Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Forschungsprojekt: Pilotphase Kleinstadtakademie (2019-2022)

Konzept

Die Grundlagen und Grundsätze für eine ab 2023 zu verstetigende Kleinstadtakademie sollen in der Pilotphase (2019 – 2022) geschaffen werden. Mit der Kleinstadtakademie soll ein offenes Austausch- und Lernnetzwerk für die über 2.000 Kleinstädte in Deutschland entstehen. Dies beinhaltet die Verbindung von lokalen und dezentralen sowie digitalen und mobilen Beratungs- und Vernetzungsangeboten zum Thema Stadtentwicklung mit einem besonderen Fokus auf die Bedarfe und Wünsche von Kleinstädten. Die Akademie soll den Austausch und die Vernetzung fördern, das gemeinsame Entwickeln und Lernen unterstützen, beraten und wichtige Impulse für die Kleinstadtentwicklung vor Ort setzen. Es werden Angebote für Austausch, Begegnung, Qualifizierung und die Formulierung gemeinsamer Interessen sowie Lösungsansätze für aktuelle Herausforderungen erprobt und ausgewertet.

Zusammenspiel von Beratungs- und Vernetzungsangeboten
Die Idee einer Kleinstadtakademie geht von den Potenzialen aus, die aus einer "Eigenlogik" (endogene Potenziale) der Kleinstadt entstehen. Mit der Akademie sollen deshalb Mittel und Formate bereitgestellt werden, durch die temporär ein Raum geschaffen wird, in dem solche Findungsprozesse möglich werden.


Alle Angebote, Formate, Darstellungen usw., ob vor Ort oder medial, offline oder online aufbereitet, sollen einfach, klar und vor allem schnell auf den Punkt erfassbar sein.

Um das Ziel eines "offenen Lernnetzwerks" zu erreichen, sollen Formate, Strukturen, Inhalte und Themen der Kleinstadtakademie in iterativen Prozessen, also kontinuierlichen Schleifen mit Reflektionen entwickelt und geschärft werden. Dieser Forschungsansatz ist kein linearer, sondern ein zyklischer Prozess und verläuft in drei Phasen:

  • Planen und Gestalten: Grobe Inhalte werden festgesetzt (in Kongruenz zu den jeweiligen Projektaufrufen), Fragen werden formuliert.
  • Handeln und Testen: Vorhaben werden durchgeführt, Experimente begangen, innovative Ansätze getestet, Aktivitäten werden dokumentiert.
  • Bewerten und Reflektieren: Strukturen, Formate, Inhalte und Themen werden ausgewertet und kritisch reflektiert. Adaptions- und Verbesserungspotenziale werden sichtbar gemacht. Erkenntnisse dienen als Grundlage für die jeweils nächste Planungs- und Gestaltungsphase.


Lernen von Modellprojekten
Die durch Projektaufrufe geförderten Modellvorhaben sollen die Kleinstadtakademie inhaltlich und strukturell (weiter)entwickeln. Im Rahmen der Pilotphase erhalten sie die Chance, innovative Methoden und Lösungsansätze zu entwickeln, zu nutzen und zu diskutieren.
>> mehr


Einbindung lokaler Akteure – Beirat
Neben den Kommunen werden auch weitere relevante Akteure der Stadtentwicklung in die Prozesse eingebunden. Als strukturelle Ergänzung zu diesen Akteursgruppen wurde ein Beirat eingerichtet. Dieser begleitet die Akademie und wird in die Entwicklung sowie Schwerpunktsetzung der Akademie eingebunden. >> mehr

Diese Seite