Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Forschungsprojekt Überregionale Partnerschaften – Innovative Projekte zur stadtregionalen Kooperation, Vernetzung und gemeinsamen großräumigen Verantwortung

Modellregionen

Wie es weitergeht: Stellungnahmen und Ausblicke der Modellprojekte zur weiteren Entwicklung der Überregionalen Partnerschaften

  • Hamburg: "MORO Nord - Großräumige Partnerschaft Norddeutschland/ Metropolregion Hamburg"


    Ausblick – Sicherstellung der großräumigen Partnerschaft auch in der Zukunft

    Im Rahmen der durch das MORO Nord-Projekt erfolgten modellhaften Anwendung des neuen Ansatzes einer großräumigen, länderübergreifende Kooperation, der weit über die Metropolregion Hamburg hinausgeht, sind neue, konstruktive Formen der Zusammenarbeit, belastbare Netzwerke und zahlreiche zukunftsweisende Projektideen entstanden. Vor dem Hintergrund der großen Gebietskulisse von MORO Nord und der Komplexität der zahlreichen Teilprojekte konnten und können diese allerdings nicht alle vollständig innerhalb der zweieinhalbjährigen Laufzeit realisiert werden, zumal es auch weitere, ganz neue Projektansätze gibt.Dementsprechend haben schon frühzeitig viele am MORO Nord-Prozess beteiligte Akteure Interesse und Bedarf bekundet, die laufenden sowie die neu initiierten länderübergreifenden Kooperationen nach dem förmlichen Ende von MORO Nord fortzusetzen. Im Ergebnis gibt es nach bisheriger Einschätzung für diese neue Art großräumiger Kooperation auch zukünftig einen nachhaltigen Bedarf, da viele Projektansätze richtigerweise nur aus norddeutscher Perspektive erfolgreich zu behandeln sind. In Norddeutschland waren allerdings bereits vor Beginn des MORO Nord-Projektes zahlreiche Arbeitsgruppen und Kooperationsnetzwerke auf verschiedenen Ebenen etabliert. Die norddeutsche Kooperationslandschaft reichte insoweit von monothematischen Zusammenschlüssen bis zu integrativen Strategien und von kleinräumigen Kooperationen zwischen Nachbarkommunen, über regionale Kooperationsformen, drei Metropolregionen (Hamburg, Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg, Bremen-Oldenburg im Nordwesten) bis hin zu norddeutschen Länderkonferenzen (KND, CdS-AG Nord, Konferenz der Wirtschafts- und Verkehrsminister der norddeutschen Küstenländer (KüWiVerMinKo)). Großräumige, auf Norddeutschland ausgerichtete projektbezogene Kooperationsformen – wie in MORO Nord – gab es dagegen nicht.
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  • Brandenburg: "Kooperation und Vernetzung im Nordosten"
    Modellprojekt „Kooperation und Vernetzung im Nordosten“

    1.Zusammenfassung und Bewertung des Vorhabens

    Mit dem folgenden Bericht soll eine zusammenfassende Darstellung und Bewertung des Vorhabens „Kooperation und Vernetzung im Nordosten“ vorgenommen werden. Die Ausführungen ergänzen insoweit die Projektchronologie und die Beantwortung der Forschungsleitfragen (Anlage 1), wie sie mit der Fortschreibung der Sachstandsberichte (Anlage 2) vorliegen.

    Der Bericht bezieht sich in erster Linie und ausdrücklich auf die Ergebnisse dieses Modellvorhabens. An einigen wenigen Positionen wurden Querbezüge zu den anderen Modellvorhaben hergestellt, soweit dies zum besseren Verständnis der Aussagen hilfreich ist.

    1.1Ausgangspunkt und Handlungsansatz der überregionalen Partnerschaft

    Das Vorhaben „Kooperation und Vernetzung im Nordosten“ ist über die Leitbilder der MKRO (Ministerkonferenz für Raumordnung) und das Forschungsfeld „Überregionale Partnerschaften – Innovative Projekte zur stadtregionalen Kooperation, Vernetzung und gemeinsamen großräumigen Verantwortung“ von BMVBS (Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung) und BBSR (Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung) in einen übergeordneten Rahmen der Raumentwicklungspolitik in Deutschland eingebunden. Diese programmatische Einbindung war für die neue Partnerschaft im Nordosten von besonderer Bedeutung.

    1.1.1Politischer Rahmen des Projekts, Leitbilder der MKRO

    Die neuen Leitbilder der Raumentwicklung in Deutschland (Beschluss der MKRO vom 30.06.2006) wollen den wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt der Regionen stärken und insbesondere eine übergreifende Zusammenarbeit der Gemeinden, Städte, Stadt-Umland-Regionen, Metropolregionen sowie der ländlichen, ausdrücklich auch der ländlich peripheren Regionen unterstützen. Insbesondere mit dem Leitbild 1 wurde der strategische Ansatz der großräumigen Verantwortungsgemeinschaft formuliert, durch den im Sinne einer auf Entwicklung und Ausgleich ausgerichteten Raumordnungspolitik eine ausgewogene Zusammenarbeit zwischen Metropolen und ländlichen Regionen gestärkt werden soll.

    Die mit dem MKRO-Beschluss von 2006 in der Leitbildkarte 1 auf der Basis von Pendlerverflechtungen abgegrenzten Metropolräume bestätigen zum Teil bereits bestehende großräumige Partnerschaften, wie z. B. in den Metropolregionen Nürnberg und Hamburg. Zum Teil konstituiert das Leitbild 1 aber auch neuartige, über die bestehenden Metropolregionen räumlich erheblich hinausgehende Kooperationsräume, insbesondere im Südwesten („erweiterte Metropolregion Stuttgart“) und im Nordosten Deutschlands („erweiterte Metropolregion Berlin“).

    Der im Nordosten der Republik abgegrenzte Raum umfasst die Länder Berlin und Brandenburg zur Gänze, von Mecklenburg-Vorpommern die mittleren und östlichen Landesteile. Der „Überlappungsbereich“ zur Metropolregion Hamburg verläuft auf der Höhe von Rostock. Damit wurde ein extrem großer Raum abgegrenzt, der in seiner Nord-Süd-Ausmessung knapp 500 km durchmisst.

    In der Region ist die ausgeprägte Monozentralität auffällig: neben der Metropole Berlin (rund 3,5 Mio. Einwohner) ist der Raum durch mittlere und kleine Städte sowie ausgedehnte ländliche Regionen geprägt. Nächst größere Stadt nach Berlin ist Rostock mit rund 200.000 Einwohnern.

    Der großräumige Kooperationsraum im Nordosten Deutschlands geht damit deutlich über die bereits bestehende Metropolregion „Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg“ hinaus. Dieser Aspekt ist nicht nur geographisch von Bedeutung, sondern vor allem hinsichtlich der bereits bestehenden Kooperationsbeziehungen (Governance). Während sich zwischen Berlin und Brandenburg seit Beginn der 90er Jahre enge Kooperationen über alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens herausgebildet haben, die sowohl öffentliche als auch zivilgesellschaftliche Akteure umfassen, sind die Kooperationsbeziehungen zwischen Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, erst recht die zwischen Berlin und Mecklenburg-Vorpommern nur sehr vereinzelt auffindbar. So fand erst im Sommer 2008 eine erste gemeinsame Kabinettsitzung der Landesregierungen von Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern statt. Gemeinsame Kabinettsitzungen zwischen Berlin und Mecklenburg-Vorpommern bzw. zwischen allen drei Ländern haben bisher nicht stattgefunden. Auch im zivilgesellschaftlichen Bereich lassen sich kaum Beispiele für Kooperationen bzw. Institutionen nachweisen, die sich explizit auf den Untersuchungsraum beziehen (siehe hierzu Modul 4).

    Die im MORO-Projekt angestoßenen Kooperationen sind mithin im Kontext zu weiteren regionalen Kooperationsebenen und Verflechtungen der drei Länder zu sehen, insbesondere

    der intensiven Kooperation und wirtschaftlichen Verflechtung zwischen Berlin und Brandenburg,
    der Kooperation mit den westlichen Wojewodschaften Polens
    ogrenznahe Zusammenarbeit gefördert insbesondere mit Mitteln des Zieles „Europäische territoriale Zusammenarbeit der Europäischen Strukturfonds,
    ogroßräumige Kooperation im Rahmen der Oder-Partnerschaft) und
    der engen Bindung insbesondere der westlichen Landesteile Mecklenburg-Vorpommerns mit dem Großraum Hamburg.

    1.1.2 Antragstellung, junge Partnerschaft

    Der Beschluss der MKRO von 2006 hat also ein ganz neues Kooperationsfeld eröffnet. Für die Region bot die Auslobung des Wettbewerbs im Forschungsfeld „Überregionale Partnerschaften – Innovative Projekte zur stadtregionalen Kooperation, Vernetzung und gemeinsamen großräumigen Verantwortung“ damit die Chance, neue und innovative Akteurskonstellationen und Inhalte modellhaft zu erproben. Es war daher sehr erfreulich, weil nicht unbedingt zu erwarten, dass dem Aufruf zur Mitwirkung am MORO-Vorhaben durch die beiden Landesplanungsabteilungen Berlin-Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern innerhalb der knappen vorgegebenen Fristen mehr als 20 Institutionen ihr Interesse und ihre Bereitschaft erklärten, in dem Projekt mitzuwirken, darunter fünf Industrie- und Handelskammern, vier Planungsregionen, mehrere Städte, ein Landkreis sowie die Seehäfen Saßnitz und Rostock.

    Gemeinsam war allen Partnern das Interesse, an neuen Kooperationen in dem Raum mitzuwirken. Dabei war allen bewusst, dass es im Rahmen des Projekts aus zeitlichen und finanziellen Gründen nur möglich sein wird, einige wenige modellhafte Kooperationen zu erproben. Insofern zielte das Vorhaben mit der Arbeit in den konkreten Projekten (siehe Module 1 – 5) auch auf die Frage ab, unter welchen Bedingungen es überhaupt zutreffend ist, den Nordosten Deutschlands als zusammenhängenden, weil funktional verflochtenen Raum zu verstehen. Das Vorhaben erhoffte sich damit auch Aufschluss darüber, welche Kooperationen zu welchen Themen mit welchen Akteuren und welchem Raumbezug sinnvoll und in weiteren Entwicklungsschritten nach Abschluss der MORO-Vorhaben ausbaufähig sein könnten.

    1.2 Was wurde mit dem Vorhaben erreicht – Ergebnisse

    Die Erträge des Vorhabens sind zumindest hinsichtlich zweier unterschiedlicher Aspekte zu differenzieren: einerseits die konzeptionelle, politische Ebene, andererseits die operative Ebene, die konkrete Arbeit in den Projekten.

    1.2.1 Ergebnisse auf der konzeptionellen Ebene

    Hinsichtlich der konzeptionellen, politischen Ebene hat das Vorhaben wertvolle Erkenntnisse zu Möglichkeiten und Hemmnissen großräumiger Kooperationen geliefert, die jedenfalls für den Nordosten Deutschlands relevant sind, zum Teil jedoch auch auf andere große Kooperationsräume übertragbar sein könnten.

    Nord-Süd-Kooperation, neue europäische Landkarten
    Mit der deutschen Einheit ging es für die Länder Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern zunächst darum, die Anbindung an die alten Länder (wieder) herzustellen. Nicht nur beim Ausbau leistungsfähiger Verkehrsverbindungen, sondern generell dominierte in den Ländern der Blick nach Westen. Ergänzt wurde dies insbesondere in Berlin durch die ausgeprägte Vermutung, die Stadt könne das Sprungbrett zu den mittel- und osteuropäischen Staaten werden.

    Erst im zweiten Jahrzehnt der deutschen Einheit begann in den Ländern Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern neben der ostwestlichen Perspektive auch die nordsüdliche Blickrichtung an Bedeutung zu gewinnen. Es wurde wieder stärker bewusst, wie eng verflochten die südskandinavischen Regionen insbesondere die Metropolen Kopenhagen und Stockholm mit dem nordostdeutschen Raum bis zum Beginn des zweiten Weltkrieges gewesen waren. Die Nord-Süd-Perspektive begann sich in den Mental Maps zu verankern. Die Leitbildkarte 1 der MKRO greift diese Sichtweise bereits auf und betont die Bedeutung grenzüberschreitender metropolitaner Verflechtungsräume.

    Das Vorhaben hat deutlich gemacht, dass die Realverflechtungen im Gesamtraum zwischen den Ländern Berlin und Brandenburg einerseits und Mecklenburg-Vorpommern andererseits in der Tat schwach ausgeprägt sind. Dies betrifft sowohl funktionale, z. B. verkehrliche oder wirtschaftliche Verflechtungen, als auch konkrete Kooperationen staatlicher und nicht staatlicher Akteursebenen.

    Das Vorhaben hat jedoch auch deutlich gemacht, dass relevante Akteure in einer vertieften Kooperation zwischen den drei Ländern durchaus erhebliche Potentiale sehen, die zu einer Entwicklung des Gesamtraums und seiner Teilräume beitragen können (siehe hierzu Modul 4). Diese bestehenden Anknüpfungspunkte in der Zukunft weiter auszubauen bleibt der weiteren Arbeit vorbehalten.

    Keine gemeinsame Identität von Ortrand bis Kap Arkona
    Das Vorhaben hat deutlich gemacht, dass eine gemeinsame regionale Identität über eine Entfernung von fast 500 Kilometer jedenfalls kurz- und mittelfristig nicht hergestellt werden kann. Zu groß sind die Entfernungen, zu unterschiedlich die Lebensbedingungen und räumlichen Orientierungen, zu unterschiedlich auch die historischen Wurzeln in der Gesamtregion. Die Herausbildung einer gemeinsamen Identität im Gesamtraum (Heimatgefühl) würde jedenfalls neben einem langen Zeitraum auch eine sehr massive politische und gesellschaftliche, sowie institutionelle Untermauerung erfordern. Aus Ländern wie Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg ist bekannt,

    dass selbst jahrzehntelange Zugehörigkeiten zu einem gemeinsamen Bundesland von landsmannschaftlichen Prägungen überlagert werden.

    Berlin wirkt als Magnet
    Als Besonderheit im Aktionsraum des Modellvorhabens kommt hinzu, dass Berlin durch seine überragende Bedeutung im Gesamtraum als Magnet wirkt. Die funktionalen Verflechtungen verlieren zwar in einigem Abstand von der Metropole relativ rasch an Bedeutung, die zentripetalen Kräfte der Stadt sind jedoch so stark, dass sie aus den südlich bzw. nördlich von ihr gelegenen Teil
    räumen als Wahrnehmungsbarriere und erst recht als Kooperationsbarriere wirkt. So orientiert sich die südbrandenburgische Bevölkerung – soweit nicht ohnehin nach Dresden und Leipzig – zwar auf Berlin, aber im Wesentlichen nicht nördlich darüber hinaus. Für Südbrandenburger hat Berlin eine größere Bedeutung als der nördliche Landesteil Brandenburgs. Umgekehrt gehen auch die funktionalen Verflechtungen aus Mecklenburg-Vorpommern und dem nördlichen Brandenburg teilweise bis nach Berlin, jedoch in aller Regel nicht südlich darüber hinaus.

    Aus institutioneller Sicht fokussieren sich die Kooperationsbeziehungen gleichfalls auf die Zusammenarbeit zwischen Berlin und Brandenburg. Die deutschlandweit einmalig engen institutionellen Verflechtungen zwischen Berlin und Brandenburg verstärken die Monozentralität des Raums. Durch das MORO-Projekt konnten mentale und institutionelle Barrieren überwunden werden, die dazu führten, dass Akteure in Berlin wie Brandenburg erstmals auch in Richtung Mecklenburg-Vorpommern „mitdachten“.

    Teilräumliche Projekte besonders wirksam
    Das Vorhaben hat deutlich gemacht, dass jedenfalls in diesem frühen Stadien der großräumigen Kooperation es eher die kleinräumigen Projekte sind, von denen ein unmittelbarer Mehrwert ausgehen kann. Hier ist aus dem Vorhaben insbesondere das Modul 3 zu nennen, das in der Region ganz unmittelbare und direkte Entwicklungsimpulse gesetzt hat. Das Vorhaben hat deutlich gemacht, dass Projekte auf Ebene der drei Länder jedenfalls zum jetzigen Zeitpunkt noch wenig tragfähig sind. Insbesondere in der Zusammenarbeit mit Branchenvertretern ist erkennbar geworden, dass der Bedarf für derartige Kooperationen noch stärker bewusst gemacht werden muss (Modul 1).

    Landesgrenze zwischen Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern überspringen
    Das Vorhaben hat deutlich gemacht, dass Kooperationen über die Landesgrenze Brandenburg zu Mecklenburg-Vorpommern bisher eher schwach ausgeprägt sind. Es ist jedoch auch erkennbar, dass es aufgrund der großen Ähnlichkeit der strukturschwachen ländlichen Räume in den beiden Ländern sowohl ein großes Interesse als auch große Chancen einer vertieften Zusammenarbeit gibt. Beispiele hierfür sind neben den Kooperationen im Modul 3 auch die bestehenden Kooperationen insbesondere im Bereich des Tourismus, die in diesem Vorhaben allerdings nicht thematisiert wurden.

    Generell liegen in der Kooperation über die Landesgrenze Brandenburg/Mecklenburg-Vorpommern nach Einschätzung der Projektpartner erhebliche Potentiale für eine intensivierte Entwicklung in dem strukturschwachen Raum, die es nach Abschluss des MORO-Vorhabens weiter zu stärken gilt.

    Kooperationen links und rechts der Oder
    Entsprechendes gilt für die in Modul 5 aufgegriffene Kooperation von Kommunen links und rechts der Oder. Die im Jahr 2006 begonnene Partnerschaft unter der Bezeichnung „Unteres Odertal“ belegt, wie groß das Bedürfnis, aber auch die Chancen einer Zusammenarbeit von Kommunen in raumstrukturell sehr ähnlichen Räumen ist. Von besonderer Bedeutung im Rahmen des Forschungsfeldes sind die Bemühungen dieser überwiegend ländlich geprägten Kommunen, einen funktionalen und programmatischen Anschluss an Stettin zu gewinnen, das sich seiner dominanten Rolle mit metropolitanen Funktionen im deutsch-polnischen Raum zunehmend bewusst wird.

    Variable Geometrie ist relevant
    Das Vorhaben hat bestätigt, dass für die Umsetzung von Handlungsinitiativen in sehr großen Räumen der Ansatz der variablen Geometrie hilfreich ist. Verlauf und Ergebnisse des Vorhabens belegen, dass variable Geometrie nicht nur die Abschichtung von Konzepten im Gesamtraum zu
    größeren oder kleineren Teilräumen meint. Vielmehr hat das Vorhaben deutlich gemacht, dass funktionale Verflechtungen und die darauf bezogenen Handlungsräume sich gegenseitig mehrfach überlagern. Lage und die Ausdehnung der Handlungsräume sind themenabhängig. Während z. B. die Sicherung der einheimischen Fachkräftebasis offenbar ganz überwiegend auf lokaler/ regionaler Ebene erfolgen muss (Modul 2), so bieten zum Beispiel die Themen Verkehr und Logistik sowie Hochschulen und Tourismus durchaus interessante Anknüpfungspunkte auf der Ebene des Gesamtraums. Für eine Vielzahl weiterer funktionaler Verflechtungen wie zum Beispiel die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaftsakteuren oder die Zusammenarbeit im Kulturbereich sind die optimalen Kooperationsräume von Thema zu Thema unterschiedlich und dürften mehrheitlich in den Bereichen zwischen großräumiger Ausdehnung (500 km!) und lokaler Kooperation liegen.

    Das Vorhaben „Kooperation und Vernetzung im Nordosten“ hat deutlich gemacht, dass es Kraftzentren außerhalb des Kooperationsraumes gibt, die auf den Raum einwirken und deswegen zukünftig programmatisch mitbedacht werden müssen. Zu nennen ist hier insbesondere der Einfluss Hamburgs, der zum Teil über den „Überlappungsbereich“ bei Rostock hinaus reicht, die erstarkende Bedeutung Stettins als Schlüssel für die Oderregion sowie die historisch enge Verknüpfung Südbrandenburgs mit Sachsen, insbesondere mit den Oberzentren Leipzig und Dresden. Variable Geometrie muss daher stärker als bisher in den Blick nehmen, dass Kooperationen, seien sie klein- oder großräumig, auch über die Grenzen des Gesamtraumes hinaus reichen und sich dort insbesondere auf die großen Städte beziehen müssen.

    Grundansatz der Kooperation: Komplementarität der Teilräume
    Das Vorhaben hat deutlich gemacht, dass die häufig vorgenommene Gleichsetzung von großen Städten/Metropolen mit starken Räumen bzw. ländlichen Räume mit schwachen Räumen jedenfalls im Nordosten Deutschlands so nicht zutrifft. Vielmehr ist festzustellen, dass die Metropole Berlin ihre „Lokomotivfunktion“ bezogen auf den Gesamtraum aufgrund der noch andauernden ökonomischen Anpassungs- und Aufholprozesse nur teilweise wirksam werden lassen kann. Dagegen haben sich manche Teilräume, darunter auch peripher gelegene, wirtschaftlich durchaus positiv entwickelt (Beispiele: Rostock, Greifswald, Schwedt).

    Die in diesem Vorhaben bereits in den Antragsunterlagen formulierte Vermutung, dass im Gesamtraum Nordostdeutschlands weniger das Modell der Lokomotive und der mitgezogenen Wagen als das Modell der sich ergänzenden Stärken zutreffend sein könnte, hat sich im Projektverlauf bestätigt. Gerade die (relative) Schwäche Berlins im Vergleich mit anderen Ballungsräumen lenkt den Blick auf (relative) Stärken anderer Teilräume in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Es geht daher darum, die in den Teilräumen jeweils vorhandenen spezifischen Stärken so miteinander zu verkoppeln, dass eine ausgewogene Entwicklung des Gesamtraums unterstützt wird. In diesem Sinne ist die großräumige Stadt-Land-Zusammenarbeit im Projektraum nicht durch eine Dominanz der Metropole geprägt. Vielmehr ist es eine Kooperation, die trotz der strukturellen Unterschiede der drei Partner hinsichtlich der einzubringenden Gewichte eine Kooperation „unter Gleichen“ ermöglicht.

    1.2.2 Ergebnisse auf der operativen Ebene

    Auf operativer Ebene hat das Projekt eine Reihe interessanter und bedeutsamer Ergebnisse erbracht, im Einzelnen siehe hierzu den 2.Teil des Berichts (Modul 1 bis 5). Folgende Ergebnisse aus der projektbezogenen Zusammenarbeit sind für das Gesamtvorhaben festzuhalten.

    Zusammenarbeit der Länder Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern
    Die Zusammenarbeit der Länder Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern konnte in der Laufzeit des Vorhabens wesentlich intensiviert werden. Dies betrifft nicht nur die Landesplanungsbehörden, sondern auch die Verkehrsressorts und Staatskanzleien. Die gemeinsame Kabinettsitzung vom Sommer 2008 hat dazu beigetragen, die weitere Zusammenarbeit zu unterstützen.

    Zusammenarbeit von Regionen
    Die im Vorhaben beteiligten vier Planungsregionen haben in der Laufzeit des Projekts intensiv zusammengearbeitet und damit eine Grundlage für weitere Kooperationen gelegt. Wenngleich sich herausgestellt hat, dass insbesondere das Thema Fachkräftesicherung für eine Bearbeitung auf interregionaler Ebene weniger gut geeignet (siehe Modul 2), so sind doch auch hier Anknüpfungspunkte für weitere Kooperationen über die Landesgrenze hinweg gelegt worden.

    Zusammenarbeit von Kommunen
    Im Modul 3 wirkten mehrere Kommunen aus Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern zusammen, um in ihrem Teilraum an der Entwicklung eines Logistikknotens zu arbeiten. Diese interkommunale Zusammenarbeit über die Landesgrenze hinweg erwies sich als außerordentlich fruchtbar und wäre ohne das MORO-Vorhaben in der Form nicht zustande gekommen. Die Erfolge im Modul 3 weisen darauf hin, dass neue großräumige Raumperspektiven dazu beitragen können, tradierte Wahrnehmungs- und Handlungsmuster auch in kleineren Teilräumen zu überwinden und so zu einer Neujustierung der Mental Maps beizutragen.

    Offene Konferenzen
    Während der Laufzeit des Vorhabens fanden im Rahmen des Moduls 2 zwei offene Konferenzen zum Thema Fachkräftesicherung, Fachkräfteentwicklung sowie eine offene Konferenz zu Entwicklungschancen ländlicher Räume statt. Alle drei Konferenzen konnten mit sehr guten Referenten aufwarten und waren ausgezeichnet besucht. Das MORO-Vorhaben hat hiermit dazu beigetragen, intersektorale Kooperationen zu unterstützen und neue Partnerschaften im Raum anzuregen.

    1.3. Was wurde mit dem Vorhaben (noch) nicht erreicht – Desiderate

    Die MORO-Partnerschaft im Nordosten startete fast bei „Null“. Sie konnte nicht auf etablierte Akteursnetzwerke aufsetzen, es gab keine Themen, die von den drei Ländern gemeinsam bearbeitet wurden, es gab keine gemeinsamen staatlichen Gremien, die von den drei Ländern getragen wurden und so gut wie keine zivilgesellschaftlichen Institutionen, deren Handlungsraum sich auf den Projektraum beziehen. Erst recht gab es kein politisches Bekenntnis zu dem Raum, wie es z. B. in Rhein-Neckar oder in der Metropolregion Hamburg auf hoher politischer Ebene abgegeben wurde. Insofern liegt es auf der Hand, dass avanciertere Formen der Zusammenarbeit, wie sie nur auf der Grundlage langjähriger Kooperation zustande kommen können, hier noch nicht entstehen konnten. Die Schaffung zentraler Grundlagen für ein dauerhaft erfolgreiches Zusammenwirken im Gesamtraum bleibt der weiteren langfristigen Arbeit der staatlichen und gesellschaftlichen Akteure vorbehalten.

    Einbindung Berlins
    Die Einbindung Berlins in das Vorhaben ist nur teilweise gelungen. Zwar hat sich die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen konstruktiv in das Vorhaben eingebracht und es konnten andere Senatsverwaltungen punktuell zur Mitarbeit im Projekt gewonnen werden. Insgesamt ist jedoch festzustellen, dass sowohl hinsichtlich der beteiligten Akteure als auch der angesprochenen Fragestellungen die Schwerpunkte eindeutig in den Flächenländern Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern lagen.

    Ein Vergleich mit der Situation in der Metropolregion Hamburg liegt nahe, jedoch ist die Situation Berlins ist sowohl geographisch wie auch administrativ und ökonomisch anders zu beurteilen. Die Metropolregion Hamburg umfasst Teile der unmittelbar angrenzenden Länder Schleswig-Holstein und Niedersachsen, die Landesgrenze Mecklenburg-Vorpommerns liegt etwa 60km von der Stadtgrenze Hamburgs entfernt

    Die Entsprechung der Hamburger Metropolregion für Berlin ist mithin eher die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg als der MORO-Kooperationsraum. Zudem ist Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg als Metropolregion sehr groß und umfasst bereits jetzt ausgedehnte, ländlich geprägte und strukturschwache Teilräume. Die funktionalen Verflechtungen Berlins reichen zwar weit in das Land Brandenburg hinein, überwiegend jedoch nicht bis in das Land Mecklenburg-Vorpommern.

    Das Vorhaben Kooperation und Vernetzung im Nordosten ist insofern von einer strukturellen
    Asymetrie geprägt. Während die Frage „Welchen Vorteil hat die Region von der Metropole?“ umfassend thematisiert wurde, blieb die Frage nach den Nutzen des (weiteren) Umlandes für die Metropole im Großen und Ganzen offen. Weiteren Aktivitäten bleibt es vorbehalten, den spezifischen Interessen und Bedarfen aller drei Länder an einer Zusammenarbeit im großräumigen Maßstab noch eingehender nachzugehen.

    Politisches Bekenntnis der drei Länder
    Die Zusammenarbeit im Gesamtraum steht am Anfang. Der Aufbau dauerhaft tragfähiger Kooperationsstrukturen erfordert gerade im großräumigen Maßstab einen langen Atem. Die heute erfolgreichen Metropolregionen, wie z. B. Hamburg, aber auch Nürnberg oder Stuttgart können auf einen langjährigen, zum Teil jahrzehntelangen Vorlauf an allmählich dichter werdenden Kooperationsbeziehungen aufbauen. Bis zu einem politischen Bekenntnis der drei Länder zu einem gemeinsamen Raum im Nordosten Deutschlands ist es aber sicherlich ein sehr weiter Weg. Ob dieses Ziel jemals erreicht wird, kann heute nicht beantwortet werden. Falls die Diskussion über eine föderale Neugliederung an Dynamik gewinnen sollte, wäre ein „Nordostland“ jedenfalls aus heutiger Sicht nur dann vorstellbar, wenn bis dahin anhand einer Vielzahl erfolgreicher Kooperationen auf allen Ebenen, mit allen Akteursgruppen und zu allen Themen die Vorteile für die Partner deutlich gemacht werden können.

    Systematische Erkundung der themenbezogenen Kooperationsräume
    Das Vorhaben „Kooperation und Vernetzung im Nordosten“ hat sich angesichts der eng gesteckten zeitlichen und finanziellen Grenzen darauf beschränkt, einzelne ausgewählte Handlungsfelder der Kooperation beispielhaft zu beleuchten. Weiteren Untersuchungen bleibt es daher vorbehalten, unter Einbeziehung der jeweiligen Fachakteure eine systematische Übersicht über bereits bestehende und weitere mögliche Kooperationsfelder zu erarbeiten. Hierbei sind neben den staatlichen Stellen insbesondere die gesellschaftlichen Akteure anzusprechen.

    Dauerhafte Strukturen der Zusammenarbeit, Institutionalisierung
    Ebenfalls der weiteren Arbeit im Kooperationsraum bleibt es vorbehalten, die Zusammenarbeit zu institutionalisieren. Hierbei wäre sowohl an zentrale Einrichtungen für den Gesamtraum zu denken, als auch an Institutionen teilräumlicher Kooperation wie z. B. branchenbezogene Netzwerke, wie sie bereits jetzt in einer Vielzahl gemeinsam von Berlin und Brandenburg betrieben werden.

    1.4 Wie geht es weiter – Perspektiven

    Der Anspruch der MORO-Vorhaben ist es, nachhaltige, d. h. dauerhaft wirksame Entwicklungen in Gang zu setzen. Auch angesichts des geringen Mitteleinsatzes kann festgestellt werden, dass das Vorhaben zum Teil beachtliche Ergebnisse hervorgebracht hat, die weiter in die Zukunft wirken werden.

    Länderübergreifende Konferenz
    Nach dem Ende des MORO-Vorhabens und mit einigem Abstand zu der Hamburger Abschlusskonferenz beabsichtigen die Länder, eine möglichst hochrangig besetzte Konferenz zu den Entwicklungsperspektiven der Region im Nordosten Deutschlands zu veranstalten. Dabei wird der Beteiligung Berlins besondere Bedeutung zukommen. Ziel ist es aus heutiger Sicht, mit dieser Konferenz Impulse für weitere Projekte der Zusammenarbeit von staatlichen und nicht staatlichen Akteuren im Gesamtraum und in den Teilräumen auszulösen.

    Zusammenarbeit von Branchen
    Die im Vorhaben angestoßene Zusammenarbeit von Branchen zwischen den Ländern Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern wird fortgesetzt werden, vor allem in den Branchen Energiewirtschaft (einschließlich regenerativer Energien), Ernährungswirtschaft sowie Verkehr und Logistik. Das MORO-Vorhaben hat hier einen guten Grundstein gelegt, Akteure zusammengeführt und erste Schritte getan. Es wird erwartet, dass die begonnene Zusammenarbeit fortgesetzt wird, zumal alle drei Bereiche „Rückenwind“ durch größere Diskurse erfahren: Umstieg auf regenerative Energien, regionale Ernährungskreisläufe, der Ostsee-Adria-Entwicklungskorridor sowie die Arbeitsgruppe „Komplementäre Entwicklungspotenziale“ der Landesarbeitsgemeinschaft Berlin/Brandenburg/Mecklenburg-Vorpommern der ARL (Akademie für Raumforschung und Landesplanung).

    Zusammenarbeit der Landesplanungen
    Die intensive Zusammenarbeit der Landesplanungen wird Bestand haben. Durch den fachübergreifenden Politikansatz der Raumordnung wird sich hier auch zukünftig die Möglichkeit bieten, Kooperationsvorhaben im Gesamtraum, in Teilräumen oder in sektoralen, fachlichen Ansätzen zu initiieren bzw. zu unterstützen.

    Ostsee-Adria-Entwicklungskorridor
    In Modul 1 haben die Logistikinitiativen Berlin-Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern daran gearbeitet, einen Güterverkehrszug von Wismar/Rostock über Wusterhausen weiter nach Süden auf die Schiene zu setzen (Y-Train). In Modul 3 des Vorhabens haben die beteiligten Städte daran gearbeitet, gemeinsam mit den in der Region angesiedelten Unternehmen den Teilraum zu einem Logistikknoten in Dreieck zwischen den Metropolen Berlin und Hamburg einerseits und den Ostseehäfen andererseits zu entwickeln. Von Anfang an war klar, dass diese Aktivitäten in eine nationale und europäische Perspektive einfließen müssen.

    Mit Abschluss des MORO-Vorhabens gehen die Arbeiten der Logistikinitiativen sowie die des HUB 53/12 in die Aktivitäten zum Ostsee-Adria-Entwicklungskorridor ein und bilden dort einen wichtigen Trittstein auf der Verbindung zwischen Südskandinavien und den Adriahäfen. In besonderer Weise können hier auch die Vorteile einer Stadt-Land-Kooperation auch im weiteren räumlichen Zusammenhang deutlich gemacht werden. Die Aktivitäten im MORO-Vorhaben wie im europäischen Korridor tragen dazu bei, Räume umfassend zu entwickeln. Insofern weisen die Ergebnisse aus den Modulen 1 und 3 weit über sektorale Aspekte der Verkehrs- und Logistikentwicklung hinaus.

    EU-Strukturfondsperiode ab 2014
    In der EU-Kommission bestehen Überlegungen, die Stadt-Land-Zusammenarbeit in der kommenden Strukturfondsperiode stärker zu betonen, insbesondere die Zusammenarbeit von großen Städten mit weiten, ländlich geprägten Räumen. Die hergebrachte Dualität von städtischen Kulissen und ländlichen Räumen soll damit zumindest teilweise aufgehoben werden.

    Für diese Diskussion können die deutschen MORO-Vorhaben wertvolle Hinweise liefern, ist doch hier erstmals der Versuch unternommen worden, in sehr großen Räumen die Zusammenarbeit zwischen Metropolen und strukturschwachen Räumen zu intensivieren. Das Vorhaben “Kooperation und Vernetzung im Nordosten“ wird seine Erfahrungen für den weiteren Diskussionsprozess zur Verfügung stellen. Aus heutiger Sicht sind es insbesondere vier Erkenntnisse, die für Überlegungen zu einer entsprechenden EU-Initiative von Bedeutung sein können:

    -Die Entwicklung von Regionen im Sinne eines großräumigen Place-making kann nur von unten erfolgen. Große Raumzusammenhänge über administrative Regionen hinweg können sich nicht von oben entwickeln. Zu empfehlen ist daher, insbesondere neue Raumpartnerschaften zunächst vor allem über konkrete Projekte zu unterstützen.
    -Politik und Verwaltung, aber auch die zivilgesellschaftlichen Akteure orientieren sich häufig stark an den administrativen Grenzen (Fördergrenzen), obwohl die funktionalen Verflechtungen darüber hinaus reichen. Zu empfehlen wäre daher, Vorhaben besonders zu unterstützen, die die Grenzen administrativer Regionen überschreiten.
    -Jedes Thema hat seine eigene Geometrie, die sowohl die Lage im Gesamtraum als auch seine funktionale Ausdehnung prägt. Die Regionalpolitik der EU sollte daher neben Vorhaben, die sich auf die Gesamtregion beziehen auch solche unterstützen, in denen die Stadt-Land-Zusammenarbeit in Teilräumen praktiziert wird.
    -Die Herausbildung „echter“ Regionen, die auch identitätsbildend wirken können, ist ein sehr langfristiger, über Jahrzehnte laufender Prozess, der neben einem politischen Bekenntnis der Akteure insbesondere auch differenzierte institutionelle Grundlagen erfordert.
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Eine vollständige Übersicht der Modellregionen und ihrer Teilprojekte steht in der Rubrik "Veröffentlichungen" (siehe Marginalspalte) als Download zur Verfügung.

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