Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Forschungsprojekt: Baulandumfrage 2020 – Bundesweit repräsentative Stichprobe zu Bauland- und Innenentwicklungspotenzialen

Konzept

Forschungsansatz

Der grundsätzliche Forschungsansatz der Baulandumfrage 2020 baut auf 3 methodische Zugänge:

  • Vorbereitende Recherchen zu Methoden und Status der Baulanderfassung und -mobilisierung
  • Durchführung einer Online-Umfrage unter Städten und Gemeinden
  • Durchführung von Fallstudien-Untersuchungen

Im Rahmen der vorbereitenden Recherchen werden vorliegende Erfahrungen, Ansätze, Methoden und "Tools" zur Baulanderfassung und -mobilisierung recherchiert und dargestellt. Hierbei sollen Initiativen auf den verschiedenen föderalen Ebenen (Bund, Länder, Regionalplanung, Kommunen) betrachtet werden. Diese Recherche wird mit einigen interessanten internationalen Ansätzen ergänzt, die als Best-Practice-Beispiele auch auf Deutschland übertragen werden können. Ziel der Analyse ist es außerdem, den Untersuchungsrahmen hinsichtlich der Erfassung von Baulandpotenzialen zu konkretisieren, also beispielsweise festzulegen, welche Flächenarten einzubeziehen sind (Definitionen).

Den Kern des Projektes bildet die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Baulandumfrage 2020 als standardisierte Online-Erhebung. Inhaltlich wird auf zentrale Merkmale des Fragebogens der Innenentwicklungs-Studie von 2012 sowie auf die Fragebögen „Wohnbauland“ und „Gewerbebau-land“ der Baulandumfrage von 2006 aufgebaut. In Abstimmung mit den kommunalen Spitzenverbänden werden rund 3.000 Städte und Gemeinden befragt. In der Stichprobe enthalten sind alle 1.593 (31.12.18) Städte und Gemeinden ab 10.000 Einwohner/-innen, rund 50% der Städte und Gemeinden mit 5.000-9.999 Einwohner/-innen sowie rund 10% der kleinen Gemeinden unter 5.000 Einwohner/-innen.

Ergänzend zur Umfrage werden mehrere systematisch ausgewählte Kommunen unterschiedlicher Raumtypen und Entwicklungskontexte in Kooperation mit lokalen Praxisakteuren als Fallstudien einer intensiveren Analyse unterzogen. Zentrales Ziel der Fallstudienuntersuchungen ist es, in Erweiterung und Vertiefung der grundlegenden Recherchen innovative und wegweisende Ansätze und Erfahrungen mit der Erfassung und Mobilisierung von Baulandpotenzialen aufzuzeigen. Zudem dienen die Fallstudienuntersuchungen dazu, die Ergebnisse der standardisierten Erhebung qualitativ zu untersetzen.

Forschungsleitfragen

Die Untersuchungen zielen auf die Beantwortung folgender zentraler Forschungsleitfragen:

  • Wieviel Bauland- und Innenentwicklungspotenziale stehen nach Einschätzung der Kommunen in Deutschland zur baulichen Nutzung bundesweit und in den verschiedenen Raumtypen zur Verfügung?
  • Welche Qualitäten (Lage, Zuschnitt, Belastung) und welche Herkunft (Wohnen / Gewerbe / Freiflächen / Sonstiges) weisen die Bauland- und Innenentwicklungspotenziale auf?
  • Welche zukünftigen Nutzungen sind vorgesehen, wieviel Wohn- oder Gewerbeeinheiten könnten auf den Flächen realisiert werden?
  • Wie stellt sich die Situation bei der Flächenerfassung, der Flächeninformation und dem Flächenmanagement dar; welche Ansätze, Instrumente und Entwicklungstendenzen gibt es hier?
  • Welche Erfahrungen und Ansätze gibt es hinsichtlich der Mobilisierbarkeit der Flächen; wie wird der Zeitrahmen bis zu ihrer Bereitstellung eingeschätzt (realisiert / aktuell mobilisierbar / geplant)?
  • Welche nationalen, länderspezifischen und kommunalen Aktivitäten und Erfahrungen mit der Erfassung und Mobilisierung von Baulandpotenzialen gibt es über die im Rahmen der Umfrage und den Fallstudien erhobenen Beispiele hinaus? Welche internationalen Beispiele und Erfahrungen bieten geeignete Anknüpfungspunkte zur Übertragung auf die Situation in Deutschland? 

Arbeits- und Zeitplan

Der Projektzeitraum erstreckt sich von Dezember 2019 bis August 2021. Nach vorbereitenden Recherchen sowie Fragebogen-Entwicklung und -Online-Implementation wird die eigentliche Befragung im Zeitraum August-September 2020 durchgeführt. Fallstudienuntersuchungen erstrecken sich einschließlich Vorbereitung über das gesamte Jahr 2020. Die Projektarbeiten im Jahr 2021 bestehen im Wesentlichen in der Auswertung und Dokumentation der Ergebnisse. Durchgeführt werden zwei Projektworkshops mit Beteiligung externer Expertise. Davon fand ein Workshop zur Vorbereitung der Erhebung und insbesondere Abstimmung des Fragebogens am 25. März 2020 statt. Bedingt durch die Einschränkungen aufgrund der Corona-Situation wurde die Veranstaltung als Online-Workshop durchgeführt. Ein zweiter Workshop ist für das Frühjahr 2021 vorgesehen zur Diskussion der Ergebnisse.

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