Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Forschungsprojekt: Umsetzung der Territorialen Agenda der Europäischen Union: Modelllösungen zur Einbeziehung der Wirtschaft

Konzept

Für die Durchführung des Forschungsvorhabens "Umsetzung der Territorialen Agenda: Modelllösungen zur Einbeziehung der Wirtschaft" waren ursprünglich folgende fünf Arbeitsschritte vorgesehen:

  • Arbeitsschritt 1: Rückkoppelung des Dialogs mit der Wirtschaft auf die regionale und lokale Ebene
    Im ersten Arbeitsschritt sollten drei regionale Workshops veranstaltet werden, zu denen regionale und lokale Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Wissenschaft eingeladen werden. Ziel dieser Workshops sollte es sein, die Inhalte der "Charta Wirtschaft und Raum: Aufruf zum Territorialen Dialog" zu vermitteln und auf regionaler Ebene Möglichkeiten für Modellvorhaben zur Erprobung der in der Charta vorgeschlagenen neuen Kooperationsformen zwischen Wirtschaft, Politik und Wissenschaft auszuloten.
  • Arbeitsschritt 2: Erarbeitung eines Konzeptes zur Umsetzung der Charta Wirtschaft und Raum in Modellprojekten
    Bereits parallel zur Auswahl von Regionen für die Workshops sollten Konzepte entwickelt werden, wie die Ansätze der Charta auf innovative Weise in Modellprojekten umgesetzt und erprobt werden können. Hierfür sollten aus den teils allgemeinen, teils aber auch sehr konkreten Forderungen der Charta Konzepte hergeleitet werden, die sich für eine probeweise Umsetzung in den Modellregionen eignen. Im Rahmen der drei regionalen Workshops sollten ferner gemeinsam mit den beteiligten Vertretern aus Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Wissenschaft mögliche Modellprojekte ausgearbeitet werden. Die im Zuge des Forschungsvorhabens "Umsetzungspotentiale der europäischen Raumentwicklungspolitik - Territoriale Agenda der EU - Konferenz Wirtschaft und Raum" gewonnenen Erkenntnisse sollten schließlich in die Erarbeitung der Konzepte einfließen.
  • Arbeitsschritt 3: Identifizierung geeigneter Förderprogramme für Modellvorhaben
    In einem dritten Arbeitsschritt sollten parallel dazu nationale und internationale Förderprogramme identifiziert werden, in deren Rahmen regionale Modellvorhaben zur Erprobung der vorgesehenen Konzepte durchgeführt werden können. Berücksichtigt werden sollten dabei insbesondere das nationale Programm "Modellvorhaben der Raumordnung" (MORO) und die internationalen Programme European Spatial Planning Observation Network (ESPON) und INTERREG IV B. Daneben sollte eine kompakte Evaluierung der Potentiale weiterer ausgewählter EU-Förderprogramme stattfinden. Für jedes der in Frage kommenden Programme sollte in einem Steckbrief dargestellt werden, inwieweit und unter welchen Rahmenbedingungen regionale Modellvorhaben zu den vorgesehenen Konzepten durchgeführt werden können.
  • Arbeitsschritt 4: Abstimmung des Konzeptes mit BMVBS und BBSR
    Anschließend sollte die Umsetzung des ausgearbeiteten Konzepts mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) diskutiert werden, wobei dabei besonderes Augenmerk auf die Förderfähigkeit der vorgeschlagenen Konzepte gelegt werden sollte.
  • Arbeitsschritt 5: Konzipierung konkreter Modellprojekte
    Schließlich sollte unter Berücksichtigung der Ergebnisse des Abstimmungsgespräches ein Vorschlag für ein MORO-Vorhaben im Rahmen des MORO-Programms 2009 bzw. konkrete Projektvorschläge im Rahmen von ESPON und/oder INTERREG IV B erarbeitet werden.

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