Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Forschungsprojekt Wettbewerb "Menschen und Erfolge"

Projektsteckbrief

  • Status Abgeschlossen
  • Laufzeit November 2016–November 2017
  • Programm MORO

"Ländliche Räume: produktiv und innovativ" – unter dieses Motto stellte das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) die sechste Runde des Wettbewerbs Menschen und Erfolge. Unter dem Dach der Nationalen Stadtentwicklungspolitik spürt der 2011 erstmals ausgelobte Wettbewerb erfolgreiche Beiträge auf, die die Infrastrukturversorgung in ländlichen Räumen sichern und verbessern. 114 Beiträge gingen bis zum Einsendeschluss Mitte November 2016 ein. Sie zeigen, wie Arbeit und Wirtschaft in ländlichen Räumen zukunftsfähig gestaltet werden können.

Projektlaufzeit: Mai 2016 – November 2017

Ausgangslage

Seit 2011 sucht das BMUB mit dem Wettbewerb Menschen und Erfolge nach Beiträgen zur Verbesserung der Infrastrukturversorgung in ländlichen Räumen. Als Partner des BMUB sind der Deutsche Landkreistag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund, der Deutsche Bauernverband, der Zentralverband des Deutschen Handwerks, der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten und der Bundesverband der gemeinnützigen Landgesellschaften eingebunden.

Ländliche Räume stehen angesichts des demografischen Wandels mit seinen vielschichtigen Auswirkungen vor großen Herausforderungen. Bei der Bewältigung dieser Herausforderungen spielen Akteure vor Ort eine tragende Rolle. Vielerorts schließen sich kommunale Verwaltung, Vereine und Initiativen, lokale Unternehmen und auch Einzelpersonen zusammen, um gemeinsam Zukunftsperspektiven für ihre Gemeinde zu entwickeln. Dabei entstehen nicht nur passfähige und teilweise übertragbare Lösungsansätze. Die hohe Bereitschaft zu Eigeninitiative und Kooperation in Netzwerken und Allianzen selbst ist ein wichtiger Faktor für die Attraktivität der jeweiligen Gemeinde. Dieses Engagement der lokalen Akteure, ihren Ideenreichtum und ihre Kreativität möchte der Wettbewerb Menschen und Erfolge würdigen und in der Öffentlichkeit bekannt machen.

Die sechste Wettbewerbsrunde unter dem Motto "Ländliche Räume: produktiv und innovativ" widmete sich wirtschaftlichen Perspektiven für ländliche Räume. Die Herausforderungen in Bezug auf Wirtschaft und Arbeit in ländlichen Räumen sind groß. In vielen Regionen ist die wirtschaftliche Situation durch Fachkräftemangel, Abwanderung aufgrund fehlender Ausbildungsplätze und mangelnder Beschäftigungsperspektiven – insbesondere junger Menschen –, Leerstand und eine insgesamt geringe Wirtschaftskraft gekennzeichnet. In einzelnen Räumen überlagern sich auch die Probleme von Arbeitslosigkeit und Fachkräftemangel.

Unabhängig davon zeigen Konzepte und unternehmerische Ideen, dass der "ländliche Raum" als Standort geschätzt wird und regionale Ressourcen, Potenziale und Begabungen gezielt genutzt werden. Diese Initiativen und Vorhaben wurden in der Wettbewerbsrunde 2016 gesucht. Entsprechende Beiträge konnten Teilnehmerinnen und Teilnehmer bis zum 14. November 2016 einreichen.

Ziel

Ziel des Wettbewerbs Menschen und Erfolge 2016 war die Sammlung guter Beispiele in folgenden Themenfeldern:

  • Neu gedacht: Arbeitskräfte und Arbeitsplätze

    Die gezielte Ansprache von Arbeitskräften oder Bildungswanderern, die Verbesserung der Bildungsangebote, ansässige Jugendliche durch attraktive Angebote in der Region halten, Flüchtlinge in den regionalen Arbeitsmarkt integrieren, die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie stärken, Möglichkeiten der Flexibilisierung nutzen: Beiträge in diesem Themenfeld zeigen, wie dem Fachkräftemangel entgegengewirkt und Ausbildungs- und Arbeitsplätze gesichert werden können.

  • Nachhaltig: Wirtschaften

    Betriebe und Unternehmenskooperationen mit innovativen Geschäftsideen oder Gründungen, die aus zivilgesellschaftlicher Initiative hervorgehen, ebenso wie unterschiedliche Maßnahmen, die geeignet sind, die wirtschaftliche, ökologische und soziale Tragfähigkeit der ländlichen Räume zu stärken: Diesem Themenfeld sind Beiträge zuzuordnen, die mit ihren Produkten, Vermarktungs- und Vertriebsstrukturen einen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung leisten und den schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen ernstnehmen.

  • Belebt: Standorte

    Die Schaffung neuer Orte für Existenzgründer oder Standorte für Betriebe, neue Angebote der Daseinsvorsorge sowie kreative Zwischennutzungen oder gemeinschaftlich zu nutzende Infrastrukturen wie beispielsweise offene Werkstätten: Beiträge, die zeigen, wie die neue Nutzung leer stehender Gebäude und brachgefallener Flächen die wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten ländlicher Räume stärken können, sind in diesem Themenfeld besonders angesprochen.

Auftragnehmer für die externe Wettbewerbsbetreuung war Urbanizers - Büro für städtische Konzepte, Berlin.

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