Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Forschungsprojekt: Ausgleichspolitische Bedeutung der Sozialversicherungssysteme

Projektsteckbrief

Im Rahmen dieses Projektes nimmt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung eine Fortschreibung der Einnahmen- und Ausgabenströme der Sozialversicherung (Arbeitslosen- und Rentenversicherung) sowie der gesetzlichen Krankenversicherung für die Jahre 2004 und 2005 vor
Projektlaufzeit: September 2007 - August 2008

Anlass und Ausgangslage

Mit ihrem öffentlichen Finanzgebaren üben alle staatlichen Ebenen in Deutschland einen starken Einfluss auf die Raumentwicklung aus. Die Intensität dieses Einflusses hängt vom Umfang des öffentlichen Engagements in der Region ab. An Erkenntnissen über die räumlichen Wirkungen dieser Bundesmittel mangelt es jedoch. Von daher ist eine transparente Darstellung der öffentlichen Finanzströme auf regionaler Ebene in Höhe und Struktur notwendig. Dies gilt auch für die Finanzströme, die nicht explizit regionale Zielsetzungen verfolgen oder innerhalb der sozialen Sicherungssysteme abgewickelt werden.

Die im Frühjahr 2006 abgeschlossene Vorstudie konnte den nationalen Forschungsstand zu den räumlichen Verteilungswirkungen der Systeme der Sozialversicherung maßgeblich erweitern. Bis dahin lagen empirische Analyse zu deren regionalen Umverteilungswirkungen nur auf Ebene der Länder bzw. in der Differenzierung nach West- und Ostdeutschland vor oder wurden nur im Rahmen einer personellen Verteilungsanalyse sichtbar. Die Vorstudie konnte erstmals umfassend die regionalen Verteilungswirkungen kleinräumig für die Bereiche der Arbeitsförderung sowie der Renten- und Krankenversicherung ermitteln. Diese Bereiche machten im Jahr 2004 zusammen ca. 65 % aller Sozialleistungen aus.

Gegenstand und Ziel

Primäres Anliegen des Projektes war es, den Forschungsstand über die räumliche Verteilung von Leistungen und Lasten der gesetzlichen Sozialversicherung zu erweitern. Angestrebt wurde die Ermittlung der gesetzlichen Inzidenz der Renten- (GRV) und Arbeitslosenversicherung (ALV) für die Kreise und kreisfreien Städte Deutschlands in den Jahren 2004 und 2005. Auch für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) wurde eine Regionalisierung der Zahlungsströme angestrebt. Dabei mussten allerdings methodische und datentechnische Einschränkungen in Kauf genommen werden, die eine vollständige Regionalisierung erschweren. Diese waren durch Schätzungen auszugleichen. Ein weiteres Projektziel war die inhaltliche Einordnung der Projektarbeiten und Projektinhalte in bestehende Analyserahmen des Forschungsfeldes zur regionalen Inzidenzanalyse.

Auftragnehmer des Forschungsvorhabens war das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg.

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