Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Forschungsprojekt Umsetzung von Maßnahmen zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme - Innenentwicklungspotenziale

Projektsteckbrief

Ziel des Projekts war es, Grundlagen für ein bundesweites Monitoring der Innenentwicklungspotenziale zu schaffen. Mittels einer Umfrage wurden in 451 Städten und Gemeinden u.a. Informationen über Brachflächen und Baulücken erhoben. Zudem wurden Einsatzmöglichkeiten neuer Datenquellen und GIS-gestützter Verfahren untersucht. Abschließend konnten Handlungsempfehlungen für einfache, kommunale Brachflächenkataster formuliert werden.

Projektlaufzeit: September 2011 - Oktober 2013

Ausgangslage

Die Bedeutung der Innenentwicklung für eine nachhaltige flächensparende Siedlungsentwicklung wird von politischer Seite mit Nachdruck vertreten und ist fachlich unumstritten. Eine wesentliche Voraussetzung für die Mobilisierung von Innenentwicklungspotenzialen (IEP) ist eine fundierte Kenntnis der Flächenpotenziale innerhalb bestehender Siedlungsgebiete.

Obwohl ein systematisches Flächenmanagement in einer steigenden Zahl von Kommunen zum Einsatz kommt, ist die Praxis in der Breite von einem systematisch erhobenen und flächendeckenden Datenbestand weit entfernt. Zudem lag der Fokus der Baulandversorgung lange Zeit auf der Siedlungserweiterung ohne ausreichende Würdigung von Potenzialen innerhalb des Siedlungsbestandes. Entsprechend groß sind die Unsicherheiten.

Im Zentrum des Projektes stand daher eine bundesweite Umfrage in repräsentativ ausgewählten Städten und Gemeinden. Erhoben wurden für die Innenentwicklung geeignete Flächenpotenziale auf Brachflächen und Baulücken sowie die Instrumente der Kommunen für die Erfassung und das Monitoring dieser Flächen. Erfragt wurden Umfang, Struktur und räumliche Verteilung von IEP, mögliche Mobilisierungshemmnisse sowie praktische Erfahrungen der Kommunen mit Flächeninformations- und Management-Systemen.

In einer methodischen Ergänzung der Flächenerhebungen wurde im zweiten Projektteil untersucht, welche Potenziale die Nutzung von Geobasisdaten aus ATKIS® und ALKIS® bietet, um IEP mit Hilfe Geographischer Informationssysteme (GIS) automatisiert abzuschätzen. Es wurde ein Analyseverfahren entwickelt und in Pilotanwendungen für ausgewählte Fallstudien getestet.

Auftragnehmer des Forschungsprojektes war das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung aus Dresden in Kooperation mit der Leipziger Projektgruppe Stadt + Entwicklung.

Kontakt

  • Dr. Fabian Dosch
    Referat I 6 - Stadt-, Umwelt- und Raumbeobachtung
    Telefon: +49 228 99401-2160
    E-Mail: fabian.dosch@bbr.bund.de

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