Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Forschungsprojekt: Baulandumfrage 2020 – Bundesweit repräsentative Stichprobe zu Bauland- und Innenentwicklungspotenzialen

Zwischenergebnisse

Vorbereitende Recherchen

Im Rahmen der vorbereitenden Recherchen wurden zunächst auf der Grundlage existierender Begriffsverwendungen die Definitionen für die im Fragebogen angesprochenen Flächenkategorien und sonstigen Begrifflichkeiten erarbeitet. Konkret werden im Fragebogen "Innenentwicklungspotenziale", sonstige "baureife Baulandreserven" und "langfristige Baulandpotenziale" als wesentliche Baulandkategorien thematisiert. Außerdem werden "Brachen", "Baulücken" und "Nachverdichtungspotenziale" unterschieden. In einem weiteren Abschnitt geht es um "Kosten-Nutzen-Betrachtungen" der Siedlungsentwicklung. Die für diese Begriffe verwendeten Definitionen werden jeweils bei den entsprechenden Fragen im Online-Fragebogen angezeigt.

Ein weiterer Aspekt der vorbereitenden Recherchen betraf existierende Ansätze und Erfahrungen der Baulanderfassung und -mobilisierung. Das Thema wird in den Bundesländern sehr unterschiedlich behandelt. So stehen den Städten und Gemeinden in sieben Bundesländern Tools wie Datenbanken, Software und Internetplattformen zur Verfügung. Die gefundenen Flächenmanagement-Tools auf Landesebene stammen nahezu vollständig aus der Zeit um das Jahr 2010. Dabei sind die meisten Anwendungen im Rahmen der zahlreichen REFINA-Projekte entwickelt worden. Inhaltlich konzentrieren sich die Methoden der Baulanderfassung in aller Regel auf die Erhebung von Potenzialflächen im Innenbereich sowie die Erfassung von Baulücken und Brachflächen. Dabei firmieren sie häufig unter dem Begriff „Flächenmanagement“. Alle Tools verwenden dabei zwar ähnliche, jedoch nicht einheitlich festgelegte Begriffe. Auf internationaler Ebene gibt es interessante Ansätze z.B. in der Schweiz und Großbritannien, die im weiteren Projektverlauf intensiver ausgewertet werden.

Befragung

Der Entwurf des Fragebogens wurde in mehreren Pretest-Runden sowie einem Online-Workshop mit Expertinnen und Experten aus Forschung und Praxis abgestimmt. An der Abstimmung beteiligt waren auch Vertreterinnen und Vertreter der kommunalen Spitzenverbände, die die Umfrage unterstützen. Unter anderem wurde auf Anregung der Vertreterin des Städtetages eine zeitgleich im Auftrag des Umweltbundesamtes vorbereitete Umfrage des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu) zu Flächenpotenzialen und Kosten/Nutzen-Betrachtungen in die Baulandumfrage integriert. Der Fragebogen zur „Baulandumfrage 2020“ umfasst drei Themenkomplexe:

  • Baulandreserven und Innentwicklungspotenziale in deutschen Städten und Gemeinden
  • Stand und Methoden der Baulanderfassung und –mobilisierung
  • Folgekosten der Flächenentwicklung

Nach Abschluss der Online-Implementation des Fragebogens läuft die Befragung seit August 2020. Die für eine Teilnahme ausgewählten Städte und Gemeinden werden mit E-Mail-Anschreiben kontaktiert in dem auch der Link zum Online-Fragebogen mitgeteilt wird. Zur Orientierung und Abstimmung liegt dem Anschreiben eine Druckversion der Umfrage bei (PDF-Datei), die auch zur Offline-Teilnahme genutzt werden kann. Eine Bearbeitung des Fragebogens ist zumindest bis Ende September 2020 möglich.

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