Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Forschungsprojekt: Evaluierung "Guter Beispiele" einer nachhaltigen Regionalentwicklung (Good practices II)

Projektsteckbrief

  • Status Laufend
  • Start Oktober 2001
  • Programm MORO

Anhand einer bundesweiten Auswertung von Projekten einer nachhaltigen Regionalentwicklung wurden im Rahmen des Projektes Erfolgskriterien und Konfliktbereiche herausgearbeitet und Handlungsempfehlungen für die deutsche Regionalentwicklung formuliert.
Projektlaufzeit: Oktober 2001 - April 2002

Trotz der zahlreich vorhandenen Beschreibungen von Fallbeispielen und Zusammenstellungen von "good" bzw. "best practices" fehlt es an einer Aufarbeitung der Chancen und Grenzen sowie der Erfolgs- und Misserfolgsbedingungen nachhaltiger Regionalentwicklung. Erst auf der Grundlage einer solchen Analyse könnten entsprechende Strategien festgelegt und Handlungsempfehlungen für rahmensetzende Institutionen und die regionale Praxis ausgesprochen werden.

Um dieses Defizit zu beheben, wurden in diesem Projekt auf der Basis der vorhandenen Informationen und Kernaspekte die Faktoren bestimmt, die für das Gelingen oder Scheitern regionaler Entwicklungsprozesse mit verantwortlich sind.

Das MORO-Forschungsvorhaben "Evaluierung 'Guter Beispiele' einer nachhaltigen Regionalentwicklung (Good practices II)" (GP II) knüpfte an das Projekt Good Practices I (GP I) an, das 1998 und 1999 im Rahmen des Wettbewerbs "Regionen der Zukunft - regionale Agenden für eine nachhaltige Raum- und Stadtentwicklung" durchgeführt wurde. In dem Projekt GP I wurden auf der Grundlage eines Fragebogens über 420 lokale und regionale Projekte in einer Datenbank erfasst und analysiert. Aus diesen Projekten wurden nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren 60 "Gute Beispiele" einer nachhaltigen Raum- und Siedlungsentwicklung auf regionaler Ebene ausgewählt und in einem Handbuch präsentiert. Parallel wurde eine Internet-Projektbörse erstellt.

Da die 1998 und 1999 in GP I erfassten Projekte bis zum Untersuchungszeitraum von GP II einem dynamischen Entwicklungsprozess unterlagen (z.B. gesetzte Ziele wurden erreicht oder verfehlt bzw. haben sich geändert; Instrumenteneinsatz, Akteurskonstellation und Organisationsform können sich verändert haben) sollten im Projekt Good Practice II die damals erfassten Ergebnisse mit Blick auf übertragbare Erfahrungen erneut überprüft werden.

Aus den Ergebnissen der Status-quo Analyse, der Evaluierung und den zentralen Thesen wurden wesentliche Handlungsbedarfe für die Initiierung und Umsetzung einer nachhaltigen Regionalentwicklung abgeleitet.

Bei der Durchführung des Vorhabens wurden das BBR und das BMVBW vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) gGmbH, Regionalbüro Nordrhein-Westfalen, Wuppertal unterstützt.

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