Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Forschungsprojekt: Neue Räume für die produktive Stadt

Projektsteckbrief

  • Status Laufend
  • Start November 2020
  • Programm ExWoSt

Nach Jahren der Trennung von Wohnen und Arbeiten geriet die Produktion in der Stadt zunehmend aus dem Blickfeld und wurde zum Teil aus den Städten ausgelagert. Angestoßen durch veränderte Produktionsweisen und neue Möglichkeiten der Nutzungsmischung wird aktuell intensiv über die produktive Stadt diskutiert. Noch fehlen bundesweite Untersuchungen und Datenanalysen, insbesondere in Bezug auf Beschäftigungseffekte und räumliche Differenzierungen. Hier setzt das Projekt an.

Ausgangslage

Urbane Produktion spielt für die nutzungsgemischte Stadt, die spätestens seit der Leipzig Charta 2007 forciert wird, eine wichtige Rolle. Doch welche Effekte und Potenziale ergeben sich durch veränderte Produktionsweisen, die u.a. durch die zunehmende Digitalisierung, technologische Innovationen oder durch veränderte Standortanforderungen der Unternehmen möglich sind? Nationale und internationale Fallstudien zeigen zwar, wie einzelne Unternehmen und städtische Strategien versuchen, das produzierende Gewerbe in der Stadt zu integrieren. Es fehlt jedoch an bundesweiten Untersuchungen, die die Bedeutung des Themas systematisch und für verschiedene Stadttypen analysieren.

Ziel

Das Ziel der Studie ist, den Untersuchungsgegenstand der produktiven Stadt systematisch und räumlich differenziert aufzubereiten, Chancen und Risiken für die nutzungsgemischte Stadt herauszuarbeiten sowie die Bedeutung und Steuerungsmöglichkeiten für die Stadtentwicklungsplanung aufzuzeigen.

An gemischt genutzten Standorten der Stadt können kleinteilige Manufakturen der urbanen Produktion integriert werden, während andere Betriebe nach wie vor abgeschlossene Industrie- und Gewerbeflächen benötigen. Die entstehenden Potenziale und Anforderungen beider Produktionsorte werden im Projektverlauf untersucht.

Forschungsfragen

  • Inwiefern kann die produktive Stadt zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung beitragen?
  • Welche Trends und Treiber beeinflussen die Produktion in der Stadt?
  • Wie stellt sich Produktion bundesweit in unterschiedlichen Stadt- und Gemeindetypen dar?
  • Welche Branchen, Sektoren und Technologien finden sich in welchen Raumtypen?
  • Welche Bedeutung wird der Produktion auf kommunaler Ebene beigemessen?
  • Welche Herausforderungen und Handlungsansätze ergeben sich für die Akteure (Kommunen, Unternehmen, Zivilgesellschaft) und für das planerische Instrumentarium?

Auftragnehmer

  • Westfälische Hochschule Gelsenkirchen, Bocholt, Recklinghausen
    Institut Arbeit und Technik
    FSP Raumkapital
    Munscheidstraße 14, 48556 Gelsenkirchen

  • Dr. Stefan Gärtner
    Telefon: +49 209 1707 164
    E-Mail: gaertner@iat.eu

  • Kerstin Meyer
    Telefon: +49 209 1707 113
    E-Mail: kmeyer@iat.eu

  • Dajana Schlieter
    Telefon: +49 209 1707 184
    E-Mail: schlieter@iat.eu

  • Unterauftragnehmer
    Hochschule Bochum - Fachbereich Geodäsie
    Bochum University of Applied Sciences
    Lennershofstr. 140, 44801 Bochum
    Ansprechpartner: Marcel Schonlau

    Telefon: +49 234 32 10553
    E-Mail: marcel.schonlau@hs-bochum.de

  • Labor für urbane Orte und Prozesse
    Talstrasse 41, 70188 Stuttgart
    Ansprechpartner: Prof. Stefan Werrer

    Telefon: +49 711 935919 96
    E-Mail: stefan.werrer@711lab.com

  • Christine Baur
    Telefon: +49 711 935919 95
    E-Mail: christine.baur@711lab.com

  • In Kooperation mit:
    Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung
    Die Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit
    Regensburger Straße 104, 90478 Nürnberg
    Dr. Udo Brixy

    Telefon: +49 911 179 3254
    E-Mail: Udo.Brixy@iab.de

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