Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Forschungsprojekt: Absicherung eines hochwertigen und ausreichenden Fachkräfteangebots

Projektsteckbrief

  • Status Abgeschlossen
  • Laufzeit Juli 2013 – November 2014
  • Programm MORO

Welche Probleme haben ländliche Regionen typischerweise bei der Sicherung eines qualifizierten Fachkräfteangebots und wie gehen sie damit um? Die Analyse von sechs Fallregionen soll Aufschluss geben über entsprechende strategische Ansatzpunkte, Handlungsfelder und Maßnahmen, Akteure und Ressourcen im Handlungsfeld Fachkräftesicherung. Von besonderem Interesse sind dabei Fallregionen, in denen Arbeitsmarkt- und Regionalentwicklungspolitik sektorübergreifend Aktivitäten konzipieren und umsetzen. Ziel der Studie war es, Eck- und Kernpunkte für ein zukünftiges Modellvorhaben der Raumordnung zur Fachkräftesicherung in ländlichen Regionen zu formulieren.

Projektlaufzeit: Juli 2013 - November 2014

Ausgangslage

Auch wenn es in Deutschland noch keinen flächendeckenden Fachkräftemangel gibt, so sind doch unterschiedliche Regionen und Branchen bereits heute mit Fachkräfteengpässen konfrontiert. Die meisten Prognosen sagen für die kommenden Jahre eine weitere Verringerung des Fachkräfteangebots voraus, was insbesondere für die ländlichen Regionen in Deutschland zu einem großen Problem werden kann.

Weitgehende Einigkeit besteht darüber, dass effiziente Maßnahmen zur Sicherung des Fachkräfteangebots frühzeitig ergriffen werden müssen, um die Attraktivität und die Wettbewerbsposition ländlicher Regionen nachhaltig zu stärken, bevor sich die innerdeutsche und mithin internationale Konkurrenz um qualifizierte Arbeitskräfte verschärft.

Doch worin bestehen die unterschiedlichen Problemlagen im ländlichen Raum? Welche Herausforderungen muss der ländliche Raum in der Fachkräftesicherung meistern? Wie können die endogenen Entwicklungspotenziale und Fachkräfte in ländlichen Regionen zur Fachkräftesicherung aktiviert und entwicklungsfördernde weiche Standortfaktoren und Infrastrukturen gestärkt werden? Welche Mittel und Instrumente stehen den ländlichen Regionen zur Verfügung? Wie können regionale Netzwerkakteure im ländlichen Raum ihre Regionalstrategie passgenau auf eine optimierte Potenzialbildung ausrichten?
Diesen Fragen wurde im Rahmen dieser MORO-Vorstudie nachgegangen. Im Fokus der Untersuchung standen sechs Fallregionen mit innovativen kommunalen oder regionalen Ansätzen, die mit interessanten Fachkräftesicherungsansätzen Orientierung und Anregung für die Bewältigung typischer Fachkräfteprobleme in ländlichen Räumen geben können.

Ziel

Übergeordnetes Ziel der Studie war es, ein Konzept für ein zukünftiges Modellvorhaben der Raumordnung zu entwickeln und Eckpunkte eines regionalen Handlungs- und Aktionsrahmens zu formulieren, mit dem die Attraktivität ländlicher Regionen in Deutschland für qualifizierte Fachkräfte erhöht werden kann.

Konkrete Teilziele dabei waren:

  • Die strukturierte Darstellung gegenwärtiger Prognosen und Erhebungen des Fachkräftebedarfs bis 2030, um Handlungsbedarf und Rahmenbedingungen für ein MORO "Absicherung eines hochwertigen und ausreichenden Fachkräfteangebotes" zu umreißen.
  • Die Aufbereitung typischer Problemkonstellationen und Handlungsstrategien in sechs Beispielregionen, um den derzeitigen Umgang mit dem Handlungsfeld "Fachkräftesicherung" zu veranschaulichen.
  • Die strukturierte Aufbereitung regionaler Handlungsspielräume zur Fachkräftesicherung, um Möglichkeiten, Schwerpunkte und Lücken aufzuzeigen.
  • Die Bewertung und Skizzierung eines MORO "Absicherung eines hochwertigen und ausreichenden Fachkräfteangebotes", um dem Auftraggeber eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu liefern.

Auftragnehmer des Projekts war das inter3 Institut für Ressourcenmanagement.

Endbericht

Endbericht zum MORO Absicherung eines hochwertigen und ausreichenden Fachkräfteangebots PDF 4MB Datei ist barrierefrei/ barrierearm Dokumenttyp: Download

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