Verkehr
    Telefon: +49 228 99401-1254
    E-Mail: andrea.jonas@bbr.bund.de

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