Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Forschungsprojekt Überregionale Partnerschaften – Innovative Projekte zur stadtregionalen Kooperation, Vernetzung und gemeinsamen großräumigen Verantwortung

Konzept

Die Durchführung der Modellvorhaben wird durch ein vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) eingerichtetes Projektmanagement begleitet. Es unterstützt die Modellvorhaben inhaltlich bei besonderen Fragestellungen, die für die Durchführung des MORO-Projektes von allgemeinem Interesse sind und sorgt dafür, dass die einzelnen Modellvorhaben nach außen als eineMORO-Projektfamilie wahrgenommen werden. Hierzu gehört auch, dass ähnlich Projekte aus anderen Finanzierungsquellen (z.B. Aufbau-Ost; Ziel 3 EFRE), die durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und das BBR gefördert werden, als assoziierte Projekte in dieser MORO-Projektfamilie geführt werden.

Das Projektmanagement führt Veranstaltungen in Form von Werkstätten durch, bei denen die Verbindungen zwischen den einzelnen Projektpartnern gestärkt werden und ein Erfahrungsaustausch zwischen den Modellvorhaben gefördert wird. Diese Werkstätten sollen in der Regel zweimal im Jahr in jeweils einer der Modellregionen stattfinden. Ferner organisiert das Projektmanagement einmal pro Jahr eine Fachtagung, bei der auch die Fachöffentlichkeit einen fundierten Einblick in den Projektfortschritt erhält sowie Schlussfolgerungen für die Raumentwicklungspolitik des Bundes mit einer breiteren Öffentlichkeit diskutiert werden.

Aus den Ergebnissen der Modellvorhaben sollen

  • Schlussfolgerungen zu dem Leitbildkonzept der überregionalen Partnerschaft gezogen,
  • übertragbare Empfehlungen zur künftigen Umsetzung in den Regionen und zur zielgerichteten Unterstützung durch Maßnahmen des Bundes gegeben sowie
  • Folgerungen für weiteren Forschungsbedarf oder Modellvorhaben nach 2009 abgeleitet werden.

Leitfragen

Die Modellvorhaben sollen Erkenntnisse insbesondere für folgende Fragestellungen liefern:

  1. Welche Merkmale weisen im regionalentwicklungspolitischen Verständnis überregionale Partnerschaften in räumlicher, funktionaler und institutioneller Hinsicht auf?
  2. Welche Funktionen übernehmen die einzelnen Teilräume im Rahmen überregionaler Partnerschaften bzw. großräumiger Verantwortungsgemeinschaften für den Gesamtraum?
  3. Welchen Beitrag leisten die einzelnen Teilräume überregionaler Partnerschaften für Wachstum und Innovation der Gesamtregion
  4. Welche Vorteile der Kooperation ergeben sich für die einzelnen Teilräume aus überregionalen Partnerschaften bzw. großräumigen Verantwortungsgemeinschaften?
  5. Welche endogenen Potenziale der einzelnen Teilräume lassen sich besser bzw. nur durch überregionale Zusammenarbeit ausschöpfen?
  6. Welche Handlungsfelder erfordern eine überregionale Zusammenarbeit oder sind hierfür besonders geeignet, um Wachstums- und Innovationseffekte in den verschiedenen Teilräumen zu maximieren?
  7. Welche rechtlichen, finanziellen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen sind für die Herausbildung überregionaler Partnerschaften erforderlich?
  8. Welche raumordnungs- und raumentwicklungspolitischen Instrumente befördern eine auf Wachstum und Innovation ausgerichtete überregionale Partnerschaft?
  9. Welche Akteure sind in überregionale Partnerschaften einzubinden?
  10. Wie kann man Unternehmen in die regionale Verantwortung einbeziehen? Wie kann man regionale Verantwortung in die Unternehmensziele einbringen?
  11. Welche Kooperationsmodelle tragen zum Erfolg überregionaler Partnerschaften bzw. großräumiger Verantwortungsgemeinschaften bei?
  12. Welche Phasen der Herausbildung überregionaler Kooperationsmodelle lassen sich unterscheiden? Was sind deren Merkmale? Welche Rahmenbedingungen sind für den Erfolg der einzelnen Phasen wichtig?
  13. Wie lässt sich die Kooperationsbereitschaft der einzelnen regionalen Akteure im Sinne überregionaler Partnerschaften bzw. großräumiger Verantwortungsgemeinschaften entwickeln? Welche Bedeutung kommt hierbei einem nach "innen" gerichteten regionalen Marketing zu und wie kann es ausgestaltet werden?
  14. Welche Aufgaben kommen der Landes- und Regionalplanung im Rahmen überregionaler Partnerschaften und großräumiger Verantwortungsgemeinschaften zu?
  15. Wie können überregionale Partnerschaften und großräumige Verantwortungsgemeinschaften durch die Fachpolitiken unterstützt werden?
  16. Welche besonderen Anforderungen ergeben sich bei grenzüberschreitenden überregionalen Partnerschaften?

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