Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Forschungsprojekt Stadt von übermorgen – Zukunftsdiskurse & Arbeitsmaterialien

Projektsteckbrief

  • Status Laufend
  • Start November 2019
  • Programm ExWoSt

In diesem Projekt entsteht ein Werkzeugkasten, der Akteure der Stadtentwicklung dabei unterstützt, über das „Übermorgen“ nachzudenken und Gestaltungsmöglichkeiten auszuloten. Mit ausgewählten Städten und Kommunen werden verschiedene Anwendungsfälle für die Arbeit mit Zukunftsfragen durchgespielt. Dies können konkrete Planungsinstrumente (z.B. ISEK, FNP, Leitbild) oder Themenkomplexe (z.B. Digitalisierungsstrategie, Klimaanpassung) sein, aber auch die allgemeine Auseinandersetzung mit Zukunftstrends. Im Ergebnis soll ein Set von Arbeitsmaterialien für den praktischen Einsatz auf kommunaler Ebene entstehen.

Projektstart: November 2019

Ausgangslage

Ob KI, Robotik, demografischer Wandel, Klimawandel oder Energiewende – Stadtentwicklung wird heute durch eine Vielzahl von Trends und Treibern beeinflusst. Aber welche dieser Entwicklungen sind vor Ort relevant, wie wirken sie auf die unterschiedlichen Stadt- und Raumtypen und welche Handlungs- und Gestaltungsoptionen gibt es für die Akteure vor Ort? Diese Fragen beschäftigen Städte und Kommunen zunehmend und es setzt sich die Erkenntnis durch, dass sich die Zukunft nicht mit den bewährten Mitteln gestalten lässt.

Das Interesse des Bundes ist es, (kommunale) Akteure dabei zu unterstützen, ins Gespräch zu kommen und zu debattieren, wie wir morgen und übermorgen leben wollen, um Orientierung zu schaffen, Gestaltungsspielräume zu definieren und die Weichen rechtzeitig in die gewünschte Richtung zu stellen. Für die Auseinandersetzung mit diesen Fragen wird ein Werkzeugkoffer entwickelt, der die Akteure mit Formaten, Methoden und konkretem Arbeitsmaterial dabei unterstützt, die richtigen Fragen zu stellen, langfristige Entwicklungen zu berücksichtigen und politische Prioritäten zu sondieren. Der Werkzeugkoffer wird mit Städten und Kommunen verschiedener Größe und räumlicher Lagen in Deutschland im Rahmen von Zukunftsdiskursen erprobt.

Ziele

Das Projekt hat folgende Ziele:

  • Die Trendmoleküle, die in der Studie "Nachdenken über die Stadt von übermorgen" (Laufzeit: 2016-2018) entwickelten wurden, werden zunächst aktualisiert und handhabbar gemacht: Die Trendmoleküle werden inhaltlich aktualisiert, weiterentwickelt und graphischen aufbereitet. In einem zweiten Schritt werden Sets von Trendmolekülen für verschiedene Anwendungsfälle entwickelt (abhängig von Planungsinstrumenten, thematischen Fragestellungen etc.).
  • Methodenkoffer/Tool-Box entwickeln: Akteuren, die das Stadtgeschehen prägen und Diskurse über Stadtzukünfte anstoßen wollen, soll ein Instrumentarium bereitgestellt werden, das sie in allen Phasen mit inhaltlichen und prozessualen Arbeitsmitteln unterstützt.
  • Erkenntnisse über relevante Trends für die Stadt von übermorgen generieren und deren räumliche Auswirkungen aufzeigen.
  • Eine Reflexion über (Verwaltungs-)Instrumente anregen: Durch die enge Verknüpfung des Projektansatzes mit etablierten Planungsinstrumenten sollen sowohl Einblicke in potenzielle Einflüsse von Zukunftstrends auf die Planungsinstrumente gewonnen als auch Ideen entwickelt werden, wie diese Planungsinstrumente mit Blick auf die Stadt von übermorgen in Zukunft aufgesetzt bzw. angereichert werden könnten.

Auftragnehmer

  • urbanista
    Bäckerbreitergang 14, 20355 Hamburg
    Dr. Julian Petrin

    Telefon: +49 40 571 995 20
    E-Mail: petrin@urbanista.de

  • Futur A
    Am Sportplatz 5, 53819 Neunkirchen-Seelscheid
    Doris Sibum

    Telefon: + 49 176 549 75 883
    E-Mail: doris.sibum@futur-a.com

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