Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Forschungsprojekt: Entwicklung und Implementierung eines Standards für den Datenaustausch in der Raumordnungsplanung

Konzept

Forschungskonzeption

Das Austauschformat XPlanGML basiert auf der eXtensible Markup Language (XML). Um das Format weiterzuentwickeln, wurde das bestehende Modell in der UML weitergeführt.

Zuerst übernahm das Projektteam die Planzeichen aus dem Legendenhandbuch des BBSR in das Modell. Für eine anschauliche Darstellung, das Durchsuchen und Ändern der Modellelemente setzte es eine Web-Anwendung auf. UML-Diagramme erstellte es mit der Software Enterprise Architect. Dem Austausch zwischen der Web-Anwendung und Enterprise Architect dient das Format XML-Metadata Interchange (XMI). Aus der Modelldatenbank heraus generierte das Projektteam zudem einen Thesaurus. Er kann in der Software iQvoc konform zum Simple Knowledge Organization System (SKOS) dargestellt werden. Dort lassen sich verschiedene Definitionen zu einzelnen Modellelementen erfassen und Begrifflichkeiten mit gleicher Bedeutung zusammenfassen.

Die Erweiterung des XPlanung-Modells erfolgte in enger Abstimmung mit dem IT-Planungsrat und den Planträgern. Schließlich sollte eine Software zur Konvertierung von Plänen im ESRI-Shape-Format in XPlanGML erstellt werden. Für jede verschiedene Formatvariante der Länder musste das Projektteam die Planzeichen dem XPlanung-Datenmodell zuordnen. Darüber hinaus legte es Konformitätsmerkmale fest, die die Shape-Dateien erfüllen müssen. Dazu konnte es auch erforderlich sein, dass die Länder ihre Datenmodelle anpassen oder zusätzliche Daten explizit beim Konvertierungsvorgang angeben müssen. Die Anpassung von vorhandenen Datenmodellen war vor allem dann nötig, wenn Pflichtelemente des XPlanung-Schemas oder des INSPIRE-Schemas unterstützt werden mussten. Zugleich sollte das Projektteam eine Software entwickeln, die XPlanung in das INSPIRE-Anwendungsschema "Planned Land Use" konvertiert. Die Konvertierung von XPlanung in das INSPIRE-Anwendungsschema "Planned Land Use" konnte durch eine Extensible Stylesheet Language Transformation (XSLT) vollautomatisch stattfinden.

Die zu entwickelnde Software wurde als OpenSource zur Verfügung gestellt. Daher evaluierte das Projektteam zunächst, welche Lösungen bereits existieren. Es entwickelte zugleich ein Konzept, das Raumordnungspläne über Geodienste bereitstellt. Dazu wurden Servicearchitekturen berücksichtigt, die auf Standards des Open Geospatial Consortiums (OGC) wie Web Map Service (WMS) oder Web Feature Service (WFS) basieren. In diesem Zusammenhang bereitete das Projektteam auch die Erstellung von Visualisierungsvorschriften vor. Hierfür setzte es auf Styled Layer Descriptoren (SLD).

Projektstufen

  1. Einlesen XPlanGML-Schema in eine Modelldatenbank
  2. Einlesen Planelemente in Modelldatenbank
  3. Erzeugen und Strukturieren von UML-Elementen in der Modelldatenbank
  4. Darstellung der UML-Elemente in einem Feature-Katalog
  5. Export des UML-Modells in eine XMI-Datei
  6. Erzeugen von UML-Paket und Klassendiagrammen
  7. Verknüpfung der UML-Diagramme in der Web-Anwendung
  8. Export der Featuretypen für die Einbindung in einen Thesaurus
  9. Abstimmung des XPlanung-Datenmodells mit den Planträgern
  10. Festlegung von Konformitätsmerkmalen
  11. Entwicklung des Konverters Shape -> XPlanGML
  12. Anwendungstests
  13. Entwicklung des Konverters XPlanGML -> INSPIRE
  14. Konzeption zur Bereitstellung von Plänen über Webdienste
  15. Vorbereitung zur Entwicklung von Visualisierungsvorschriften

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