Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Forschungsprojekt Raumentwicklungsstrategien zum Klimawandel – Vorstudie für Modellvorhaben

Projektsteckbrief

  • Status Abgeschlossen
  • Laufzeit März 2008–November 2009
  • Programm MORO

In der Vorstudie wurde die Ausschreibung von Modellvorhaben der Raumordnung (MORO) vorbereitet. Grundlage für die Ausschreibung waren die räumliche Typisierung der modellierten Risiken des Klimawandels, die Entwicklung geeigneter planerischer Handlungsgrundlagen und Instrumente sowie von Vorschlägen zu ihrer Einbindung in Raumentwicklungsstrategien zur Anpassung an den Klimawandel.
Projektlaufzeit: März 2008 - November 2009

Anlass und Ausgangslage

Das Thema "Klimawandel" hat - nicht nur in der Wissenschaft, sondern in nahezu allen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereichen - erheblich an Aufmerksamkeit gewonnen. Dies trifft in verstärktem Maße auch für die Diskussion des Themas in der Raumplanung zu.

Hochauflösende Klimaszenarien haben gezeigt, dass sich die Folgen des Klimawandels regional deutlich unterscheiden. So werden einzelne Regionen stärker als andere von Naturgefahren wie Extremhochwässern, Dürren, urbanen Hitzeeffekten, Starkwindereignissen, Massenbewegungen (unter anderem Muren, Hangrutschungen, Lawinen) oder von wirtschaftlichen Folgen durch Veränderungen in Land-, Forst- und Energiewirtschaft, Tourismus und Verkehr betroffen sein. Die Wirkungen des Klimawandels für das Mensch-Umwelt-System hängen jedoch nicht nur von der tatsächlich eintretenden Klimaänderung ab. Sie werden ebenso von der vorausschauenden Anpassung der betroffenen Wirtschaftszweige an die bevorstehenden Klimaänderungen beeinflusst.

Die Anpassung von Raumnutzungen und Raumnutzungsstrukturen an die Folgen des Klimawandels ist aufgrund der Bedeutung des Klimas für die Volkswirtschaft ein wesentlicher Baustein nachhaltiger Raumentwicklungsstrategien. Hieraus entstehen neue Anforderungen an die räumliche Planung. Sie wird zukünftig vermehrt die sich verschärfenden Konflikte zwischen unterschiedlichen Raumansprüchen koordinieren müssen. Gleichzeitig kommt ihr die Aufgabe zu, die Entwicklung einer klimaangepassten Raum- und Nutzungsstruktur anzustoßen.

Die erforderliche Anpassung und Minderung der Folgen des Klimawandels bedarf der Entwicklung mittel- und langfristiger Konzepte, die (präventive) Klimaschutzmaßnahmen wie auch Anpassungs- und Vermeidungsmaßnahmen umfassen.

Zielsetzung und Gegenstand

Ziel des Forschungsvorhabens war die Vorbereitung von Modellvorhaben der Raumordnung zur Entwicklung von Anpassungsstrategien an die raumrelevanten Auswirkungen des Klimawandels. Die Vorstudie "Raumentwicklungsstrategien zum Klimawandel" hatte die folgenden Teilziele:

  • Bestimmung des raumordnerischen Handlungsbedarfs,
  • räumliche Typisierung von Klimaänderungen und ihrer Wirkfolgen,
  • Darstellung der Praxis des raumordnerischen Umgangs mit Klimaschutz und Anpassung,
  • Identifikation relevanter Instrumente für regionale Akteure bei Klimaschutz und Anpassung,
  • Weiterentwicklung bestehender und Entwicklung neuer Ansätze für den Umgang mit Klimafolgen auf regionaler Ebene,
  • Vorbereitung der Ausschreibung für das Modellvorhaben.

Der Auftrag für die Vorstudie wurde an die Technische Universität Dortmund, Institut für Raumplanung (IRPUD) sowie den Lehrstuhl Landschaftsökologie und Landschaftsplanung (LLP) vergeben. Die Vorstudie wurde in Kooperation mit dem Geschäftsfeld Spatial Systems der Austrian Research Centers GmbH, Wien und der Professur für Kommunale und Regionale Planung an der Justus-Liebig-Universität Gießen, jeweils als Unterauftragnehmer, durchgeführt. Hinzu kam das Institut für Stadtforschung und Strukturpolitik GmbH (IfS) als Unterauftragnehmer der Justus-Liebig-Universität.

Kontakt

  • Dr. Fabian Dosch
    Referat I 6 - Stadt-, Umwelt- und Raumbeobachtung
    Telefon: +49 228 99401-2160
    E-Mail: fabian.dosch@bbr.bund.de

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