Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Forschungsprojekt: Die formale und effektive Inzidenz von Bundesmitteln - Machbarkeitsstudie

Projektsteckbrief

Zur Untersuchung der räumlichen Wirkung von Bundesmitteln und zur Ermittlung der effektiven Inzidenz wurde eine Machbarkeitstudie mittels eines regressionsanalytischen Ansatzes (spatial econometrics) durchgeführt.
Projektlaufzeit: Oktober 2005 - August 2006

Ausgangslage

Unter der Zielstellung, die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse für alle Bürger im Bundes­gebiet herzustellen (Chancengleichheit), werden jährlich in hohem Umfang öffentliche Mittel eingesetzt, nicht zuletzt, weil die zur Beurteilung der (wirtschaftlichen) Lebensverhältnisse üblicherweise verwendeten Indikatoren auf große Unterschiede zwischen den einzelnen Regionen hinweisen. Die Ausprägung der regionalen Divergenzen sind zum Teil Ergebnis marktwirtschaftlicher Prozesse, teilweise aber auch staatlicher Einflussnahme, da jedes staatliche Handeln selbst auch räumliche Wirkung entfaltet. Dabei ist es möglich, dass der Adressat einer fiskalischen Maßnahme in einer Region nicht auch der tatsächliche Nutznießer ist – formale und effektive regionale Inzidenz können auseinanderfallen.

Zielsetzung

Um diese Defizite zu beheben, sollten im Rahmen des Projektes Erkenntnisse zur Einschätzung der effektiven Inzidenz von Bundesmitteln gewonnen werden. Dabei kam es aus raumentwicklungspolitischer Sicht vor allem darauf an, die verschiedenen Fachpolitiken mit ihren Einzelmaßnahmen nicht isoliert, sondern in ihrem Zusammenspiel zu sehen. Gegenstand der vorliegenden Analyse war demnach, die räumlichen Wirkungen ausgewählter Fördermaßnahmen nach Richtung und Stärke zu beurteilen, da über die effektiven räumlichen Wirkungen der Förderpolitik bisher wenig bekannt ist.

Auftragnehmer des Ressortforschungsprogramms war das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH).

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