Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Forschungsprojekt Landschaftsnetz Mosel

Konzept


MORO-Initiative "Landschaftsnetz Mosel": PHASE 1

Das Modellvorhaben der Raumordnung startete im Herbst 2009 mit der MORO-Studie "Landschaftsnetz Mosel". Zunächst wurde der Raum analysiert, Stärken und Schwächen sowie aktuelle Entwicklungstrends aufgezeigt, daneben erste Kontakte zu kommunalen und regionalen Akteuren geknüpft. Diese brachten sich im Rahmen mehrerer Workshops und Gesprächsrunden aktiv in das Vorhaben ein, definierten gemeinsam den Handlungsbedarf und steuerten Projektideen bei. Aufgrund der positiven Resonanz in dieser Arbeitsphase wurde die MORO-Studie als MORO-Initiative fortgesetzt. Bausteine der 1. Phase waren:

  • Baustein 1: Raumanalyse, SWOT, Akteursanalyse
  • Baustein 2: Information und Austausch zu aktuellen Initiativen und Projekten
  • Baustein 3: Entwicklungsperspektive Dreiländermosel
  • Baustein 4: Auswertung und Dokumentation

Die Bausteine der Phase 1 wurden in einem Dialogprozess mit den Moselanrainern sowie staatlichen und regionalen Akteuren kontinuierlich weiterentwickelt: Unter dem Motto "Zusammen (auf den Raum) schauen" diskutierte der Initiativworkshop am 22. Februar 2010 die Ergebnisse der Raumanalyse und die thematischen Schwerpunkte zur Entwicklung der Flusslandschaft. Es wurde angeregt, für die Netzwerkbildung und eine intensivere Bearbeitung den Betrachtungsraum enger zu fassen.

Die Teilnehmenden des Strategieworkshops am 26. August 2010 bestätigten den daraufhin ausgewählten Fokusraum "Dreiländermosel" und konkretisierten die Handlungsschwerpunkte. Zudem wurden aktuelle Projekte und Initiativen vorgestellt.

Im Anschluss an die beiden Workshops fanden zahlreiche Einzelgespräche mit kommunalen Akteuren der Dreiländermosel sowie auf regionaler Ebene statt. In einem zweiten Strategieworkshop am 30. Mai 2011 wurden die Ergebnisse Vertretern der Landes- und Regionalplanung der Moselanrainer vorgestellt.

Der anschließende Workshop für die Dreiländermosel am 09. Juni 2011 widmete sich den bislang gesammelten Initiativen und Projektideen; zugleich wurde ein erster Entwurf für eine Raumvision präsentiert. Die Teilnehmenden diskutierten in parallelen Arbeitsgruppen die Entwicklungsperspektiven der Dreiländermosel, grundsätzliche Zielsetzungen, konkrete Umsetzungen und auch Hemmnisse in der grenzüberschreitenden Kooperation.

Im Rahmen der transnationalen Tagung "Landschaftsnetz Mosel" am 22. September 2011 in Trier wurden die bisherigen Ergebnisse der MORO-Initiative vorgestellt. Wichtige Themen waren neben dem grenzüberschreitenden Hochwasserschutz die Entwicklung der Kulturlandschaft sowie der Siedlungen im Moseltal.

Darüber hinaus wurden Strategien zur Entwicklung metropolitaner Grenzregionen mit Vertretern der Großregion, der Trinationalen Metropolregion Oberrhein sowie der Bodenseeregion erörtert. Hier stellte sich nicht zuletzt die Frage nach der Ausrichtung der Europäischen Strukturfonds nach 2013, um metropolitane Grenzregionen im Kontext europäischer Raumentwicklung angemessen zu fördern.


MORO-Initiative "Landschaftsnetz Mosel": PHASE 2

Der gemeinsame Prozess mündete in die Auswahl von sieben MORO-Modellprojekten und läutete damit 2012 die 2. Phase der konkreten Umsetzung ein. Zur Auswahl der Projekte dienten Kriterien wie Nachhaltigkeit, der Beitrag zu den gemeinsam erarbeiteten Entwicklungsperspektiven für die Dreiländermosel, die Realisierbarkeit oder die Möglichkeit zur Partizipation. Welchen Mehrwert die oft lokal angesiedelten, aber mehrere Themenbereiche abdeckenden Projekte über die Grenzen hinweg entfalten können, sollte dabei nicht nur territorial, sondern thematisch für den gesamten Raum gedacht werden.

Die zweite Phase des MORO-Projekts "Integrierte Flusslandschaftsentwicklung – Landschaftsnetz Mosel" zielte darauf ab:

  • die ausgewählten Projekte auf den Weg zu bringen
  • die formalen Rahmenbedingungen für deren Durchführung zu klären
  • den Kooperationsprozess auf regionaler Ebene zu gestalten
  • die Abstimmungsprozesse (z.B. im Zusammenhang mit dem Kondominium der Schifffahrtsstraße) und den grenzüberschreitenden Erfahrungsaustausch projektbegleitend zu begleiten
  • die projektübergreifende Auswertung zu leisten und daraus Handlungsempfehlungen für Bund, Länder und Kommunen abzuleiten

Die Modellvorhaben bearbeiteten unterschiedlichste Themen, u.a. die Uferaufwertung und -gestaltung in der offenen Landschaft bzw. im konkreten Siedlungsbezug oder die Inwertsetzung der historischen Kulturlandschaft. Dabei deckten die Vorhaben eine große Bandbreite vom großräumigen Entwicklungskonzept bis hin zu konkreten Investivmaßnahmen vor Ort ab.

Mit Unterstützung der Forschungsassistenz agl aus Saarbrücken wurden die ausgewählten Projekte vertieft und in der modellhaften Umsetzung vorangetrieben. Die Akteursnetzwerke des Fokusraums wurden vor allem im Rahmen von Workshops einbezogen, die wiederum Gelegenheit boten, die bereits bestehenden Strukturen zu stärken und weiterzuentwickeln.

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