Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Forschungsprojekt: Regionalplanerische Handlungsansätze zur Gewährleistung der öffentlichen Daseinsvorsorge

Veranstaltungen

Dokumentierte Veranstaltungen

1. Workshop der Modellregionen (14./15. Juni 2006)

Der erste gemeinsame Workshop der Modellregionen fand im Innovationszentrum Itzehoe statt. Die Leitziele dieses Workshops waren:

  • gegenseitiges Kennenlernen der wichtigen Akteure der beiden Modellregionen
  • Vorstellung der jeweiligen Ausgangssituation und Rahmenbedingungen sowie der Motive und Zielsetzung der Arbeit im Modellvorhaben
  • Vorstellung und Diskussion der ausgewählten Handlungsfelder, Arbeitsstrukturen und Verfahrensweisen
  • Erfahrungsaustausch zur

    • Zusammenarbeit/Arbeitsteilung zwischen BBR, Landesplanungen, Modellregionen und Begleitforschung
    • Datenbeschaffung und Aufbereitung
    • Einbindung der Politik (auch auf kommunaler Ebene)
    • Recherche und Vermittlung von good practices in den Handlungsfeldern
  • gemeinsame Formulierung von Anforderungen an den weiteren Arbeitsprozess

Die Dokumentation des Workshops steht als Download (PDF, 331KB, Datei ist nicht barrierefrei) zur Verfügung.

2. Workshop der Modellregionen (7./8. November 2006)

Im zweiten gemeinsamen Workshop der Modellregionen in Neubrandenburg standen folgende Fragen im Zentrum des Erfahrungsaustausches:

  • Welche Spielräume und Optionen haben die Regionen und die Kommunen, um - auch in Anbetracht der aktuellen Schulgesetzgebung der Länder - eine Bildungslandschaft mit guten Erreichbarkeitswerten und hohen qualitativen Standards zu sichern?
  • Welche - auch organisatorischen - Anpassungen sind beim ÖPNV zukunftsfähig? Hier wird ein wichtiger Ansatz die von der Mecklenburgischen Seenplatte in Auftrag gegebene ÖPNV-Studie sein.
  • Wie kann die Kinderbetreuung und damit Familienfreundlichkeit optimiert werden? Hierzu bildet die Auswertung einer Befragung zur Familienfreundlichkeit in Dithmarschen einen wichtigen Input.
  • Ist ein regionales Netzwerk ärztlicher, ambulanter und häuslicher Pflege ein Zukunftsmodell für die Versorgung älterer Menschen oder aber eine Utopie?

Für den Workshop hatten sich Vertreterinnen und Vertreter des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung, der Landesplanungen der Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, der Bildungsressorts von Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sowie insgesamt mehr als 50 hochrangige Vertreterinnen und Vertreter der drei Modellregionen aus Politik, Verwaltung und betroffenen Organisationen angemeldet. Sie wurden in der Mecklenburgischen Seenplatte, Gastgeber dieses zweiten Workshops der Modellregionen, begrüßt von dem Oberbürgermeister der Stadt Neubrandenburg und Vorsitzenden des Regionalen Planungsverbandes, Herrn Bundesminister a.D. Dr. Paul Krüger.

Die Dokumentation des Workshops steht als Download (PDF, 588KB, Datei ist barrierefrei/ barrierearm) zur Verfügung.

3.Workshop der Modellregionen (05./06.Juni 2007)

Beim dritten gemeinsamen Workshop der Modellregionen am 05. und 06. Juni 2007 in der Domaula von Brandenburg an der Havel wurde erneut deutlich: Der überregionale Erfahrungsaustausch zeigt immer wieder neue Perspektiven auf.

Im Handlungsfeld Pflegelandschaft wurde zunächst die Frage aufgeworfen, ob in der Bauleitplanung Kriterien für die Genehmigung von Senioreneinrichtungen (z.B. Zentralität, ÖPNV-Anschluss) vorgegeben werden sollten. Die Arbeitsgruppe hat eine entsprechende Empfehlung ausgesprochen. Weitere zentrale Punkte waren die Gewährleistung einer (träger-) unabhängigen Beratung und die Sensibilisierung der Kommunalpolitik. Fazit der Diskussion: Die politischen Gremien der Kreise müssen bei der Gestaltung einer Pflegelandschaft den "Hut" aufsetzen. Beim Aufbau eines Pflegenetzwerkes müssen zudem von Anfang an die Kostenträger eingebunden werden. Dies ist auch deshalb von besonderer Bedeutung, weil bei unterschiedlicher Kostenträgerschaft vielfach die Entscheidung zwischen ambulanter und stationärer Pflege dominiert.

Im Rahmen des inhaltlichen Austausches in der AG Schulische Bildung und ÖPNV wurden u.a. die folgenden Aspekte berührt: Die Ergebnisse der Kostenrechnung für das Themenfeld "Schule" für die Mecklenburgische Seenplatte wurden von den beiden anderen Regionen mit großem Interesse aufgenommen. Das Kooperationsmodell aus der Region Dithmarschen-Steinburg, nach dem sich verschiedene Schulen zu einer Organisationseinheit mit mehreren Standorten zusammenfügen, um auf diese Weise Overheadkosten einzusparen, stieß bei den Regionen Havelland-Fläming und Mecklenburgische Seenplatte auf großes Interesse. Dabei wurde allerdings auch auf restriktive Vorgaben der jeweiligen Länder verwiesen. Die AG Schulische Bildung und ÖPNV formulierte u.a. folgende Empfehlungen :

  • Regionale Zielvereinbarungen in eine "Umbrella"-Vereinbarung "MORO" auf Ebene der Kreise oder der regionalen Entscheidungsgremien gliedern, an die dann fachspezifische Zielvereinbarungen (z.B. der Fachämter oder der Zweckverbände) angehängt werden können.
  • Im Rahmen der Zielvereinbarungen eher mit Positivzielen ("Erhalt der folgenden Standort als Grundnetz") oder mit Prüfkriterien ("Im Falle von alternativen Standortoptionen sollen die Standorte erhalten bleiben, die folgende Kriterien erfüllen") als mit Negativliste ("Folgende Standorte sind gefährdet") arbeiten.
  • Im Rahmen der Zielvereinbarungen Mechanismen festlegen, wer in Schließungs- bzw. Erhaltungsentscheidungen über (Schul-)Standorte mit einzubeziehen ist. Auf diese Weise könnten die Regionen sich selber zwingen, wesentliche Aspekte des MORO-Prozesses auch nach Projektabschluss fortzuführen.

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