Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Forschungsprojekt: Vorbereitung strategischer Projekte der transnationalen Zusammenarbeit

Projektsteckbrief

  • Status Abgeschlossen
  • Laufzeit Dezember 2006 – Dezember 2008
  • Programm MORO

Die ehemalige Gemeinschaftsinitiative INTERREG wurde für die aktuelle Förderperiode in das neue Ziel "Europäische territoriale Zusammenarbeit" (Mainstream der europäischen Strukturförderung) überführt. Damit hat sich der Anspruch der transnationalen Zusammenarbeit verändert. Zukünftige transnationale Projekte werden noch stärker als bisher vor der Herausforderung stehen, einen strategischen Nutzen für möglichst den gesamten jeweiligen Kooperationsraum zu entfalten.
Projektlaufzeit: Dezember 2006 - Dezember 2008

Anlass/Ausgangslage

Mit der Lissabon- und Göteborg-Strategie haben sich die EU-Mitgliedstaaten das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2010 die EU zur weltweit dynamischsten und wettbewerbsfähigsten Wirtschaftsregion zu entwickeln. Die finanzielle Unterstützung von Maßnahmen und Projekten durch die Strukturförderung der Europäischen Union dient der Realisierung dieses übergeordneten Ziels. Bei der Gestaltung von (Fach-)Politiken müssen zunehmend Raumbezüge berücksichtigt und entsprechend integriert werden. Folglich wird auch die transnationale Zusammenarbeit in der Raumentwicklung in Zukunft stärker auf die Realisierung der Lissabon- und Göteborg-Ziele ausgerichtet sein.

Die zukünftigen transnationalen Projekte stehen damit vor der besonderen Herausforderung, aus dem jeweiligen räumlichen Kontext Ansätze zur Erreichung dieser gesteckten Ziele zu finden. Der querschnittsorientierten Einbindung unterschiedlicher fachpolitischer Sektoren und administrativen Ebenen in die Projektarbeit wird vor diesem Hintergrund eine besondere Bedeutung zukommen.

Insbesondere diesen Aspekt greift das Dokument "Territoriale Agenda der EU" auf, welches im Mai 2007 unter deutscher Ratspräsidentschaft verabschiedet worden ist. Die Territoriale Agenda hat u.a. zum Ziel, durch Empfehlungen für eine integrierte Raumentwicklungspolitik die Potenziale der Regionen und Städte Europas für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum und mehr Beschäftigung zu mobilisieren.

Vor diesem Hintergrund ist es bedeutend, die Finanzmittel der transnationalen Programme in stärkerem Maße auf solche Projekte zu fokussieren, die einerseits einen strategischen Nutzen für den gesamten Kooperationsraum stiften und andererseits besonders mit den Zielsetzungen der oben genannten Politikebenen im Einklang stehen.

Unter "strategisch" werden hier bestimmte Qualitätsmerkmale von transnationalen Projekten verstanden. Dieses sind neben der Orientierung an übergeordneten mittel- und langfristigen Strategien auf europäischer Ebene (Lissabon- und Göteborg-Strategie, Territoriale Agenda) auch die Orientierung an den Zielen der Mitgliedstaaten, die im Idealfall kongruent mit raumbedeutsamen Zielen auf anderen räumlichen Ebenen sind.

Mit einer zukünftig deutlich strategischeren Ausrichtung von Projekten ist die Chance verbunden, die bisherige transnationale Zusammenarbeit stärker thematisch und strukturell zu bündeln und zu einer stärkeren Zusammenarbeit zwischen kommunaler, regionaler und Bundesebene zu kommen.

Zielsetzung und Gegenstand des Projekts

Ausgehend von der ursprünglichen Zielsetzung, konkrete strategische Projekte vorzubereiten, hat sich das Projektziel hin zu der Frage verschoben, welcher Beitrag für die Unterstützung der Diskussionen um strategische INTERREG-Projekte aus dem Begleitforschungsprojekt heraus für die Kooperationsräume geleistet werden kann und welche Ansatzpunkte für konkrete Projekte sich daraus entwickeln können. Ziel des Projekts war es schließlich, das Vorgehen zur Entwicklung strategischer Projekte in den Kooperationsräumen zu beobachten und auf Grundlage einer Projektauswahl und Projektanalyse einen geeigneten Beitrag zur Unterstützung dieses Prozesses zu leisten. Ebenso galt es, in den Kooperationsräumen Beiträge zur Optimierung von Projekten vor dem Hintergrund der im Forschungsprojekt erarbeiteten Ergebnisse zu leisten.

Auftragnehmer des Forschungsprojektes war das Institut für Raumplanung (IRPUD) der Technischen Universität Dortmund in Kooperation mit der Dieter Meyer Consulting GmbH, Oldenburg.

Veröffentlichungen

Blätterfunktion

Europa wächst zusammen – Transnationale Zusammenarbeit von Städten und Regionen

Ein Beitrag der deutschen Ratspräsidentschaft der Europäischen Union

BMVBS-Sonderveröffentlichung

Transnationale Zusammenarbeit

TransCoop 05 Report

Berichte Ausgabe 22 |

Kontakt

  • Brigitte Ahlke
    Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
    Referat RS 3 „Europäische Raum- und Stadtentwicklung“
    Telefon: +49 228 99401-2330
    E-Mail: brigitte.ahlke@bbr.bund.de

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